Garten
Artikel vom 01.11.2014

3 Tipps für mehr Sichtschutz im eigenen Garten

Eine Hecke eignet sich gut als Sichtschutz und ist der Klassiker unter den Optionen. Bild: © 	StudioBellows - Depositphotos.com
Eine Hecke eignet sich gut als Sichtschutz und ist der Klassiker unter den Optionen. Bild: © StudioBellows - Depositphotos.com

Der eigene Garten am Haus bedeutet für viele eine Wohlfühloase. Besonders in der Vorstadt oder in Reihenhaussiedlungen ist es aber der Fall, dass Garten an Garten grenzt und die Nachbarn so ungehindert zu einem herüberschauen können. Dies bedeutet für einige einen Eingriff in ihre Privatsphäre und sie fühlen sich in ihrem eigenen Garten nicht wohl. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Sichtschutz zu installieren. Dadurch sind Blicke von außen nicht mehr möglich. Dies entspricht der ursprünglichen Art dieser Freifläche am Haus, der als geheimer Ort für Entspannung sorgte - darum wirken hoch ummauerte Burggärten immer etwas romantisch auf einen. Eine hohe Mauer um die eigene Grünfläche zu ziehen, ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten für einen gelungenen Sichtschutz.

1. Tipp: Hecke als Sichtschutz einsetzen

Eine Hecke ist ein natürlicher Sichtschutz, der sich gut in den eigenen Garten integrieren lässt. Allerdings muss dieser relativ nah an der Fläche stehen, die den Sichtschutz bekommen soll. Wenn die Hecke nahe beim Passanten ist, kann dieser sonst leicht hindurchsehen. Viele greifen deswegen nicht auf diese Variante des Sichtschutzes zurück. Sie haben Angst, die Grünfläche, die eventuell schon klein ist, durch eine nah am Sitzplatz gepflanzte Hecke noch weiter zu verkleinern. Dies ist aber eine unbegründete Angst: Durch eine Hecke, die auch den eigenen Blick auf den Garten versperrt, wird dieser gefühlt größer. Immerhin geht die Fläche nach der Hecke noch weiter, aber das Auge weiß erst nicht, wie weit. Ist zwischen Hecke und Zaun dann noch ein Puffer angelegt, beispielsweise ein Blumenbeet oder ein kleiner Nutzgarten, und erst dann die Grundstücksbegrenzung, kann auch ein kleiner Garten sehr groß wirken.

2. Tipp: Platz für Pufferzonen nutzen

Immerhin ist genug Platz für solche Pufferzonen vorhanden. Der Nachteil der Hecke ist allerdings, dass sie meist einige Jahre wachsen muss, ehe sie die Höhe und Dichte erreicht, die als Sichtschutz notwendig ist. Als Lärmschutz eignet sie sich ebenfalls nicht. Der Schall geht ungehindert durch die vielen, natürlichen Löcher in der Hecke hindurch. Diese Löcher tragen aber stattdessen zu einem guten Windschutz bei, da sie diesen abbremsen und aufteilen. Er gelangt so nicht mehr mit voller Stärke auf die hinter der Hecke sitzenden Personen.

3. Tipp: Paravent hält Blicke fern

Wer verschiedene Sitzecken im Garten hat, wird mit einer starren Hecke nicht viel anfangen können. Ein mobiler Sichtschutz ist notwendig, um die Blicke der neugierigen Nachbarn von jedem Sitzplatz aus abzuwehren. Dafür eignen sich Paravents sehr gut. Diese bestehen aus zusammensteckbaren Edelstahlrohren, an die ein Segel gespannt wird. Dieses kann, neben der Sichtschutzfunktion, noch weitere Vorteile aufweisen. Damit ist es im Schatten des Paravents angenehm kühl. Wenn es regnet, kann der Sichtschutz als Dach genutzt werden, um auch bei Regen draußen im eigenen Garten sitzen zu können. Da das Sonnensegel zudem immer wieder auf- und abgebaut werden kann, ist es auch möglich, einen ungehinderten und nicht von einem Sichtschutz durchbrochenen Blick in den eigenen Garten zu haben. Dies kann beispielsweise wichtig sein, wenn Kinder auf der sonst vom Sichtschutz nicht einsehbaren Rasenfläche spielen. Die Blicke der Nachbarn können so optional abgewehrt werden - je nachdem, ob überhaupt Nachbarn in ihren Gärten sind, die in den eigenen hineinschauen könnten. Anders als die Hecke kann der Paravent zudem als Lärmschutz dienen: Da er eine durchgehende Fläche hat, bricht sich der Schall außen daran und wird abgewehrt, sodass er leiser beim hinter dem Segel Sitzenden ankommt. Einen Windschutz bietet er ebenfalls, allerdings sorgt er nicht für eine Verminderung der Stärke. Dafür sind die Sonnensegel aber für hohe Windstärken ausgelegt, sodass sie nicht sofort bei jedem kleinen Lüftchen einzupacken sind.

Fazit: Sonnensegel oder Hecke?

Im Vergleich überwiegen die Vorteile des Sonnensegels. Allerdings ist es wichtig, abzuwägen, was für einen Eindruck der eigene Garten erwecken soll. Ein verwunschener, märchenhafter Ort wird eher mit Hecken erreicht. Ein Paravent ist ein nüchterner Sonnenschutz, der gut in einen modernen Garten passt, in dem die Rasenfläche überwiegt. Die Mobilität spielt für viele bei der Entscheidung eine starke Rolle: Wenn es nur einen Sitzplatz im Garten gibt, da der Rest aus Nutz- oder Blumenbeeten besteht, reicht eine Hecke völlig aus, um für den nötigen Sichtschutz zu sorgen. Ist der Garten aber eine große Rasenfläche, die überall Sitz- und Liegegelegenheiten anbieten kann, ist ein mobiler Paravent oft die bessere Alternative, als überall Hecken zu pflanzen. Diese kann dann eher an die Grundstücksgrenze gesetzt werden. Die Nachbarn können durch diese zwar hindurchschauen, dank des Sonnensegels können sie die Bewohner aber trotzdem nicht sehen.

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