Renovieren
Artikel vom 01.03.2016

Parkett versiegeln: So wird der Boden wieder wie neu

Mann auf Parkettboden bindet sich die Schnürsenkel.
Dieser Boden macht so einiges mit: Versiegeltes Parkett ist widerstandsfähig und einfach zu pflegen. Foto: djd/Parkettprofi

Er ist natürlichen Ursprungs, überzeugt sowohl optisch als auch haptisch, ist langlebig - und einfach ein Klassiker für gemütliche Wohnräume: Viele Gründe sprechen dafür, sich für einen Bodenbelag aus hochwertigem Parkett zu entscheiden. Das Naturmaterial ist in der Tat so gut wie unverwüstlich, auch wenn die Spuren der Zeit an Parkett ebenfalls nicht vorübergehen. Denn trotz aller Pflege wird je nach Intensität der Nutzung nach etwa zehn bis 15 Jahren eine Aufbereitung fällig. Das ist zugleich die beste Gelegenheit, dem Boden eine neue Farbe zu geben und danach das Parkett neu versiegeln zu lassen. Auf diese Weise frisch renoviert, macht der Boden wieder viele Jahre Freude.

Parkett versiegeln: Der Boden wird widerstandsfähig und unempfindlicher

Parkett ist schön, bedarf aber auch der richtigen Reinigung und Pflege. So ist es nach einigen Jahren der Nutzung unvermeidlich, den Belag gründlich aufbereiten und anschließend wieder versiegeln zu lassen. Um das Parkett widerstandsfähig und unempfindlich zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Neben dem klassischen Versiegeln wird auch das Ölen immer beliebter. Was sind die Unterschiede und jeweiligen Vorteile? Ein Versiegeln von Parkett erzielt eine geschlossene und weitestgehend kratzunempfindliche Oberfläche. Spielende Kinder, Straßenschuhe, auch einmal eine Party im Wohnzimmer - alles kein Problem. Die beste Versiegelung von Parkett wird mit Hilfe von Zweikomponentenlacken erreicht.

Frau sitzend im Wohnzimmer auf weißem Teppich trinkt Tee. Zimmerboden aus Parkett in Nussbraun-Farbton.

Versiegeln mit umweltfreundlichen Materialien

Viele Verbraucher legen heute großen Wert auf Produkte fürs Haus, die geruchsarm und besonders umweltverträglich sind. Um Parkett zu versiegeln, werden heutzutage Systeme auf Wasserbasis empfohlen. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass sie nahezu lösemittelfrei sind. Die Systeme bestehen in der Regel aus einer Fugenkittlösung, einer Grundierung und dem eigentlichen Lack, der zum Versiegeln dient - alle diese Systemkomponenten sind wasserbasiert und lösemittelarm, bzw. sogar komplett lösemittelfrei. Die Lösungen sind zudem auf individuelle Anforderungen zugeschnitten, die an das Parkett und seine Verlegung gestellt werden, ganz gleich ob besonders schnell, umweltbewusst oder für anspruchsvolle Anwendungen. Daher sollte zu jedem Versiegeln von Parkett eine vorherige Beratung durch den Profi dazugehören.

Parkett versiegeln oder ölen

Parkett zu versiegeln ist indes nicht die einzige Möglichkeit, den wertigen Holzboden dauerhaft zu pflegen und sein attraktives Erscheinungsbild zu erhalten. Eine Alternative stellen spezielle Öl- beziehungsweise Öl/Wachs-Produkte dar. Wichtig zu wissen: Einen Fußboden aus Holz mit Parkettöl zu behandeln, ist kein Versiegeln. Ein mit Parkettöl bearbeiteter Holzboden bleibt für den Feuchteaustausch offen. Ein Schutz vor Verschmutzung mittels Ölen wird nicht durch eine geschlossene Schicht erreicht, sondern dadurch, dass die Holzfaser mit Öl gesättigt wird. Auf der Oberfläche entsteht keine sperrende Schicht. Man sieht nicht nur das Holz - man spürt das Naturmaterial auch noch. Ein weiterer Vorteil bei dem Ölen von Parkett gegenüber dem Versiegeln: Ein geölter Holzboden lässt sich sehr gut partiell nacharbeiten.

Wohnzimmer mit braunem Parkettboden.
Ein natürlicher Look für den Boden: Vor der Versiegelung kann auch der Farbton nach Wunsch verändert werden, etwa in einem der angesagten Braun-Töne. Foto: djd/Parkettprofi

Neue Farbe fürs Parkett

Wer Parkett aufbereiten, versiegeln oder ölen will, hat dabei die beste Gelegenheit, gleichzeitig eine frische Farbe in den Raum zu bringen. Schließlich beeinflusst der Bodenbelag schon aufgrund seiner großen Fläche ganz wesentlich die Gesamtwirkung eines Raums. Und da sich Geschmäcker und Trends mit der Zeit ändern, lässt sich auch Parkett farblich verändern. Wer vor Jahren ein helles Parkett verlegt hat, wünscht sich inzwischen vielleicht dunkleres Holz oder eine andere Farbe wie Grau oder Braunschwarz. Deswegen ist es aber noch lange nicht Zeit für einen Austausch des Bodenbelags. Eine frische und veränderte Optik erhält der Holzfußboden zum Beispiel, indem er eingefärbt wird. Nicht nur bei einer Renovierung, sondern auch bei neuverlegtem Parkett lassen sich damit bunte und individuelle Effekte erreichen. Beliebt sind aktuell auch dezentere dunkle Brauntöne sowie ein klassisches Weiß.

Fazit: Parkett dauerhaft schützen

Das Versiegeln oder Ölen von Parkett erhält den Wert Ihres Bodens. Alte Böden werden wieder chic, indem man sie auch farblich neu gestaltet. Der erste Ansprechpartner rund um Neuverlegung, Modernisierung oder Aufbereitung ist der Parkettprofi vor Ort. Sie haben weitere Fragen? Viel Wissen von A bis Z bietet das Parkett-Wiki mit einem Holzlexikon und nützlichen Infos.

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