Haushalt
Artikel vom 01.11.2014

Die perfekte Schuhpflege: In 2 Schritten reinigen

Die perfekte Schuhpflege; Foto; © Andreas Mueller - Fotolia.com
Die perfekte Schuhpflege; Foto; © Andreas Mueller - Fotolia.com

Jeder von uns trägt sie. Einige von uns haben mehr als andere. Und Frauen sagt man eine besondere Schwäche für sie nach. Worum es geht? Schuhe! Früher war es alltäglich, dass man ein gutes Paar Schuhe Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte lang getragen hat. Eine entsprechende Pflege der Schuhe vorausgesetzt. Einen Schuhmacher hatte fast jedes kleine Dorf und es war nichts Außergewöhnliches diese dort reparieren zu lassen und sie wie seinen Augapfel zu behüten.

Die richtige Schuhpflege ist gar nicht so schwer und ein Paar hochwertigere Schuhe durchaus lobenswert, denn neben einem eventuell höheren Preis, trägt man diesen natürlich auch um einiges länger. Gerade wenn es um Lederschuhe oder Maßanfertigungen geht, möchte man sich möglichst lang daran erfreuen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber zur perfekten Schuhpflege.

Schuhe aus Leder: hochwertig und edel

Schuhe aus Leder sind in der Regel preislich etwas höher angesiedelt. Doch wer Lederschuhe einmal getragen hat der weiß, dass sie ihren Preis durchaus wert sind. Es ist eines der strapazierfähigsten Materialien für die Schuhherstellung. Die meisten kennen glattes Leder und Velourleder.

Lederschuhe können sowohl aus einem Lederschaft bestehen, jedoch muss das nicht heißen, dass auch die Sohle zwangsläufig aus Leder hergestellte wurde. Üblich sind Sohlen aus Schweine- oder Rindsleder oder aber auch aus Kunststoffen. Neben den häufigsten Lederarten werden allerdings auch Wildleder und Exotenleder verwendet. Letzteres sollte man sich aufgrund des Artenschutzes und den Tieren zuliebe jedoch genaustens überlegen.
Beim Leder kommt es vor allem auf das Obermaterial an, ist dieses hochwertig und strapazierfähig, spricht das für hervorragende Qualität des Ausgangsmaterials. Lederschuhe sind besonders atmungsaktiv und wasserabweisend. Dies kommt vor allem denjenigen zugute, die immer mal mit schwitzenden Füßen zu kämpfen haben. Eine entsprechende Pflege vorausgesetzt. Lediglich längeres Laufen auf nassem Grund oder im Schnee kann den Lederschuhen etwas anhaben. Bei solchen Wetterbedingungen ist eine Kunststoffsohle wesentlich vorteilhafter, als eine aus Leder. 

Pflege und Reinigungs-Hinweise für Lederschuhe

  • Lederschuhe sollte man mit einem Schuhlöffel anziehen, so wird der hintere Bereich an der Ferse nicht zu sehr beansprucht und verhindert ein frühzeitiges Einbrechen des Leders
  • Tägliches Wechseln der Schuhe, gibt den zuvor getragenen Schuhen die Möglichkeit abzulüften und die ganz normale Feuchtigkeit, die beim Tragen entsteht, wieder abzugeben
  • Das regelmäßige Nutzen von Schuhspannern, hilft die Schuhe in Form zu halten und zusätzlich erleichtern sie auch die Reinigung
  • Bevor es an das Auftragen von Schuhpflegemitteln geht, sollte man die Schuhe zunächst reinigen. Schuhcreme nur auf gründlich gereinigte Schuhe auftragen, um einen wirkungsvollen Pflege-Effekt zu erhalten und das Leder nicht spröde werden zu lassen

Schritt 1: Wasserverträglichkeit prüfen

Die Reinigung beginnt man am besten damit, mit einer Bürste vorsichtig den groben Schmutz vom Schuh zu entfernen. Danach geht es an die Feinheiten. Mit etwas lauwarmem Wasser nun den Flecken zu Laibe rücken. Achtung: Nicht alle Lederarten vertragen Wasser. Bevor Sie Wasser für das Reinigen benutzen, vorher beim Fachmann erkundigen, ob ihr Lederschuh auch Wasser aushalten kann! Ist der Schuh für eine Reinigung mit Wasser geeignet, kann man vor der eigentlichen Trocknung den Schuh noch mit Terpentinwachs einreiben. So entstehen keine unansehnlichen Wasserflecken.

