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Artikel vom 01.11.2014

Computer stürzt ab: 6 Tipps zur Fehlersuche

Der Rechner streikt? Dann heißt es, Ruhe bewahren und gezielt die mögliche Fehlerquelle eingrenzen. Foto: djd/Mindfactory
Der Rechner streikt? Dann heißt es, Ruhe bewahren und gezielt die mögliche Fehlerquelle eingrenzen. Foto: djd/Mindfactory

Wem ist das nicht schon einmal passiert: Der Computer stürzt ab. Eben lief der Rechner noch reibungslos, man war mitten in einer Seminararbeit oder damit befasst, eine wichtige E-Mail zu schreiben - und im nächsten Moment tut sich gar nichts mehr. Entweder der Bildschirm friert einfach ein oder wird sogar dunkel. Was ist dann zu tun, wo sind die Daten hin und wie finden PC-Nutzer am schnellsten die Ursache für die Hardware- oder Softwareprobleme?

Schritt 1: Ruhe bewahren

Der Computer stürzt ab, dann gilt die erste Grundregel, Ruhe zu bewahren und nicht in Hektik zu verfallen. Dies ist sicherlich leichter gesagt als getan. Dennoch: Wer sich verrückt machen lässt, löscht unter Umständen Daten unwiederbringlich oder richtet weiteren Schaden am Computer an. Am besten ist es, ruhig und systematisch vorzugehen, um die Fehlerquelle einzugrenzen.

Dazu gehört natürlich zunächst mal die Frage, welche Aufgabe man zuletzt ausgeführt hat, bevor der Rechner Probleme bereitete. Welche Software-Anwendungen waren geöffnet, war man im Internet unterwegs oder im E-Mail-Programm, wann genau ist der Fehler passiert? Wurde vor kurzem neue Hardware oder eine neue Software installiert? Oft liegt die Fehlerursache in der Kombination mehrerer Komponenten, die man erst durch gründliches Suchen identifiziert.

Schritt 2: Grundlegende Möglichkeiten zu Hause testen

Das hängt natürlich von den eigenen Kenntnissen ab. Ist man fit, kann man sicherlich in die Tiefen des Systems einsteigen, Cache-Verzeichnisse löschen, Treiber für Peripherie-Geräte deinstallieren und neu installieren, Kabelverbindungen prüfen und ähnliches mehr. Blickt man allerdings nicht durch, ist es besser, direkt professionelle Hilfe im Handel oder auf Servicehotlines zu nutzen, statt womöglich noch mehr Fehler zu verursachen.

Was sicherlich jeder tun kann, ist es, Software, die hakt, erzwungen zu beenden und neu zu starten. Oft genügt dies bereits, und das System läuft wieder so stabil, wie man es gewohnt ist. Wenn nicht, das System komplett herunterfahren und neu booten. Je nach Betriebssystem gibt es zudem unterschiedliche Möglichkeiten, Diagnosemöglichkeiten zu nutzen, die einen auf die Fährte des Problems bringen können.

Schritt 3: Gewährleistungsfrist in Anspruch nehmen

Wenn bei neuen Geräten grundsätzlich etwas nicht stimmt, besser direkt den Händler oder Hersteller kontaktieren, mit einer möglichst detaillierten Fehlerbeschreibung, damit er für Abhilfe sorgen kann.

Schritt 4: Schritt für Schritt selbst die Anschlüsse überprüfen

In der Tat sollte man zunächst alle Anschlüsse überprüfen. Bisweilen ist es das lose Kabel, das den Monitor dunkel bleiben lässt. Hilfreich ist es zudem, das BIOS zu kontrollieren und notfalls über einen CMOS Reset zurückzusetzen oder bei Bedarf zu aktualisieren. Bisweilen vertragen sich verschiedene Hardware-Komponenten nicht miteinander.

Festplatte prüfen

Die Festplatte kann man ebenfalls selbst auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrollieren. Verdächtig sind beispielsweise häufige Klick-Geräusche. Dies kann auf einen Defekt am Controller hindeuten. Hier würde ich empfehlen, sofort eine Datensicherung zu starten.

