Haushalt
Artikel vom 01.11.2014

Wie hänge ich ein Bild auf? 7 Ideen zur Anordnung von Bildern

Wir lieben es, unsere Wohnräume mit Erinnerungen zu füllen. Bilder auf denen verschiedenste Momente festgehalten wurden und immer wieder sichtbar werden. Ebenso wie Kunstdrucke oder gar Gemälde unseren Wänden einen edlen Touch verleihen. Ein Poster hängt man ganz einfach mit Klebeband oder Pins an die Wand, doch ein Gemälde oder schweres Bild benötigt die richtige Befestigung, sodass man sich möglichst lang daran erfreuen kann.

Den richtigen Ort finden

Ein Bild sollte möglichst stimmig in die Umgebung passen. Farben und Formen sollten also mit der Umgebung harmonieren. Beinhaltet die Kombination aus Bild, Rahmen und Wohnumgebung zu viele Farben, wirkt das schnell unruhig und das Bild verliert an Geltung. Die Wahl des Rahmens ist also ebenso wichtig, wie die Farbe der Wand, an der es befestigt werden soll.

Ob man sich für einen Metall-, Holz- oder Kunststoffrahmen entscheiden sollte, liegt zum einen am persönlichen Geschmack, andererseits aber auch am Motiv des Bildes und wie erwähnt an der Umgebung. Die genannten Materialien sind in verschiedensten Farben erhältlich. Möchte man ein Passepartout verwenden, sollte dieses ebenfalls farblich zu den anderen Bestandteilen passen.

Die richtige Anordnung des Bildes

Hängt man nur ein Bild auf, ist die Anordnung nur in der Hinsicht wichtig, dass das Bild natürlich optimal in die Umgebung passt und nicht schief aufgehängt wird. Auch sollte sich die Form harmonisch in die Umgebung einfügen lassen. Möchte man aber beispielsweise mehrere kleine Rahmen oder verschiedene Rahmen aufhängen, gibt es ein paar Grundlagen zu beachten:

1. Bilder horizontal aufhängen

Hängt man Bilder horizontal auf, so ist zu beachten, dass man sich im Raum möglichst eine geradelinige Orientierungslinie sucht, dass kann beispielsweise ein Bord an der Wand sein oder auf Höhe eines Kaminsimses. Optisch lässt eine horizontale Aufhängung den Raum insgesamt breiter wirken. Tolle Effekte lassen sich erzielen, wenn man ein größeres Motiv auf mehrere kleine Rahmen verteilt an der Wand befestigt. Diese Art der Bildgestaltung nennt man Triptychon.

2. Bilder vertikal aufhängen

Das vertikale Aufhängen von Bildern, lässt einen Raum wiederum höher wirken und ist daher für niedrige Räume besser geeignet. Entscheidet man sich dafür einige Bilder in vertikaler Anordnung anzubringen, sollte man darauf achten, das Arrangement nicht mittig auszurichten, sondern etwas mehr in Richtung Rand des Raumes. In der Mitte der Wand hingegen wirkt eine solche Anordnung eher unvollständig.

Passende Bildbeleuchtung, lässt auch einfacher gehaltene Kunstwerke in einem schönen Licht erstrahlen und sorgt zusätzlich für eine angenehme, indirekte Beleuchtung. Für das Aufhängen von Bildern in geeigneter Beleuchtung eignen sich besonders Seil- und Stangensysteme, die eine optimale Ausleuchtung ermöglichen. Man sollte unbedingt darauf achten, dass man die Beleuchtung so anbringt, dass sie den Betrachter nicht blendet und auch nicht gegen die Blickrichtung leuchtet. Wichtig, vor allem bei Gemälden, ist auch, dass man eine spezielle Bildbeleuchtung verwendet, da sonst die Farben über längere Zeit hinweg verblassen können. Sogenannte UV-Filter oder die Verwendung von LEDs sind hier empfehlenswert.

3. Ein gedachter Rahmen: Die Rasterhängung

Mehrere kleine Rahmen lassen sich, sofern sie dasselbe Format aufweisen, ganz prima in der sogenannten Rasterhängung anbringen. Dabei hängen alle Bilder in einem gedachten Rechteck mit allen Rahmenkanten Außen.
Egal ob mehrere kleine oder große und kleine Bilder gemischt, lassen sich verschiedene Formen am besten wie folgt anordnen. Sobald man eine geeignete Stelle im Raum gefunden und ausgesucht hat, denkt man sich einen Rahmen an der Wand oder zeichnet diesen ganz leicht mit Bleistift an. Innerhalb dieses Rahmens werden die anzubringenden Bilder an der Wand befestigt. Hierbei sollte man darauf achten, dass die äußeren Bilder mit den Rändern auch am gedachten Rahmen entlang verlaufen. Bei den im „Innenraum“ befindlichen Bildern achtet man vor allem auf ein harmonisches Miteinander der einzelnen Bilder. Ausschlaggebend sind jedoch die äußeren Bilder, da sich an ihnen die Grundform des gesamten Arrangements festmacht.

