Wohnen
Artikel vom 01.11.2014

Wie richte ich meine Wohnung ein? 10 Tipps zum Wohlfühlen

Wie richte ich meine Wohnung ein? Foto: fotolia - © George Mayer
Wie richte ich meine Wohnung ein? Foto: fotolia - © George Mayer
Zur Einrichtung der Wohnung gehört auch die Decken-Gestaltung
Hohe Decken lassen sich optisch leicht verringern, um eine gemütliche Wohn-Atmosphäre zu schaffen.

Ein gemütliches Heim, ein Rückzugsort vom Alltag. Damit ein Zuhause entstehen kann, sollte sich der oder die Bewohner jedoch möglichst wohlfühlen. Das kann nur dann geschehen, wenn der Innenraum auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist und persönliche Inhalte das Ganze abrunden.

1. Tipp: Die Macht der Farben gekonnt nutzen

Jeder kennt das Gefühl – man betritt einen Raum und entweder fühlt man sich wohl und angekommen oder eben nicht. Eine bedeutende Rolle bei der Wohnraumgestaltung spielen Farben sowie die Helligkeit des jeweiligen Raumes in dem sie wirken sollen. Ein dunkler Raum wird mit dunklen Farben verständlicherweise nur noch dunkler. Das heißt, man sollte immer auch auf die Lichtintensität des Raumes achten und je nachdem wozu der Raum gedacht ist, auch eine entsprechende Atmosphäre schaffen. Für ein Schlafzimmer sollte man also beruhigende Farben verwenden – Erd- oder Pastelltöne zum Beispiel. In einem Wohnzimmer hingegen darf es ruhig etwas farbenfroher werden und gern wachrütteln, denn in aller Regel möchte man sich im Wohnzimmer zwar wohlfühlen, aber nicht in einen Tiefschlaf verfallen.

2. Tipp: Hohe Decke - niedrige Decke richtig in Szene setzen

Zimmerdecken lassen sich optisch herabsenken indem man die Wände heller als die Decke gestaltet. Auch Bordüren nicht ganz oberhalb der Zimmerdecke, sondern ca. auf ¾ der Gesamthöhe machen das Wohngefühl behaglicher. Niedrige Decken hingegen wirken höher, wenn man sie weiß oder in einer hellen – Pastellfarbe – streicht. Hierzu sollte die Wandfarbe jedoch im Vergleich zur Decke dunkler sein. Auch Accessoires die, wie beispielsweise rechteckige Bilderrahmen,  mit der langen Seite von oben nach unten aufgehängt werden strecken den Raum optisch. Anders, wenn man die kurze Seite als Seitenränder wählt, dann wirkt der Raum eher breiter.

Die Einrichtung der Wohnung gelingt, wenn viel Licht und Luft durch die Räume fliessen.
Beim Einrichten der Wohnung auf gute Licht-Verhältnisse achten. Foto: djd/thx

3. Tipp: Locker und luftig oder strukturiert?

Bei der Wahl der Möbel ist es wie mit vielen anderen Dingen auch, es ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Als Alternative zu sperrigen Anbauwänden und raumschluckenden Wohnlandschaften eignen sich hochwertige Sideboards und einzeln stellbare Schränke, die in Einklang mit dem gesamten Raumkonzept passend arrangiert werden. Diese Möbel haben den Vorteil, dass sie nicht zu viel Platz in Anspruch nehmen und man sie ganz „luftig“ im Raum platzieren kann. Bei einer Schrankwand oder einer großflächigen Wohnlandschaft ist man auf die vorgegebene Form angewiesen. Die Stellmöglichkeiten sind begrenzt, was sich gerade bei kleineren Räumen negativ auswirkt. Anstelle einer Sitzecke lassen sich so ein oder zwei 2- oder 3-Sitzer beliebig im Raum stellen.

4. Tipp: Die richtige Mischung aus alt und neu

Oft lassen sich auch liebgewonnene Familien-Stücke prima nutzen, um neben den Schränken und Sofas aus dem Katalog etwas Persönliches einzubringen. Ob liebevoll restauriert oder einfach nur aufgefrischt, der Bauernschrank der Großmutter, die Truhe des Onkels – oft haben weitergegebene Möbelstücke und Dekorationen eine ganz eigene Geschichte und Charakter.

Eine optimale Mischung aus Neuem und Altem sorgt für ein besonders schönes Wohngefühl, denn neue Einrichtungsgegenstände „erzählen“ noch nicht so viel, wie jene die sich bereits länger im Besitz befinden. Auch auf dem Trödelmarkt kann man mitunter Dinge finden, mit denen sich der Stil der Einrichtung noch unterstreichen lässt.

