Tablets/Laptops
Artikel vom 01.11.2014

Tablets im Beruf: 7 Tipps zum Umgang mit Beruf und Privatleben

Tablets im Beruf. Abbildung 1: © apops - Fotolia.com
Abbildung 1: © apops - Fotolia.com

Tablets und Smartphones nehmen eine immer größere Bedeutung im Alltag ein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie auch im Beruf immer beliebter werden. Firmen, die ihren Mitarbeitern keine Tablets anbieten, wenn diese auch von unterwegs arbeiten müssen, sind beinahe altmodisch.

Ein Netbook oder ein Notebook haben zwar Vorteile - beispielsweise die integrierte Tastatur - aber trotz ihrer Mobilität sind sie nicht so beliebt wie die Tablets. Vor allen in Sachen Arbeitsgeschwindigkeit sind die diese unübertroffen: Die gesamte Hard- und Software ist aufeinander abgestimmt, der Arbeitsspeicher wird nicht mit Überflüssigem gefüllt.

Die Installation von Programmen erfolgt einfach mittels Apps aus dem Store; es ist nicht nötig, erst eine CD oder einen USB-Stick mit dem benötigten Programm zu besorgen. Es stellt sich aber die Frage, wie sinnvoll dieses Gerät wirklich für den Job ist. Immerhin wird damit das Private mit dem Beruflichen noch weiter vermischt.

Tipp 1: Das eigene Gerät auf der Arbeit

„Bring your own device“ - Dieses Motto, zu Deutsch „Bring dein eigenes Gerät mit“, hält Einzug in viele Firmen. Es ist immerhin für Arbeitnehmer recht entspannend, wenn sie beispielsweise am privaten Tablet zu Hause der Präsentation noch schnell den letzten Schliff gehen können und diese dann auch einfach von diesem Gerät auf den Beamer übertragen lassen.

Immerhin ist es so auch möglich, schnell noch zu Hause die Firmenmails abzurufen oder von unterwegs aus ein wichtiges Meeting anzusetzen. Es gibt viele Vorteile, die die Nutzung mit sich bringt:

  • Zeitersparnis in der Produktion
  • Kostenersparnis für den Kunden
  • Sicherer und schneller Zugriff auf Firmendaten
  • Effiziente Kundenberatung

Tipp 2: Zeitersparnis durch das Arbeiten auf dem Tablet

Der Vorteil der Zeitersparnis in der Produktion lässt sich gut an einem Beispiel eines Automobilherstellers feststellen: Statt die Arbeit auf Papieren zu dokumentieren, die erst an die Personalabteilung gereicht und dort digitalisiert werden müssen, bevor sie ausgewertet werden, wird die Dokumentation direkt auf dem Tablet erledigt und digital an die Personalabteilung weitergeleitet.

Diese Zeitersparnis wirkt sich auf die Kosten für den Endkunden aus. Weniger Zeit für die Arbeit bedeutet geringeren finanziellen Aufwand und damit einen sinkenden Preis des Produkts für den Kunden. Es ist außerdem möglich, die Kunden besser zu beraten, beispielsweise im Finanzsektor.

Einige Banken setzen mittlerweile auf eine Vorsorge-App, mit der sie ihren Kunden ihre Vorsorgesituation anschaulich visualisieren können. Es ist dadurch effizienter möglich, den Kunden ihre Lücken in der Vorsorge aufzuzeigen und ihnen Lösungsmöglichkeiten dafür anzubieten.

Tipp 3: VPN-Netzwerke ermöglichen Zugriff auf den Firmenserver

Abseits vom Kundengespräch haben Mitarbeiter aber ebenfalls Vorteile: Auf einem Tablet lässt sich ein VPN-Netzwerk einrichten. Mit diesem ist es möglich, auch von unterwegs auf das Firmennetz zuzugreifen. Dadurch können sie ihre Mails, Termine und Geschäftsdaten anzeigen lassen.

Sogar die erst vor Minuten von einem Mitarbeiter geänderte Präsentation kann heruntergeladen und betrachtet werden, sofern sie in einem Ordner liegt, der im VPN-Netzwerk zu erreichen ist. Dies zeigt, welche Vorteile ein Tablet im Beruf bietet - allerdings gibt es auch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil: Die Vermischung von Beruf und Privatleben.

Tipp 4: Die eigene Work-Life-Balance analysieren

Es gibt in jedem Beruf das Ziel, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen. Für einige ist dies ein 9-to-5-Job, bei dem sie mit dem Glockenschlag die Bürotür hinter sich zu ziehen. Andere sehen darin die Möglichkeit, flexibel auch von zu Hause oder unterwegs zu arbeiten. Sie wollen berufliches und privates gar nicht so strikt trennen, da sie dadurch eine gefühlte bessere Work-Life-Balance erleben.