4. Alle Bilder in einer Reihe

Eine eher althergebrachte Variante Bilder aufzuhängen ist es, die Bilder in einer Reihe relativ eng aneinander anzubringen. Hierbei macht es sich gut, Rahmen in einer Größe zu verwenden. Bei unterschiedlich großen Rahmen, hilft es sich an der Oberkante der Rahmen zu orientieren, oder bei allen Bildern die ungefähre Mitte zu verwenden und sie dann danach auszurichten.

5. Alle Bilder an einer Kante ausgerichtet

Bei der Kantenhängung treffen sich alle Bilder einer Sammlung an einer gedachten Mittellinie. Der Abstand nebeneinander sollte hierbei möglichst gleich sein. Um die beste Anordnung zu finden, hilft es eine Trockenübung auf dem Tisch oder dem Fußboden zu vollführen, bevor man an der Wand immer wieder neue Nägel anbringen muss. So kann man die Bilder zuvor hin und her bewegen und sie dann in der, für einen am angenehmsten erscheinenden Sortierung an die Wand bringen.

6. Galerieleisten für die eigene Galerie Zuhause

Kleine Borde, auf denen die Bilder ganz ohne Wandbefestigung aufgestellt werden können, sind ebenfalls eine tolle Lösung, um seine ganz eigene Galerie Zuhause aufzustellen. Es gibt sie aus Holz, Metall oder Kunststoff und auch hier in den verschiedensten Farbkombinationen.

7. Petersburger Hängung

Die Petersburger Hängung trägt ihren Namen ursprünglich aufgrund der wohlhabenden Bürger St. Petersburgs. Früher bedeutete eine umfangreiche Gemäldesammlung Wohlstand. Das Besondere an dieser Art der Aufhängung ist es, dass viele Bilder eng aneinander an die Wand gebracht werden. Um etwas Ruhe in die Vielzahl der Bilder zu bringen, empfiehlt es sich, Passepartouts zu verwenden und die Rahmen in einer ähnlichen Größe zu auszuwählen. In welche Richtung die Rahmen gehängt werden, bleibt jedem persönlich überlassen, so können sie sowohl horizontal als auch vertikal aufgehängt werden.

Die passende Befestigung wählen

Die Befestigung eines Bildes hängt in erster Linie vom Gewicht des Bildes selbst und zweitens vom Ort, an dem man es anbringen möchte, ab. Das wohl Schwierigste ist es, ein schweres Bild an einer Schräge oder aber auch an einer Gipskartonwand anzubringen. Bevor man also ein Bild an die Wand bringt, sollte man ganz genau den Ort auswählen und auf Dinge, wie den Lichteinfall sowie Gegenstände in der näheren Umgebung achten.

Dübel und Bilderhaken verwenden

Für schwere Bilder empfiehlt es sich Dübel bzw. den klassischen Bilderhaken zu verwenden, die für die jeweiligen Untergründe geeignet sind. So gibt es speziell für Gipskartonwände Spezialdübel, ebenso wie für Holz- und Steinwände entsprechendes Befestigungsmaterial im Baubedarf  erhältlich ist. Bei leichteren Bildern gestaltet es sich schon etwas einfacher, sogenannte Seil- und Stangensysteme lassen sich prima dazu verwenden, die Bilder buchstäblich schweben zu lassen. Schienensysteme, teilweise sogar mit integrierter Beleuchtung, lassen auch ein scheinbar einfach hergestelltes Motiv, wie ein Poster, in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

Für Kreative und Liebhaber der Abwechslung

Für Unentschlossene sind Flip-Frames, oder auch Wechselrahmen eine tolle Sache. Die Motive lassen sich ganz schnell und unkompliziert austauschen und auch ein Plattencover oder das Lieblingsposter, wird so im Handumdrehen ein kleines Kunstwerk in der eigenen Galerie.  Neben Befestigungsvarianten bei denen Schrauben und Nägel zum Einsatz kommen, gibt es auch noch eine Alternative. Hierzu benötigt man spezielle Klebestreifen, die zum Anbringen von Bildern hergestellt wurden und meist spurlos wieder zu entfernen sind. Hierbei sollte man unbedingt auf das zulässige Gewicht achten, dass diese in der Lage sind zu halten, um keine böse Überraschung zu erleben.

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