Die eigene Wohnung mit klaren Farb-Akzenten schön einrichten.
Klare Farb-Akzente lassen einen Raum ordentlich und zugleich warm erscheinen. Foto: djd/thx

5. Tipp: Das Spiel mit dem Stil

Geschmäcker sind verschieden, doch ganz gleich welchen man sein eigen nennt, ob Landhausstil, Vintage, maritimer Wohnstil oder einfach nur ausgeflippt, beim Einrichten der Wohnung sollte man darauf achten, dass sich der gewählte Einrichtungsstil auch konsequent durch den Raum oder gar die ganze Wohnung zieht. Viele verschiedene Stilrichtungen lassen den Raum unruhig und bunt durcheinander gewürfelt wirken. Um ein harmonisches Raumgefühl zu erzielen, sollte man also, angefangen bei den großen bis hin zu den kleinsten Einrichtungsgegenständen, darauf achten, dass alles zueinander passt. Auch zu viele verschiedene Farbtöne sorgen für eine unruhige Atmosphäre.

6. Tipp: Fotos, Bilder und Gemälde

Hat man die passenden Schränke, Sideboards und Sofas aufgestellt, geht es an die Feinarbeit. Fotos, Bilder oder gar richtige Gemälde setzen kleine bis große Farbtupfer und Akzente. Auch diese sollten zur Wandfarbe und zur Einrichtung und dessen Stil passen. Bei Fotos und Bildern sollte man zumindest darauf achten, dass der Rahmen passend zur Einrichtung ausgewählt ist. Bei Kunstdrucken sollte der Stil des Bildes auch zu den anderen Liebhaberstücken passen.

Die Einrichtung der Wohnung funktioniert am besten mit den eigenen Farb-Vorlieben.
Die eigene Lieblingsfarbe läßt sich mit einer Einrichtung in schwarz-weiss am besten in Szene setzen. Foto: djd/thx

7. Tipp: Bilder wirken lassen

Kleine Tricks helfen dabei, Bilder zu einem echten Hingucker zu machen. Wie man ein Bild aufhängt und welche Arten von Aufhängung es gibt, finden Sie in unserem Ratgeber: Wie hänge ich ein Bild auf?

8. Tipp: Gemütlich und kuschelig

Mit Stoffen, Kissen, Vorhängen und Plaids zieht nun Gemütlichkeit in die Wohnung ein. Farblich passend machen Kissen jedes Sofa, Bett oder jede Kuschelecke noch kuschliger. Mit individuellen Bezügen – gekauft oder selbst genäht - lädt so jedes noch so kleine Sofa zum Verweilen ein. Gerade wenn es draußen kalt ist, lässt es sich drinnen besonders gut aushalten. Ein gutes Buch, ein warmer Tee, ein gemütlicher Sitzplatz und dazu vielleicht noch eine dekorative Kerze. Lieber wenig, dafür gezielt eingesetzte Accessoires, wie Kerzen, Lampen oder Pflanzen lassen ein auch nur wenig eingerichtetes Zimmer gleich viel wohnlicher einscheinen.

9. Tipp: Licht und Wärme

Licht kann unsere Stimmung erheblich beeinflussen. So liegt es auf der Hand, dass auch im Wohnbereich mit gezielt eingesetzten Lichtquellen eine bestimmte Stimmung herstellbar ist. Hierzu sucht man Orte, an denen man sich häufiger aufhält, aus und platziert an diesen Stellen beispielsweise eine geschmackvolle Steh- oder Tischlampe. Auch eine indirekte Beleuchtung an Bildern oder an speziellen Vorrichtungen, welche sich zum Beispiel an Zimmerdecken anbringen lassen, tauchen einen Raum in Warmes oder wenn gewünscht auch in kaltes Licht.

10. Tipp: Lebendigkeit durch Pflanzen

Von exotischen Palmen bis zum Einblatt oder Kaktus findet sich für jeden Lichteinfluss und Können des Gärtners eine passende Bepflanzung, die man je nach Jahreszeit auch variieren kann. Frische Küchenkräuter, blühende Augenweiden oder winterlicher Raumschmuck, mit Pflanzen lassen sich ebenso wie mit Kerzen und weiteren Dekorationsartikeln tolle Effekte erzielen und gleichzeitig sogar die Raumluft verbessern.

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