Haushalt
Artikel vom 01.11.2014

So reparieren Sie Ihre Dachrinne in 4 Schritten einfach selbst

Im Laufe der Jahre können Dachrinnen, aus den verschiedensten Werkstoffen, beginnen Lecks zu entwickeln oder gar ganz durchzufaulen. Eine Kontrolle der Dachrinne sollte demnach möglichst in regelmäßigen Abständen erfolgen. Die Überlegung liegt nahe, als Eigenheimbesitzer, diese Reparaturen unter Umständen selbst durchzuführen. Zuvor sollte man sich jedoch einige Fragen stellen:

  • Lohnt sich die Reparatur der Dachrinne oder sind die Schäden zu umfangreich?
  • Wie sinnvoll wäre ein Komplettaustausch der Dachrinne?
  • Kann ich mit meinen eigenen Fertigkeiten die Reparatur übernehmen?
  • Aus welchem Material besteht die Dachrinne (Kunststoff, Metall usw.)?
  • Wie groß sind die Lecks?

1. Schritt: Nicht zu lange mit der Reparatur warten

Eine undichte Dachrinne ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Austretende Feuchtigkeit oder Wasser kann zunächst die Fassade nur unschön verfärben, zerstört jedoch über längere Zeit auch die Fassade in der Tiefe. Eine Reparatur oder ein Austausch sollten daher nicht allzulang warten.

Die Dachrinne reparieren; Foto: © philippe - Fotolia.com
Die Dachrinne reparieren; Foto: © philippe - Fotolia.com

2. Schritt: Material der Dachrinne bestimmen

Im Handel gibt es verschiedene Arten von Dachrinnen. Diese bestehen zumeist aus Kupfer, Kunststoff oder sind verzinkt. Je nachdem aus welchem Material diese besteht, sind entsprechende Reparatur-Utensilien zu beschaffen bevor es losgehen kann.

3. Schritt: Reparatur-Kit besorgen

Um kleinere Risse an Metall- und Kunststoffrinnen abzudichten kann man sogenannte Reparaturbänder nutzen. Diese bestehen aus einer Aluminiumfolie, Klebeharzen und Elastomerbitumen und können kalt an die schadhaften Stellen aufgebracht werden. Herrschen draußen niedrigere Temperaturen, empfiehlt sich für die Montage die Nutzung einer Propanflamme oder alternativ ein Heißluftgebläse. So kann das Material flexibler angebracht werden. Neben diesem Reparaturband, kann man für die Flächenabdichtung außerdem auch Dichtstoffe auf Silikonbasis nutzen oder faserverstärkte Dichtmasse. Viele der Dichtstoffe lassen sich ganz einfach mit elastischen Dispersionsfarben oder Bitumenanstrichen überstreichen und optisch an den Untergrund anpassen. Kunststoffrinnen lassen sich an Übergängen auch ganz einfach mit Silikon abdichten, ähnlich wie im Bad schafft das Silikon einen wasserdichten Übergang.

4. Schritt: Die Dachrinne schweißen

Alternativ zu Dichtmassen kann man größere Lecks und Risse auch mit dem Schweißgerät bearbeiten. Hier sollte man allerdings ausdrücklich über entsprechende Fachkenntnisse verfügen. Geschweißte Dachrinnen aus Metall sind jedoch sehr langlebig. Eine geschweißte Rinne hält nach der fachgerechten Reparatur gut fünf bis zehn Jahre.

Unser Tipp: Dachrinnen nur von einem Fachmann schweißen bzw. löten lassen oder sich ausdrücklich nur mit den entsprechenden Fachkenntnissen heranwagen. Hier besteht akute Brandgefahr, wenn man als Laie versucht, solche Reparaturen auszuführen!

Unser Tipp: Bei der Dachrinnenreparatur kann man sich auch gleich vergewissern, ob sich Fremdkörper in der Rinne befinden oder, ob das Laubgitter gereinigt werden muss. Eine entsprechende Reinigung kann somit gleich im selben Arbeitsgang erfolgen.

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