Renovieren
Artikel vom 01.11.2014

4 praktische Tipps für Trockenbauarbeiten

Mit Trockenbauarbeiten können sie in bereits vorhandenen Zimmern selbst Trennwände einziehen.
Mit Trockenbauarbeiten können sie in bereits vorhandenen Zimmern selbst Trennwände einziehen. Foto: djd/Unsplash

Viele Menschen kennen diese Situation: In der vorhandenen Wohnung oder dem Haus fühlt man sich wohl und lebt gern dort. Aber manchmal scheint es, als ob einfach ein Zimmer fehlen würde.

Zum Beispiel, wenn Mama einmal in Ruhe ein Buch lesen möchte, Papa nach geeignetem Abstellplatz für seine Angelausrüstung sucht oder der Nachwuchs großflächig seine Spielzeugeisenbahn aufbauen möchte, ohne gleich den gesamten Familienbetrieb zu stören.

Tipp 1: Trockenbauarbeiten verändern den Grundriss

Mit Trockenbauarbeiten können Heimwerker das Problem lösen. Denn mit diesem Verfahren können sie in bereits vorhandenen Zimmern selbst Trennwände einziehen. Die Vorteile der Trockenbauarbeiten: Dder Baufortschritt ist schnell zu erkennen, der Werkzeugbedarf ist gering, die Kosten halten sich in Grenzen und die um- oder neugebauten Räumlichkeiten können schnell genutzt werden.

Trockenbauarbeiten eignen sich dazu, Räume geschickt abzuteilen. Mit einem System wie Knauf "Uniflott" ist auch das Verspachteln einfach. Foto: djd/Knauf Bauprodukte
Trockenbauarbeiten eignen sich dazu, Räume geschickt abzuteilen. Mit einem System wie Knauf "Uniflott" ist auch das Verspachteln einfach. Foto: djd/Knauf Bauprodukte

Tipp 2: Das richtige Werkzeug fürs Verspachteln

Bei Trockenbauarbeiten kommt in der Regel eine so genannte beidseitige Beplankung zum Einsatz. Das heißt, dass auf eine Holz- oder Metallständerkonstruktion Gipsplatten angebracht werden. Die meisten Heimwerker scheuen sich anfangs vor dem glatten Verspachteln dieser Platten. Doch mit den richtigen Utensilien ist das meist viel einfacher, als es zuerst scheint.

Viele Selbermacher kommen bei den Trockenbauarbeiten mit speziellen Spachtelsystemen am besten zurecht, wenn die Produkte aufeinander abgestimmt sind. Man beginnt mit der Grundverspachtelung. Diese darf ruhig etwas gröber ausgeführt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Fugen satt gefüllt und anschließend scharf abgezogen werden.

Schon allein durch diese Grundschicht wird eine hochfeste Verbindung und Stabilität erreicht. Bewehrungsstreifen sind nicht nötig. Nach etwa einer Stunde ist der Grundspachtel ausgehärtet. Das überstehende Material stößt der Heimwerker einfach ab.

Tipp 3: Sich das abschließende Schleifen sparen

Im zweiten Schritt kommt die Endverspachtelung. Der Heimwerker trägt das Produkt mit der Traufel auf und zieht es schön glatt ab. Die geschmeidige Konsistenz der Fugenmasse ermöglicht dabei ein ermüdungsfreies und schnelles Arbeiten - auch bei großen Wänden.

Extra-Tipp: Wer bei der Endverspachtelung besonders sorgfältig arbeitet, kann sich das anschließende Schleifen häufig ersparen. Das ist praktisch, denn dadurch werden die Trockenbauarbeiten oft in die Länge gezogen. Falls doch leichte Unebenheiten auftauchen, kann man diese mit herkömmlichem Schleifpapier bearbeiten. Fugendeckstreifen sind nur noch an stark beanspruchten Flächen erforderlich.

Mit Hohlraumdübeln können auch schwere Dinge wie Hängeschränke, flache Monitore oder Garderoben an die Trockenbauwand angebracht werden.
Mit Hohlraumdübeln können auch schwere Dinge wie zum Beispiel Hängeschränke, flache Monitore, Dunstabzugshauben oder Garderoben an die Trockenbauwand angebracht werden. Foto: djd/Unsplash

Tipp 4: Die richtigen Dübel aussuchen

Zum Abschluss der Trockenbauarbeiten muss die neue Wand nun nur noch tapeziert, gestrichen oder verputzt werden. Dann lassen sich selbst schwere Dinge wie zum Beispiel Hängeschränke, flache Monitore, Dunstabzugshauben oder Garderoben daran anbringen.

Dazu nimmt man am besten Hohlraumdübel. Für Bilder oder andere leichte Gegenstände dagegen reicht in den meisten Fällen eine universell einsetzbare Befestigungsschraube. Damit halten Lasten bis maximal zehn Kilogramm Gewicht.

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