Schritt 2: Richtig trocknen lassen

Ist das erledigt, legt man den Schuh zum Trocknen am besten mit zerknülltem Zeitungspapier aus. So behält er gleichzeitig auch seine Form. Noch besser trocknen die Schuhe, wenn man sie auf die Seite legt. Aber Vorsicht, Leder ist empfindlich – zu viel Heizungsnähe ist nicht gut für das Material. Also in einem „gesunden“ Abstand zur Heizung trocknen lassen.

Alternative Reinigung

Als Alternative zur gründlichen Reinigung, für die man etwas Zeit aufwenden muss, kann man auch einen speziellen Reiniger für Leder verwenden. Hierzu sollten die Schuhe jedoch nicht stark verschmutzt sein. Wenn es also mal etwas schneller gehen soll, dann Lederreiniger und Schuhcreme verwenden. Letztere jedoch trotzdem gut einziehen lassen – polieren, fertig. 

Pflege-Tipps für Schuhe aus anderen Materialien

Neben Leder gibt es natürlich auch noch viele andere Schuhmaterialien. Diese sind zumeist günstiger, als Schuhe aus Leder oder Velourleder, pflegeleichter und manchmal auch alltagstauglicher. Gerade wenn es um Schuhe für Kinder und Jugendliche geht, sind alternative Materialien, wie beispielsweise Nylon, Polyethylen, Vollkunststoff oder Kunstleder die besseren Begleiter. Leider sind sie jedoch häufig auch weniger atmungsaktiv und fördern somit die Bildung von Feuchtigkeit im Schuh, was wiederum zu Schweißfüßen, Fußgeruch oder gar Fußpilz führen kann.

Schritt 1: Wasserverträglichkeit testen

In puncto Wasserverträglichkeit sind Schuhe aus synthetischen Materialien dem Leder um einiges Voraus und nahezu unempfindlich gegenüber Schmutz und Wasser. Man kann sie also ohne Probleme auch mal mit Wasser vom Schmutz befreien und ordentlich schrubben. Auch bieten sie die Möglichkeit vieler bunter und abwechslungsreicher Farbgebungen und einen hohen Wärmeschutz.

Ebenso widerstandsfähig sind Schuhe aus Vollkunststoff, besser bekannt als Gummistiefel oder PVC. Sie dienen vor allem als Arbeitsschuh bzw. Schutz vor Nässe und anderen Flüssigkeiten, die nicht an den Fuß gelangen sollen. Bei einigen hochwertigen Modellen gibt es zur Verbesserung des Komforts eine wärmende Fütterung, sodass das Arbeiten oder das Tragen im Allgemeinen, nicht zu schnell unbequem wird. 

Durch das dichte Material ist jedoch auch hier die Atmungsaktivität sehr eingeschränkt. Wenn es also nicht unbedingt sein muss, sollte man weitestgehend auf das Tragen solcher Vollkunststoff Schuhe verzichten. Denn Feuchtigkeit kann hier nicht entweichen und bleibt die ganze Zeit im Schuh – was zur Folge hat, dass Fußgeruch, Fußpilz und Schweißfüße begünstigt werden.

Schritt 2: Reinigung mit Wasser

Die Schuhpflege hier ist ebenfalls sehr einfach zu handhaben. Groben Schmutz kann man ganz einfach unter fließendem Wasser eventuell unter Zuhilfenahme einer Bürste entfernen. 

Fazit: Tipps für den Alltag

Schuhpflege ist keine schwere Angelegenheit. Je nach Material des Schuhs gibt es speziell abgestimmte Schuhpflegemittel und Hilfsmittel, wie Bürsten, Schuhspanner und Cremes. Bei regelmäßiger Schuhpflege kann man an Schuhen aus hochwertigen Materialien, aber auch an preiswerten Schuhen lange Freude haben. Man sollte immer mal zwischen verschiedenen Schuhpaaren wechseln, damit die vormals getragenen Schuhe die Möglichkeit haben abzulüften. So haben Keime und Fußgeruch weniger Angriffsfläche. Eine Reinigung und Pflege der Schuhe sollte ca. alle 14 Tage erfolgen.

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