Garten
Artikel vom 13.03.2019

Checkliste: 5 Punkte, die beim Teichbau im eigenen Garten zu beachten sind

Bei Planung und Bau des heimischen Biotops gibt es einige Punkte zu beachten.
Nach neuesten Schätzungen gibt es bereits 1,25 Millionen Teiche mit Zierfischen in deutschen Gärten - Tendenz steigend. Bei Planung und Bau des heimischen Biotops gibt es einige Punkte zu beachten. Foto: djd/Söchting Biotechnik/Martinan - stock.adobe.com

An lauen Sommerabenden dem Plätschern des Wassers lauschen, Fische und andere Tiere am Feuchtbiotop beobachten und sich ausgiebig entspannen: Für immer mehr Menschen wird der Gartenteich zum Mittelpunkt der heimischen Freiluftoase. Allerdings gilt es bei Planung und Bau, ein paar Regeln zu beachten, um dauerhaft Freude am feuchten Idyll zu haben.

1. Standort

Bevor Teichfreunde mit dem Spaten die Grube für ihr Teichbecken ausheben, sollten sie den Standort so wählen, dass der Gartenteich rund vier bis sechs Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Jedoch fördert zu pralle Sonne die unerwünschte Algenbildung und führt zu einer zu starken Erwärmung des Wassers. Eine Position im Halbschatten ist zu bevorzugen, aber auch nicht zu nah unter dem Blätterdach von Bäumen, denn dies hat einen vermehrten Laubeintrag ins Wasser zur Folge.

Zu den beliebtesten Teichfischen im heimischen Garten zählen hierzulande die bunten Zuchtformen der Goldfische und Koi.
Zu den beliebtesten Teichfischen im heimischen Garten zählen hierzulande die bunten Zuchtformen der Goldfische und Koi. Foto: djd/Söchting Biotechnik/dmitrimaruta - stock.adobe.com

2. Größe

In einem größeren Teichbecken stellt sich ein stabiles, natürliches Gleichgewicht in der Regel schneller und mit weniger Pflegeaufwand ein als in einem kleineren. Die Teichgröße muss jedoch auch zum Garten passen. Wichtig ist ebenso die Tiefe des Beckens, die mindestens 80 bis 120 Zentimeter betragen sollte, damit Fische darin problemlos überwintern können. Im Feuchtbereich sollte das Wasser zwischen 30 und 40 Zentimeter und im Sumpfbereich wiederum rund zehn Zentimeter tief sein.

3. Material

Für größere Gartenteiche empfiehlt sich als Baumaterial spezielle, UV-beständige Gartenteichfolie, für kleinere Biotope können auch vorgeformte Teichschalen verwendet werden. Vor dem Einsetzen in die Baugrube sollten Unebenheiten und spitze Steine entfernt und eventuell eine Schicht Sand oder auch ein Vlies zum Geländeausgleich eingebracht werden.

Im Teichbecken selbst und in den Uferzonen können Teichfreunde mit grobem Sand, Kies und größeren Steinen arbeiten. Beim Befüllen des Beckens ist der genaue Wert des Wasservolumens zu beachten, um später die Teichpflegemittel korrekt dosieren zu können.

4. Technik

Ein Filter unterstützt die natürliche Selbstreinigungskraft des Teiches und entfernt unerwünschte Schadstoffe aus dem kühlen Nass. Wasserpumpen und -spiele sind ein optischer Blickfang und halten das Wasser in Bewegung, wodurch sich die Sauerstoffversorgung verbessert. Dazu tragen zudem moderne Geräte wie beispielsweise die sogenannten Oxydatoren von Söchting bei.

Sie sehen aus wie kleine Eimer und sind mit einer speziellen Wasserstoffperoxidlösung befüllt, die von einem Katalysator ausgetrieben und an der Spezialkeramik des Behälters in Wasser und aktivierten Sauerstoff aufgespalten wird. Dieser verteilt sich viel schneller als die gelöste Variante bis in die tiefsten Bodenschichten und entlegensten Winkel. Unter www.oxydator.de gibt es mehr Informationen zu den unterschiedlichen Größen der praktischen Helfer, die ohne Kabel und Stromzufuhr arbeiten.

Hier klicken, um weitere Infos zum Oxydator zu lesen.

5. Pflanzen und Fische

Auch Wasserpflanzen sind wichtige Sauerstofflieferanten im Biotop. Unterwasser-, Schwimmblatt- und Sumpfpflanzen sollten gleichwertig im Teich vertreten sein. Wurzelnde Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen werden am besten in Pflanzkörbe gesetzt.

Die Devise "weniger ist mehr" gilt beim Fischbesatz des Teichs. Ein rund zehn Zentimeter langer Fisch benötigt mindestens 50 Liter Wasser, ein Koi sogar ein Kubikmeter. Fischarten, die an unsere heimischen klimatischen Bedingungen angepasst sind, fühlen sich dabei wohler als ihre exotischen Verwandten.

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