Wohnen
Artikel vom 01.11.2014

Matratzen-Ratgeber: 6 Tipps für einen erholsamen Schlaf

Unser Matratzen-Ratgeber: Matratze und Lattenrost sollten sich gut dem eigenen Körper anpassen, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Foto: djd/ADA Möbelfabrik
Unser Matratzen-Ratgeber: Matratze und Lattenrost sollten sich gut dem eigenen Körper anpassen, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Foto: djd/ADA Möbelfabrik

Mit Rückenschmerzen wach werden, nicht richtig durchschlafen oder sich direkt nach dem Aufstehen bereits wieder erschöpft fühlen: Diese Symptome können die verschiedensten Ursachen haben. Oft stimmt bereits die Unterlage nicht: Ohne eine gute Matratze wird man kaum zu einem gesunden und erholsamen Schlaf finden. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Matratze optimal auf den eigenen Körper abgestimmt sein sollte. Doch leichter gesagt als getan: Wie soll man angesichts der Vielzahl an Materialien, an Härten, Matratzenstärken und Ausstattungsdetails zum persönlich passenden Typ finden?

1. Tipp: Federkern oder Schaum

Schon bei dieser ersten Frage wissen Laien meist keinen Rat. Dabei hat die Wahl des Materials großen Einfluss auf den späteren Schlafkomfort. Federkern und Schaum-Matratzen unterscheiden sich grundsätzlich durch ihren Aufbau. Bei beiden Arten von Vorteil: eine Matratze mit 5 bis 7 unterschiedlichen "Zonen" - beispielsweise eine druckentlastende Schulterzone, hingegen eine unterstützende Lendenzone - zur Feinanpassung an den Körper. Wer gesund schlafen und erholt aufwachen möchte, sollte Zeit in die Auswahl von Matratze und Lattenrost investieren und sich umfassend beraten lassen.

2. Tipp: Gute Dämpfung mit Federkern-Matratzen

Weit verbreitet - mit guter Qualität zu einem erschwinglichen Preis - sind Federnkern-Matratzen. Wie der Name es schon sagt, sorgen hier einzelne Federn für die notwendige "Dämpfung" und eine gut konturierte Unterstützung.

Besonders bekannt sind Bonell-Federkern-Matratzen. Hier sind die einzelnen Federn an der Oberfläche miteinander verbunden und mit Schaum ummantelt. Diese Matratzen gelten als besonders langlebig und bieten einen guten, oft eher festen Liegekomfort zu einem erschwinglichen Preis. Deutlich aufwendiger in der Verarbeitung sind Taschen-Federkern-Matratzen. Hier ist jede Feder in einer einzelnen "Tasche" eingefasst. Diese sind nicht an der Oberfläche, sondern in der Mitte miteinander verbunden. Das Resultat: Jede Feder lässt sich individuell zusammendrücken, ohne Auswirkung auf benachbarte Federn. Damit bieten Taschen-Federkern-Matratzen eine hohe Punktelastizität und passen sich ergonomisch perfekt dem eigenen Körper an. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Luftdurchlässigkeit dieser Matratzen-Ausführung - was dem Schlafklima zugute kommt.

3. Tipp: Schaum-Matratzen passen sich individuell an

Schaum-Matratzen werden immer beliebter und sind in zahlreichen Versionen in allen Preisklassen erhältlich. Der Schaum bietet nochmals ein anderes, stark konturiertes Liegegefühl und passt sich noch individueller dem Körper an als eine Standartfederkern-Matratze.

4. Tipp: Atmungsaktive Matratzen mit Kaltschaum

Wie gut dabei der Schlafkomfort ist, hängt ganz stark von der Qualität ab. Beliebt ist der sogenannte Kaltschaum. Dieses Material weist besonders offene Poren auf, die eine gute Belüftung der Matratze erzielen und sich zugleich hochelastisch der Wirbelsäule anpassen. Diese atmungsaktiven Matratzen geben dem Rücken Entlastung und stützen ihn. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht dieser Matratzen. Durch zusätzliche Schnittechniken kann das Material vorab individuell an die menschliche Körperkontur angepasst werden. In den letzten Jahre wurde eine Vielzahl an High-Tech Schäumen für noch bessern Liegekomfort entwickelt: Beispielsweise Visko-Schaum, der sich mittels Körperwärme dem Körper genau anpasst, oder besonders luftdurchlässiger Schaum für ein optimales Schlafklima, wie beispielsweise der Calipore-Klimaschaum.

5. Tipp: Schlafposition analysieren um die passende Matratzen-Härte zu finden

Nach der Wahl des Matratzentyps geht es um den Härtegrad: Meist zwei Versionen - mittelfest und fest stützend - werden angeboten, sowohl bei Federkern- als auch bei Schaummatratzen. Oft wird das Körpergewicht als Empfehlung für die individuell geeignete Härte herangezogen. Ebenso wichtig ist aber das eigene Schlafverhalten: Rücken- oder Bauchschläfer kommen meist mit einer etwas festeren Matratze besser zurecht, für Seitenschläfer sind mittlere oder weiche Matratzen oft besser geeignet. Mit einer guten Beratung im Fachhandel findet sich meist die richtige Härte, die am besten zum eigenen Körper und zum individuellen Schlafverhalten passt.

6. Tipp: Unbedingt Probeliegen

Entscheidend ist wie so oft indes das eigene Empfinden: Ohne "Probeliegen" sollte man sich daher nie für eine Matratze entscheiden. Eine gute Matratze bringt die Wirbelsäule in die anatomisch korrektePosition, hierfür ist bei Seitenschläfern die Schulterpartie besonders wichtig. Leichte Allergiker sollten zusätzlich darauf achten, dass der Bezug abnehmbar und mit mindestens 60°C waschbar ist. Keine Matratze ohne Lattenrost: Auch hier gibt es zahlreiche Varianten, die sich indviduell dem eigenen Rücken anpassen. Wichtig dabei ist es, die Matratze und den Lattenrost stets gemeinsam auszuwählen. Ein Rost speziell für Schaummatratzen kann für eine Federkern-Matratze unter Umständen nicht die richtige Wahl sein und umgekehrt. Dies sollte man beim Kauf ebenfalls beachten.

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