Hilfreich unter Windows ist zudem die Protokollfunktion, die zeigt, welche Anwendungs- und Dienstprogramme gerade laufen. Hier kann man gezielt Fehlerereignisse auslesen und kommt damit oft bereits weiter. Startet der PC nicht in das Betriebssystem oder zeigt während dessen einen Bluescreen, können verschiedene Programme für ein Fehlverhalten verantwortlich sein.

Da hilft es auch, in den abgesicherten Modus von Windows zu starten. Ohne die meisten Treiber und Dienste wird ein spartanisches Betriebssystem hochgefahren, womit sich dann zum Beispiel auch kürzlich aufgespielte Programme deinstallieren lassen.

Wenn die Hardware nicht mehr richtig will, können PC-Bastler mit etwas Geschick selbst Komponenten wie die Festplatte oder die Grafikkarte austauschen. Foto: djd/Mindfactory.de
Wenn die Hardware nicht mehr richtig will, können PC-Bastler mit etwas Geschick selbst Komponenten wie die Festplatte oder die Grafikkarte austauschen. Foto: djd/Mindfactory.de

Schritt 5: Typische Fehler bei Hardware- und Software

Was ist, wenn der Rechner zwar nach dem Einschalten eine leuchtende Power-LED aufweist, aber nicht hochfährt und auch der Bildschirm dunkel bleibt?

Nun, naheliegend ist es natürlich, die Kabelverbindungen zu überprüfen. Ansonsten sollte man beim Betätigen des Einschaltknopfes genau hinhören: Wenn das typische Geräusch der Lüfter nicht wahrzunehmen ist, kann der CPU-Lüfter defekt sein - ein Problem, das durchaus nicht selten auftritt. In diesem Fall startet der Rechner nicht, damit das System nicht überhitzt.

Hier ist eine Reparatur möglich, die auf der Festplatte vorhandenen Daten sollten in jedem Fall gerettet werden können. Die meisten Systeme besitzen auch einen sogenannten Speaker, der in kurzen und langen Lauten einen Fehlercode ausgibt. Dieser gibt Rückschlüsse über ein mögliches Problem mit der Hardware.

Was ist, wenn typische Software-Anwendungen wie E-Mail-Client oder Tabellenkalkulation immer wieder abstürzen?

Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Oft liegt es allerdings daran, dass Betriebssystem und Software nicht miteinander harmonieren. Im ärgsten Fall hilft nur eine Neuinstallation oder ein Update. Solche Probleme treten oft nach einer Aktualisierung des Betriebssystems wie aus dem Nichts auf - zeigen aber, wie wichtig es ist, regelmäßig für Aktualisierungen aller Programme zu sorgen.

Dies lässt den Rechner stabiler laufen und erhöht auch die Sicherheit. Um eines nicht zu vergessen: Wer regelmäßig seine Daten auf externen Festplatten sichert, am besten in einem automatisierten Verfahren, bleibt im Fall einer Panne cooler, da ja noch ein Back-up vorhanden ist. Spätestens wenn sich einmal eine Festplatte in Einzelteile auflöste, wird man künftig das Thema Datensicherung wohl nicht mehr vernachlässigen.

Schritt 6: Hardware austauschen

Letzten Endes sind alle Hardwarekomponenten durch andere austauschbar. Allein die immateriellen Dinge, die Dateien, Fotos, Videos und Dokumente auf der Festplatte lassen sich nicht ersetzen. Kann man den Fehler nicht mehr beheben, oder muss man den PC in fremde Hände abgeben, sollte man sich darüber Gedanken machen, die Festplatte aus dem System auszubauen.

Mit wenigen Handgriffen lässt sich diese aus einem PC oder auch einem Notebook entnehmen und kann mit einem einfachen Adapter als Datenvolumen an ein anderes angeschlossen werden. Damit lassen sich leicht Datensicherungsmaßnahmen an einem funktionierenden System durchführen.

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