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Artikel vom 17.10.2018

6 häufige Fragen rund um die Heizungssteuerung

Frau sitzt auf einem Stuhl mit einer Zeitschrift
Auch viele vorhandene Heizungen lassen sich nachträglich noch mit Smarthome-Technik ausstatten. Foto: djd/Bosch Thermotechnik/Getty Images/Westend61

Von der Bedienung der Beleuchtung bis zu den Jalousien: Smarthome-Technik hält in immer mehr Bereiche des Alltags Einzug - auch für die Heizung. Für ein behagliches, warmes Zuhause bei geringem Energiebedarf sind smarte Heizungssteuerungen verantwortlich. Wir beantworten sechs häufige Fragen zu diesen Systemen.

1. Welche Vorteile bietet eine intelligente Heizungssteuerung?

Eine Heizungssteuerung ermöglicht es, die Wärme im Zuhause individueller und bedarfsgerechter zu steuern. So ist etwa dank Zeitsteuerung die Fußbodenheizung im Bad schon angenehmen vorgewärmt, wenn morgens der Wecker klingelt. Tagsüber, wenn niemand daheim ist, regelt die Heizung etwas herunter, um Energie zu sparen. Und rechtzeitig vor der Rückkehr der Hausbewohner bringt sie das Wohnzimmer wieder auf die gewünschte Wohlfühltemperatur. Mit den smarten Lösungen lassen sich für jeden Wochentag und jede Uhrzeit individuell Einstellungen vornehmen - ganz intuitiv. Dazu wird die Heizung lediglich mit dem Internet verbunden. Das bietet einen doppelten Nutzen: Der Wohnkomfort steigt und gleichzeitig sinken dank der bedarfsgerechten Regelung der Verbrauch und damit die Heizkosten.

2. Welche Komponenten sind für eine smarte Heizung nötig?

Zunächst ist die entsprechende Hardware nötig, um die Heizung mit dem Internet zu verbinden, denn darüber wird die Datenübertragung geregelt. Zudem muss eine entsprechende Internet-Schnittstelle - also ein LAN-Modul des Herstellers - vorhanden sein, die die Verbindung zwischen Heizung und Router herstellt. Außerdem benötigen Sie einen Internetanschluss in Reichweite. Wichtig ist auch, dass neben der Anlage auch der Regler internetfähig und mit der Heizung

Kind umarmt die Mutter während des Frühstücks
Eine intelligente Heizungssteuerung sorgt für ein behagliches Zuhause - und trägt gleichzeitig dazu bei, Energie zu sparen. Foto: djd/Bosch Thermotechnik/iStockphoto/Liderina

3. Wie läuft die Installation der Heizungssteuerung ab?

In jedem Fall sollte die Installation durch einen Fachmann erfolgen, damit alles wunschgemäß funktioniert. Außer der Heizung benötigen Sie einen passenden Regler sowie intelligente Thermostate. Der Installateur rüstet damit die vorhandenen Heizkörper nach, montiert den Regler an die Wand und verbindet ihn über die Schnittstelle mit der Heizung.

4. Bietet die Internetverbindung der Heizung Vorteile auch für die Wartung?

Ja, Sie können Ihrem Installateur die notwendigen Rechte zur Online-Fernwartung geben, damit er sich ins System einloggen kann - das vereinfacht die Wartung und kann auf diese Weise bares Geld sparen.

5. Welche Heizungen sind für eine Nachrüstung geeignet?

Viele Heizungen beispielsweise der Marken Bosch, Buderus und Junkers sind zur Nachrüstung der smarten Heizungssteuerung HomeCom geeignet. Ob Ihre Heizung dazugehört, können Sie ganz einfach mit wenigen Eingaben und Klicks mit dem "Connect Check" ermitteln.

Frau zieht einen Koffer mit sich und schaut auf Ihr Handy
Besonders praktisch bei Heizungssteuerungen ist die Möglichkeit, per Fernzugriff die Wunschtemperatur und -uhrzeit einzustellen. Foto: djd/Bosch Thermotechnik/iStockphoto/grinvalds

6. Wann lohnt sich eine Nachrüstung - und wann ist ein Komplettaustausch besser?

Diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich am besten von einem Fachmann aus dem Heizungshandwerk klären. Vielfach werden Heizungen 20 Jahre und länger betrieben. Neue Heizsysteme und Brennwertkessel sind allerdings deutlich effizienter und somit sparsamer. Als Faustregel gilt, Heizungskessel zu ersetzen, wenn sie älter als 15 Jahre sind - auch deshalb, da mit zunehmendem Alter der Wartungsaufwand steigt und Reparaturen teuer werden können.

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