Renovieren
Artikel vom 11.07.2016

Garagentorantriebe: 6 Vorteile und was bei der Auswahl zu beachten ist

Moderne Garagentorantriebe bieten viele Funktionen. Wir sagen, worauf es ankommt, damit Antrieb und Tor optimal zusammenspielen. Foto: djd/Sommer Antriebs- und Funktechnik

Ein Garagentorantrieb gehört heute fast schon zur Grundausstattung des überdachten und geschützten Kfz-Abstellplatzes. Denn das lästige Öffnen und Schließen des schweren Tors überlässt man lieber dem Motorantrieb, statt mühsam selbst Hand anzulegen. Doch die automatischen Antriebssysteme können heute weit mehr leisten. So senken gute Garagentorantriebe etwa das Einbruchsrisiko, geben Hilfe beim Einparken oder sorgen für ein trockenes Klima in der Garage. Wir geben in diesem Beitrag Tipps, worauf man bei der Anschaffung eines Garagentorantriebs achten sollte und welche Zusatzfunktionen für wen sinnvoll sein können.

1. Die Technik des Garagentorantriebs: Möglichst wartungs- und verschleißarm

Jeder Garagentorantrieb muss die Kraft des Motors auf das Tor übertragen, um es zu bewegen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Häufig ist der Motor fest an der Garagenwand oder -decke installiert, und die Kraftübertragung erfolgt über eine umlaufende Kette. Der Nachteil: Die beweglichen Teile müssen meist regelmäßig geschmiert werden und unterliegen einem relativ hohen Verschleiß. Bei der Technik des "mitlaufenden Motors" vom Hersteller Sommer, ist der Motor fest mit dem Garagentor verbunden und läuft mit, entlang einer straff gespannten Kette. Umlenkrollen oder Zahnräder sind hier nicht erforderlich, sodass es zu so gut wie keinen Kraft- und Reibungsverlusten kommt. Zudem läuft das System nahezu wartungsfrei, es muss nicht geschmiert werden. Angenehmer Nebeneffekt: Wo kein Öl im Spiel ist, kann auch kein Öl abtropfen und Flecken auf dem Garagenboden oder Autolack hinterlassen.

2. Die Funksteuerung: Keine Chance für Hacker und Lauschangriff

Garagentorantriebe werden üblicherweise über Funk-Fernbedienungen angesteuert. Denn so lassen sie sich bequem vom Fahrzeug aus öffnen und schließen, ohne auszusteigen. Bei der Übertragungstechnik kommt es auf einen hohen Sicherheitsstandard an, der gut gegen Auslesen oder Abhören schützt. Nahezu unüberwindbar ist das bidirektionale Somloq2 Funksystem von Sommer. Es arbeitet mit einer 128-Bit-AES Verschlüsselung der Funksignale. Die Anzahl der möglichen Kombinationen des Codes ist so groß, dass es nach Herstellerangabe selbst mit einem leistungsfähigen Rechner Milliarden Jahre dauern würde, alle Möglichkeiten durchzuspielen und auszutesten. Zudem wird jeder Funkcode nur ein einziges Mal benutzt und wechselt als sogenannter Rollingcode nach jeder Betätigung per Zufallsgenerator. Selbst die - technisch sehr aufwändige - Aufzeichnung eines Funksignals würde daher nichts bringen.

3. Der Einbruchschutz: Feste Fixierung des Tors in jeder Öffnungsposition

Garagentorantriebe mit selbsthemmendem Motor setzen Aufhebel-Versuchen einen hohen Gegendruck entgegen. Sie sollten das Tor nicht nur in geschlossenem Zustand, sondern in jedem Öffnungswinkel fixieren. So bleibt ein guter Einbruchschutz auch dann erhalten, wenn das Tor zum Beispiel zur Belüftung der Garage einen minimalen Spalt breit offen bleibt. Noch mehr Schutz bietet beispielsweise eine Zusatzausstattung der Sommer Garagentorantriebe base+/pro+. Mit einem Magnet-Motorschloss sichert sie das Tor mit einem Gegendruck von 300 Kilogramm und sichert die Garage damit sogar gegen grobe Einbruchversuche mit dem sogenannten Kuhfuß, einer schweren Brechstange.

4. Der Feuchteschutz: Automatische Garagenbelüftung

Eine interessante Zusatzausstattung für Garagentorantriebe ist ein Feuchtesensor. Er registriert, wenn die Luftfeuchtigkeit zum Beispiel nach der Einfahrt mit einem tropfnassen oder schneebedeckten Fahrzeug ansteigt und öffnet das Garagentor in diesem Fall ein Stückchen, um frische trockene Luft einzulassen und feuchte Luft abzuführen. Schimmel an den Wänden oder Rost an den eingestellten Fahrzeugen lassen sich so leichter vermeiden.

Gute Garagentorantriebe lassen sich flexibel montieren und an die Situation anpassen - zum Beispiel durch die Montage der Steuerung versetzt an der Decke... Foto: djd/Sommer Antriebs- und Funktechnik

5. Die Auto-Stopp-Funktion: Sicherheit für Mensch, Tier und mehr

Wenn das Tor auf ein Hindernis trifft, muss ein Garagentorantrieb seine Bewegung unterbrechen und reversieren. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, um die Verletzungsgefahr zu senken. Besonders feinfühlig reagieren Systeme, deren Elektronik zwischen der üblichen, notwendigen Kraft für den Torlauf und einem unüblichen Kraftaufwand beim Auftreffen auf ein Hindernis unterscheiden kann. Dadurch reagiert das System sensibel und verhindert Verletzungen oder Sachschäden zuverlässig.

6. Die Zulassungen: Der Garagentorantrieb muss eine Zertifizierung für den Tortyp besitzen

Tor und Garagentorantrieb müssen kompatibel und im System geprüft sein. Bei Unfällen beispielsweise kann es sonst zu Haftungsproblemen kommen. Markenhersteller wie Sommer führen daher umfangreiche Tests und Zertifizierungen durch. Sie können so passende und zugelassene Garagentorantriebe für nahezu jeden handelsüblichen Tortyp anbieten. Welcher Antrieb für welches Garagentor zugelassen ist, kann hier ermittelt werden: Zertifizierte Toranlagen nach Euronorm (EN 12453).

drucken