Dies kann einerseits von Vorteil sein, andererseits aber auch dazu führen, dass der Angestellte gar keinen richtigen Feierabend mehr hat. Wenn Überstunden normalerweise an der Tagesordnung stehen, ist es aber oft von Vorteil, wenn Tablets verwendet werden dürfen: so ist derjenige zu Hause bei seiner Familie, kann aber trotzdem noch ein paar dringende Arbeiten erledigen, für die er sonst im Büro bleiben müsste.

Die Vermischung von Privatleben und Beruf ist zudem in einigen Jobs beinahe nicht mehr aufzuhalten. Die Mobilität des Internets und die Tatsache, dass immer mehr Unternehmensprozesse digitalisiert werden und theoretisch von überall aus erreichbar sein könnten, trägt zu dieser Entwicklung entscheidend bei.

Tipp 5: Private Daten sind für Arbeitgeber tabu

Noch ein Problem gibt es allerdings, wenn das Gerät nicht der Firma gehört, sondern ein privates ist: Private Daten haben nichts im Firmennetzwerk verloren, sie sind für den Arbeitgeber und auch für die Kollegen tabu. Dies bedeutet, dass die IT die VPN-Verbindung sehr genau einrichten muss, damit nur einige Ordner des Angestellten im Netzwerk freigegeben sind, aber nicht alle. Außerdem muss abgeklärt werden, welche der Firmenprogramme der Arbeitnehmer auch privat zu Hause nutzen darf.

Beispielsweise das von der Firma lizensierte Office-Programm. In vielen Fällen wird auch der Firmendrucker mit dem Tablet verbunden. Es stellt sich aber die Frage, ob der Arbeitnehmer dafür belangt werden darf, wenn er private Dokumente mit dem Unternehmensdrucker ausdruckt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten diese Regeln außerdem am besten unterschreiben, damit sicher ist, dass beide sie gelesen haben.

Tipp 6: Mehr Online-Sicherheit bei Tablets

Es ist nicht zu übersehen, dass die mobilen und kleinen Tablet-PCs einige Vorteile für den Beruf bringen. Vor allem im Hinblick auf die Sicherheit sind sie meist besser ausgestattet als Netbooks oder Laptops. Durch die am meisten genutzten Betriebssysteme Android und iOS auf den Geräten gibt es nur sehr wenige Viren und Trojaner, die auf diese angesetzt sind. Die Malware wird meistens für Windows hergestellt.

Außerdem gilt bei einem Tablet das gleiche wie auch bei einem Computer und einem Smartphone: Das sorglose Bewegen im Internet ist nicht möglich, die Angestellten müssen immer aufpassen, auf welche Links sie klicken und welche E-Mailanhänge sie öffnen. Wer mit dem Internet vertraut ist, wird sich aber auf einem Tablet nicht schneller einen Virus einfangen als auf dem PC - und die meisten Angestellten sind die Nutzung des Internets mittlerweile gewöhnt, da sie sowohl beruflich aus auch privat darin unterwegs sind.

Tipp 7: Mehr Nachhaltigkeit mit Tablets

Sinnvoll ist das Tablet außerdem, zumindest in bestimmten Berufen: Arbeiter in der Produktion müssen keine Papiere mehr ausfüllen, in der Bank können Kunden effizienter beraten werden und in der ITK-Branche, in der die digitalen Medien generell sehr viel eingesetzt werden, ist es einfacher, sich um Präsentationen zu kümmern, wichtige Mails zu beantworten und wichtige Termine auch von unterwegs festzulegen oder zu bestätigen.

Sogar in der Medizin wird das Tablet mittlerweile genutzt: Es gibt einige Krankenhäuser, die Patientenakten digitalisiert haben, sodass die Ärzte nicht mehr mit einem Haufen Papiere umherlaufen müssen, sondern nur noch mit einem mobilen und flachen PC in der Hand. Durch die vielfältige Einsetzbarkeit ist darzustellen, wie sinnvoll Tablets mittlerweile für die unterschiedlichsten Berufe werden.

Dennoch liegt das letzte Wort, ob ein privates Gerät im Job genutzt werden darf, immer noch beim Arbeitgeber. Banken und Krankenhäuser werden beispielsweise sehr wahrscheinlich eher firmeneigene Geräte nutzen als die privaten, da die Daten zum Teil sehr sensibel sind.

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