Renovieren
Artikel vom 01.11.2014

Energetischen Sanierung: So spart die Wärmedämmung Heizkosten

Dämmen zahlt sich dauerhaft aus - für die eigene Geldbörse ebenso wie für die Umwelt. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.
Dämmen zahlt sich dauerhaft aus - für die eigene Geldbörse ebenso wie für die Umwelt. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.

Die Vorteile, nachhaltig Heizkosten zu senken und Energie einzusparen, sowie damit die Umwelt zu schonen, sprechen eigentlich für sich. Und doch sind viele Bauherren und Besitzer von Altbauten durch kritische Meinungen verunsichert. Wie wirksam und wie dauerhaft ist eine Wärmedämmung tatsächlich?

Eine Wärmedämmung lohnt sich für Hausbesitzer tatsächlich

Ein Gewinn für die Umwelt ist eine energetische Sanierung in jedem Fall, da deutlich weniger Heizenergie benötigt wird und somit auch die Kohlendioxid-Emissionen des eigenen Haushaltes zurückgehen. Zugleich wertet eine Dämmung das Gebäude auf, steigert seinen Wert und unterstützt den Erhalt der Bausubstanz. Und der Hausbesitzer spürt den Nutzen bereits bei der nächsten Heizkostenabrechnung, in Form eines deutlich gesunkenen Energiebedarfs. Denn derzeit werden noch bis zu 50 Prozent der Heizkosten in deutschen Eigenheimen vergeudet. Dies gilt insbesondere für Altbauten, die 20 Jahre und älter sind und noch nicht über eine Wärmedämmung verfügen. 

Einsparungen durch eine Wärmedämmung erzielen

Dies hängt natürlich von vielen individuellen Faktoren - der Gebäudegröße, der Bausubstanz, der Art und dem Umfang der Sanierung etc. - ab. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich eine gut geplante und fachkundig ausgeführte Wärmedämmung in jedem Fall von selbst bezahlt macht. Eine Amortisation ist meist in einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren zu erwarten.

Damit die Dämmung hält, was sie verspricht, kommt es auf eine gute Planung und eine professionelle Ausführung der energetischen Sanierung an. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.
Damit die Dämmung hält, was sie verspricht, kommt es auf eine gute Planung und eine professionelle Ausführung der energetischen Sanierung an. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.

Empfehlungen für Eigentümern von Altbauten

Fragen Sie in Ihrer Nachbarschaft und in Ihrem Freundeskreis nach deren Erfahrungen. Hausbesitzer, die bereits gedämmt haben, werden Ihnen sicherlich die erzielten Effekte und Einsparungen bestätigen - ganz unabhängig und neutral. Wenn Sie sich konkret mit einer Wärmedämmung befassen, sollten Sie fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Do-it-yourself-Dämmung wird nie die Qualität der Profi-Arbeit erreichen. Im Gegenteil, man kann sich dadurch, dass man vermeintlich Geld sparen möchte, unter Umständen selbstgemachte Mängel und Probleme ins Haus holen. Der erste Weg sollte daher zu einem unabhängigen, zertifizierten Energieberater führen: Dieser kann eine individuelle Analyse vornehmen, einen auf Ihr Eigenheim abgestimmten Sanierungsfahrplan erstellen und auch bei der Ermittlung möglicher Fördertöpfe helfen. Und auch die Dämmung selbst gehört in die Hände erfahrener, professioneller Fachbetriebe - dann wird die Sanierung über viele Jahrzehnte sicher und wirksam ihren Zweck erfüllen.

Eine Wärmedämmung spart nicht nur Heizkosten ein, sondern verbessert auch ganzjährig das Raumklima - für mehr Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.
Eine Wärmedämmung spart nicht nur Heizkosten ein, sondern verbessert auch ganzjährig das Raumklima - für mehr Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Foto: djd/Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.

Dämmung mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS)

WDVS folgen in ihrem Aufbau stets demselben Prinzip: Dämmplatten werden an der Außenwand des Eigenheims befestigt. Danach trägt der Handwerker einen Armierungsputz auf, in diesen wird das Armierungsgewebe eingelegt. Auf diese Grundlage wiederum kann der Oberputz oder ein anderes gewünschtes Oberflächenmaterial aufgetragen werden. Die Dämmmaterialien für WDVS sind vielfältig: Polystyrol wird weiterhin am häufigsten verwendet und ist der bewährte WDVS-Klassiker. Ebenso sind Dämmplatten aus Mineralwolle, Mineralschaum, Holzweichfasern, Holzwolle oder aus Polyurethan-Hartschaum verfügbar. Welcher Dämmstoff jeweils für das eigene Haus die meisten Vorteile bietet, sollte ebenfalls in einer Fachberatung besprochen werden. Wichtig ist, dass alle Komponenten des Dämmsystems sehr gut aufeinander abgestimmt und im System bauaufsichtlich zugelassen sind.

WDVS wirkt der Schimmelbildung entgegen

Es ensteht vor allem dort Schimmel, wo gar nicht oder nur lückenhaft gedämmt wurde. Bei einer guten Planung und fachgerechten Ausführung sind WDVS sicher und wirken der Bildung von gesundheitsbedenklichem Schimmel entgegen - auch dies ein wichtiger Grund, von der Dämmung "Marke Eigenbau" Abstand zu nehmen. Grundsätzlich ist es so, dass Schimmel immer dort entstehen kann, wo sich Feuchtigkeit sammelt und nicht entweichen kann. Neben der korrekten Ausführung der Dämmung kommt es daher auf eine gute, regelmäßige Lüftung an - ob per Hand oder noch zeitgemäßer mittels automatischer, kontrollierter Lüftungssysteme.

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