Renovieren
Artikel vom 12.05.2016

Der neue Hauseingang: Tipps zur Planung

Der Hauseingang soll nicht nur schön sein, er muss auch Einbrecher abhalten und die Wärme im Haus halten. Foto: djd/Groke Türen und Tore

Der Hauseingang hinterlässt den ersten und wichtigsten Eindruck bei Gästen, die ein Haus besuchen. Doch auch beim Einbruchschutz, bei der Energiebilanz und beim komfortablen und altersgerechten Zugang zum Haus spielt er eine wichtige Rolle. Bei der Planung des Hauseingangs gibt es daher einiges zu berücksichtigen. Und an den Kosten kann man heute auch den Staat beteiligen: Die KfW-Förderprogramme für altersgerechten Umbau, für besseren Einbruchschutz und für die energetische Modernisierung lassen sich auch auf Maßnahmen im Hauseingang anwenden.

Bei einem altersgerechten Umbau lassen sich auch Türschwellen durch Absenkdichtungen an der Türunterseite ersetzen. Foto: djd/Groke Türen und Tore

Neu: Einbruchschutz am Hauseingang verbessern

Türen müssen mindestens die Widerstandsklasse (Resistance Class, kurz RC) RC1 besitzen. Von der Kriminalpolizei für private Wohnhäuser empfohlen wird die bessere Klasse RC2, die beispielsweise Aluminium-Haustüren erfüllen. Sinnvoll sind dazu automatisch verriegelnde Schlösser. Sie verriegeln den Hauseingang bei jedem Schließen der Tür, so dass man nie mehr versehentlich nur die Tür zuzieht und damit Einbrechern leichtes Spiel verschafft. Generell sollten moderne Haustüren nicht nur mit einem klassischen Riegelschloss gesichert sein. Üblich für einbruchhemmende Türen sind Riegel-Hakenschlösser sowie zusätzlich Verriegelungsstifte auf der Bandseite der Tür, die ein Aufhebeln an den Scharnieren verhindern.

Barrierefreier Hauseingangsbereich

Das Thema Einbruchschutz wurde zum altersgerechten Umbau zugeschlagen. Das Thema Barrierefreiheit kann am Hauseingang ebenfalls eine Rolle spielen. Förderfähig am Wohnungs- und Hauseingang ist beispielsweise der Abbau von Barrieren, die Schaffung von mehr Bewegungsfläche oder Wetterschutzmaßnahmen, beispielsweise eine Überdachung. Mit Schiebetüren etwa lassen sich Bewegungsflächen vergrößern, da der Türflügel nicht mehr in den Raum des Eingangsbereichs schwingt, sondern einfach zur Seite bewegt wird. Und Türschwellen, die für die Abdichtung der Tür gegen Zugluft und Kälte wichtig sind, lassen sich durch so genannte Absenkdichtungen ersetzen. Die Absenkdichtung sorgt für eine gute Abdichtung der unteren Türkante. Sie schließt nur, wenn die Tür zugezogen wird. Beim Öffnen hebt sie sich automatisch an. So wird verhindert, dass sie bei der Bewegung des Türblatts über den Boden schleift und Schaden nimmt.

Energetische Fitnesskur für den Hauseingang

Die energetische Modernisierung ist der dritte wichtige Bereich, für den Fördergelder am Hauseingangsbereich beantragt werden können. Wenn im Rahmen einer energetischen Sanierung die Wärmedämmung von Dach und Fassade verbessert wird und die Fenster ausgetauscht werden, dann muss in der Regel auch eine schlecht isolierende oder nicht dicht schließende Haustür ersetzt werden. Denn alte Haustüren entsprechen in der Regel nicht mehr den aktuellen Anforderungen an energieeffizientes Bauen und Wohnen. Moderne Haustüren besitzen wärmedämmende Türprofile sowie rundum laufende Mehrfachdichtungen, die sicher dafür sorgen, dass es zwischen Tür und Zarge keine Ritzen und Spalten gibt. Wichtig sind auch einfach verstellbare Türbänder, damit sich das Türprofil optimal in den Rahmen einpassen und gegebenenfalls auch später noch nachjustieren lässt. Als Mindestanforderung an Hauseingangstüren schreiben die KfW-Programme "Energieeffizient sanieren" einen Wärmedurchgangswert von 1,3 W/(m2K) vor.

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