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Artikel vom 25.07.2016

Private Schwimmhalle: Energieeffizient und smart

Luxus für den Alltag: Eine private Schwimmhalle verbindet sportliche Aktivität mit Wellness und Entspannung. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

Ein Schwimmbad im Garten ist schön, aber leider nicht ganzjährig und zu jeder Tageszeit zu nutzen. Wer auf eine Schwimmhalle unter einem festen Dach setzt, hat dagegen zu jeder Jahreszeit Badesaison - kann sportlich aktiv den Tag beginnen, den Kindern eine tolle Gelegenheit zum Üben geben und einfach diesen Luxus im Alltag genießen. Allerdings: Die Planung einer Privatschwimmhalle gehört in jedem Fall in die Hände eines erfahrenen Fachmanns. Denn neben allem Komfort kommt es auch auf die inneren Werte, sprich eine möglichst energiesparende Betriebsweise, an. Zu einer modernen Schwimmhalle gehören daher eine wirksame Wärmedämmung mit effektiver Dampfsperre und eine energiesparende Klimatechnik.

Wärmedämmung, Energieeffizienz, smarte Gebäudetechnik für die Steuerung: Bei der Planung einer Schwimmhalle sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Mit Konzeption und Bau sollte daher stets ein erfahrener Experte für den Schwimmbadbau beauftragt werden. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

Schwimmhalle: Spaß und Entspannung pur

Wer eine Schwimmhalle baut, will vor allem Spaß und Entspannung. Sportliches Schwimmen rückt in den Hintergrund - so lautet das Ergebnis einer GfK-Marktanalyse zum privaten Schwimmbadmarkt in Deutschland. Ideale Wohlfühlbedingungen sind gegeben, wenn die Wassertemperatur bei etwa 28 Grad Celsius und die Raumtemperatur bei rund 30 Grad liegen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 bis 65 Prozent wird als besonders angenehm empfunden. Um dieses Raumklima konstant zu halten, muss zum einen der Raum kontinuierlich mit entfeuchteter und beheizter Luft durchströmt werden. Zum anderen ist darauf zu achten, dass die Halle bauphysikalisch optimal ausgelegt ist. Kühle Oberflächentemperaturen von Wänden und Decke werden nicht nur als unbehaglich empfunden, sie kühlen auch die Raumluft spürbar ab und werden als unangenehme Zugluft wahrgenommen. Um dies zu verhindern, sollten Schwimmhallen heute mit einer ausreichenden Wärmedämmung versehen sein. Wärmebrücken und Luft-Undichtigkeiten müssen bei Planung und Ausführung unbedingt vermieden werden. Eine Dampfsperre ist meist dennoch erforderlich, denn sie schützt die Baukonstruktion vor Wasserdampf, sodass es zu keiner Zeit zu einer Kondensatbildung auf den Oberflächen und innerhalb der Bauteile kommt.

Prima Klima in der Schwimmhalle

Zu einer wirtschaftlichen Betriebsweise der Schwimmhalle gehört eine effiziente Klimatechnik mit Entfeuchtungs- und Wärmerückgewinnungsfunktion. Eine breite Palette an Geräten steht zu diesem Zweck zur Verfügung:

  • Die einfachste Variante sind sogenannte Truhengeräte. Sie arbeiten im Umluftbetrieb und können ohne bauliche Veränderungen in die Schwimmhalle gestellt werden. Daher sind sie gut geeignet im Rahmen einer Nachrüstung oder bei einer Sanierung.
  • Mehr Komfort bieten Hinterwandgeräte, die sich meist in einem angrenzenden Technikraum befinden.
  • Höheren Komfortansprüchen tragen Umluft-Kanalgeräte Rechnung. Sie werden im Technikraum aufgestellt und in Verbindung mit einer Wärmepumpe und einem Kanalsystem betrieben. Dadurch wird die Schwimmhalle mit warmer und entfeuchteter Luft gleichmäßig durchströmt. Schlitzschienen an den Fenstern, aus denen die trockene Warmluft aufsteigt, bewirken, dass die Fensterflächen warm bleiben und nicht beschlagen.
  • Den höchsten Komfort bieten Außenluft-/Fortluft-Geräte. Dank einer möglichen Frischluftrate von bis zu 100 Prozent ist stets ein optimales Klima im Raum gewährleistet.

 

Der überdachte Pool im eigenen Haus bietet einen entscheidenden Vorteil: Er kann ganzjährig, unabhängig von der Jahreszeit, benutzt werden. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.
Energiesparende und langlebige LED-Leuchtmittel sorgen für eine unverwechselbare Atmosphäre in der privaten Schwimmhalle. Foto: djd/Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V.

Oben ohne? Nicht in der Schwimmhalle

Die Abdeckung der Wasserfläche bei Nicht-Benutzung ist für Freibäder selbstverständlich geworden - aber auch in Schwimmhallen macht sie Sinn. Denn sie verringert Verdunstung und Energieverluste des Beckenwassers und reduziert damit die Laufzeit des Entfeuchtungsgerätes. Zum Schutz der Bausubstanz durch eine geringere Luftfeuchtigkeit kommt ein weiterer Pluspunkt hinzu: Bei abgedeckten Wasserflächen kann die Lufttemperatur in der Halle reduziert werden. Das spart zusätzlich Energie ein - vor allem bei längeren Ruhephasen wie beispielsweise einem Urlaub. Auch hier gilt: Je besser die Wärmedämmung und Dampfsperre der Schwimmhalle, desto besser entfaltet sich das zusätzliche Einsparpotential durch die Abdeckung. Noch ein Tipp zum Energiesparen: Immer häufiger werden Solaranlagen und -kollektoren auch für die Beheizung von Gebäuden und Schwimmhallen eingesetzt. Bei Schwimmhallen kommen meist Flach- oder Röhrenkollektoren zum Einsatz.

Mit dem passenden Licht wird es gemütlich

Eine private Schwimmhalle kann man Tag und Nacht benutzen. Und wenn es draußen grau und kalt ist, zahlt sich der Pool im Haus erst recht aus. Mit dem passenden Licht wird es richtig gemütlich. Dabei sind LED-Unterwasserscheinwerfer passende Begleiter. Sie setzen Badewelten stimmungsvoll in Szene und sind besonders energiesparend. Durch den Einsatz einer intelligenten Steuerung lässt sich das Zusammenspiel der Schwimmbadtechniken weiter optimieren. Über ein Display oder Touchpanel lassen sich nicht nur die Wasserwerte abrufen, Wasserpflegemittel dosieren, die Filterpumpe oder Rückspülung steuern, sondern auch die Abdeckung, die Scheinwerfer und die Wasserattraktionen wie beispielsweise Gegenstromanlage, Massagedüsen oder Schwalldusche bedienen.

Experten für den Schwimmbadbau finden

Die smarte Steuerung der Schwimmhalle ist weit mehr als eine technische Spielerei. Zum einen erleichtert sie dem Bauherrn die Kontrolle der Anlage, zum anderen können die Werte digital an das Fachunternehmen für den Schwimmbadbau weitergeleitet werden. So lässt sich der reibungslose Betrieb permanent und automatisch kontrollieren. Doch nicht erst die Wartung, sondern bereits die Planung der privaten Badelandschaft gehört in jedem Fall in Profihände. Erfahrene Schwimmbad-Experten in der Nähe können Interessenten über die den Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. finden.

Für technische Tipps, neue Trends und unzählige Anregungen empfiehlt sich das Magazin pool.

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