Haushalt
Artikel vom 01.11.2014

Frisches Fleisch: 4 Tipps zum richtig einkaufen, lagern, verarbeiten

Ein gutes Stück frisches Fleisch, lecker zubereitet, ist immer ein Genuss. Foto: djd/www.qs-live.de
Ein gutes Stück frisches Fleisch, lecker zubereitet, ist immer ein Genuss. Foto: djd/www.qs-live.de

Ob im Sommer auf dem Grill oder als saftiger Braten an der festlichen Tafel: Das sprichwörtlich "gute Stück Fleisch" ist immer ein Highlight für Genießer.

Tipp 1: Beim Einkauf genau hinsehen

Sichere Futtermittel, tiergerechte Haltung und qualifizierter Transport - das alles entscheidet mit über die Qualität von Fleisch, Wurst und Schinken. Ebenso wichtig ist es, dass bei der Schlachtung, Verarbeitung und Verpackung wichtige Hygieneregeln und die Kühlkette eingehalten werden. Um sicher zu gehen, dass man auch wirklich kontrollierte Qualität einkauft, heißt es beim Einkauf im Geschäft genau hinschauen. Verlässliche Orientierung gibt in jedem Fall das blaue QS-Prüfzeichen, das für kontrolliert erzeugte Lebensmittel steht. Bei SB-verpacktem Fleisch ist es häufig auf dem Etikett zu finden - neben den Lagerungshinweisen und dem Haltbarkeits- bzw. Verbrauchsdatum. An der Bedientheke lohnt es sich, einfach mal den Fachverkäufer zu fragen.

Tipp 2: Richtig transportieren und lagern

Nach dem Einkauf hat es jeder selbst in der Hand, das Fleisch auch sicher nach Hause zu bringen. In einer Thermotasche bleiben Fleisch und Wurst für einen kurzen Heimweg gut gekühlt. An heißen Tagen oder bei längeren Transporten ist eine Kühlbox die bessere Wahl. Zu Hause kommt das frische Fleisch direkt in den Kühlschrank. Der beste, weil kälteste Platz ist direkt über dem Gemüsefach. Dort hält sich frisches Rindfleisch etwa drei, Kalb- und Schweinefleisch zwei Tage. Frische Bratwürste sind höchstens einen Tag haltbar. Am empfindlichsten ist frisches Hackfleisch, das am besten noch am Tag des Einkaufs verarbeitet wird. Bei SB-verpacktem Fleisch gilt das Mindesthaltbarkeits- beziehungsweise Verbrauchsdatum auf dem Etikett. Kann etwas nicht rechtzeitig verbraucht werden, wird es am besten für später eingefroren.

Tipp 3: Fleisch hygienisch zubereiten

Gründliches Händewaschen ist in der Küche das A und O - dann erst kann’s losgehen mit dem Kochvergnügen. Bei aufgetauter Ware die vorhandene Auftauflüssigkeit weggießen und anschließend die Fleischstücke unter fließendem Wasser abspülen. Mit Küchenpapier trocken tupfen. Werden rohe Fleischprodukte und verzehrfertige Lebensmittel wie Salat oder bereits gegarte Speisen gemeinsam verarbeitet, sollten getrennte Schneidbretter und Messer zum Einsatz kommen. Auf jeden Fall werden die Küchenutensilien anschließend mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt.

Tipp 4: Richtige Garzeit beachten

Geflügel und Hackfleisch müssen immer komplett durchgegart werden, Schweinefleisch darf noch leicht rosa sein, und bei Rind ist auch ein kräftiges rötliches Innenleben erlaubt. Zarter wird Fleisch, wenn man es nicht zu schnell und zu heiß brät, sondern nach dem Anbraten bei niedrigeren Temperaturen langsam garen lässt. Anschließend noch 1 - 2 Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft im Fleisch verteilt.

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