Renovieren
Artikel vom 12.07.2016

Vordach an der Haustür: 5 Tipps für den Schutz bei Wind und Wetter

Ein Vordach an der Haustür gibt Schutz bei Wind und Wetter. Foto: djd/Gutta Werke

Wer hat sich nicht schon einmal darüber geärgert: Da steht man im strömenden Regen vor der Haustür, sucht in allen Taschen nach dem Schlüssel - und wird währenddessen klitschnass. Früher oder später stellt wohl jeder Hausbesitzer fest: An einem Vordach für die Haustür führt einfach kein Weg vorbei. Die Konstruktion - meist aus Edelstahl oder Aluminium mit Glas oder transparentem Kunststoff als Abdeckung - gibt Schutz vor Wind und Wetter. Doch das Vordach soll nicht nur praktisch sein, sondern auch optisch etwas hermachen. Schließlich prägt der Eingangsbereich ganz wesentlich die Optik der gesamten Fassade. Hier finden Sie die fünf wichtigsten Tipps, um ein Vordach für die Haustür zu planen und zu montieren.

1. Form, Farbe und Material nach eigenem Geschmack auswählen

Bei der Auswahl des Vordaches entscheidet in erster Linie der persönliche Geschmack. Soll es beispielsweise transparent oder geschlossen aus Holz sein? Die meisten entscheiden sich heute beim Haustür-Vordach für die transparente Variante, einfach weil es den Eingangsbereich heller macht. Wichtig dabei: In jedem Fall sollte der Hausbesitzer auf eine hochwertige Abdeckung aus Verbundsicherheitsglas oder schlagzähem Kunststoff achten, weil es bruchfest und damit besonders sicher ist. Auch auf eine stabile Unterkonstruktion sollte man schauen. Ob man sich für Aluminium- oder Edelstahlträger entscheidet, hängt von persönlichen Vorlieben und dem Budget ab. Bei der Formgebung wiederum kommt es auf die Architektur an: Modern-klare Pultdachformen passen zu fast allen Baustilen, während sich ein geschwungenes Rundbogenvordach gerade bei klassischen Hausformen harmonisch integrieren lässt. Erhältlich sind Vordächer in vielen Farben, die sich harmonisch in die Architektur einfügen. Edelstahl, Silber, Weiß oder Braun - meist passend zu den Fensterfarben ausgewählt - bilden dabei die Klassiker, aber auch Sonderlackierungen sind oft auf Nachfrage erhältlich.

2. Größe des Vordaches festlegen

Die Breite des Vordaches sollte man passend zum Eingangsbereich auswählen, schließlich soll für einen guten Wetterschutz rund um die Haustür gesorgt sein. Bei Herstellern sind fast alle Vordächer in den gängigsten Größen (150/160 oder 200 Zentimeter breit) serienmäßig erhältlich. Einige Systeme sind so konstruiert, dass sie sich beliebig verlängern lassen.

3. Seitenblenden - ja oder nein?

Was nutzt der beste Schutz von oben, während ein kräftiger Wind einem den Regen von der Seite ins Gesicht bläst? Für Abhilfe sorgen hier - je nach Ausrichtung des Eingangsbereichs - zusätzliche Seitenteile. Zu den Haustürvordächern sind Seitenelemente meist als Zubehörartikel separat erhältlich, optisch an die jeweiligen Vordachtypen angepasst. So kann man die Wetterseite zusätzlich schützen.

Ein Vordach für die Haustür schützt vor Regentropfen, während man nach dem Schlüssel sucht. Besonders praktisch: Viele Vordachmodelle lassen sich vom Heimwerker selbst montieren. Foto: djd/Gutta Werke

 

4. Auf praktische Extras achten

Ein Vordach ist ein Vordach? Von wegen. Die Unterschiede liegen auch hier oft im Detail. So gibt es etwa Varianten, in die zwei LED-Lichtquellen integriert sind. Die Leuchtdioden sind besonders energiesparend, langlebig und hell. Mit einem Gesamtstrombedarf von zwei bis sechs Watt (je nach Ausführung) und einer Lichtleistung von etwa 300 Lumen benötigen diese Lampen nur einen Bruchteil der Energie von normalen Glühlampen. Das schont den eigenen Geldbeutel und ist zugleich ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz.

5. Auf örtliche Baubestimmungen achten

Ein Vordach lässt sich im Normalfall ohne vorherige Genehmigung montieren. Doch es gibt Ausnahmen: Bei Häusern, die unter Denkmalschutz stehen, geht ohne vorherigen Antrag gar nichts. Zudem sind in einigen Kommunen Grenzen gesetzt, was die Größe des Vordaches angeht. Ähnliches gilt etwa für bestimmte Sanierungsgebiete und einzelne Stadtviertel. Wer sich unsicher ist, kann einfach vorab bei der eigenen Stadtverwaltung nachfragen und geht so auf Nummer sicher.

Fazit: Ein Haustürvordach selbst montieren - einfach und schnell

Um ein Vordach an der Haustür zu montieren, ist kein Handwerker erforderlich. Die Systeme, die in vielen Baumärkten erhältlich sind, lassen sich problemlos von Heimwerkern mit etwas Geschick befestigen. Eine besonders praktische Lösung: Das gesamte Befestigungsmaterial ist vielfach im Set enthalten, viele Modelle sind so weit vormontiert, dass sie nur noch an der Fassade befestigt werden müssen. Ein Tipp noch für den Heimwerker: Für die Montage ist eine zweite Person hilfreich, die beim Halten helfen kann. Dann ist der neue Wetterschutz im Nu montiert - und das nächste Schmuddelwetter mit viel Regen kann kommen...

drucken