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6 Tipps, wie man sich vor einem Wasserschaden schützen kann

Die smarte Wassersteuerung bedient der Besitzer per App.
Die smarte Wassersteuerung bedient der Besitzer per App. Foto: djd/REHAU

(djd). Alle 30 Sekunden kommt es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zu einem Wasserschaden in einem Gebäude. Verteilt sich das Nass erst im Zimmer oder sogar in mehreren Etagen, wird es schnell teuer. Wer eine smarte Wassersteuerung in sein Haus einbauen lässt, hat gute Chancen, einen Wasserschaden durch defekte Rohre oder Tropfleckagen klein zu halten. Kostspielige Folgen, Schimmel und immaterielle Verluste aufgrund eines Wasserschadens werden minimiert, ebenso der zeitaufwendige Ärger mit der Versicherung. Mit diesen 6 Tipps kann man einen Wasserschaden schnell erkennen und die Folgen deutlich reduzieren.

1. Gefahrenstellen für einen Wasserschaden erkennen

Ein defekter oder falsch installierter Maschinenanschluss, eine undichte Armatur im Bad oder ein kaputtes Wasserrohr sind die üblichen Verdächtigen, wenn es um ungewollt austretendes Wasser geht. Daher gilt: Die neue Spül- oder Waschmaschine sollte man vom Profi anschließen und in Betrieb nehmen lassen, Armaturen regelmäßig auf Dichtheit überprüfen.

Das Wasserwarnsystem kann größeren Schäden und zeitaufwendigem Ärger mit der Versicherung aktiv vorbeugen.
Vergessen, den Hahn abzudrehen? Das Wasserwarnsystem kann größeren Schäden und zeitaufwendigem Ärger mit der Versicherung aktiv vorbeugen. Foto: djd/REHAU

2. Einem Wasserschaden vorbeugen

Eine smarte Wassersteuerung hilft dabei, entstandene Tropfleckagen und auch Rohrbrüche schnell zu erkennen. Im Ernstfall sperrt ein Wächter die betroffene Leitung komplett ab, sodass kein Wasser mehr austreten kann. Das Schutzsystem wird vom Fachhandwerker direkt nach dem Wasserzähler eingebaut, noch vor dem Hauswasserfilter.

3. Smarte Wassersteuerungen zum Nachrüsten

Eine smarte Wassersteuerung sollte bei einem Neubau am besten gleich in den Wasserkreislauf integriert werden. In Bestandsbauten kann sie problemlos vom Fachmann nachgerüstet werden, in der Regel auch bei beengten Platzverhältnissen. Die Inbetriebnahme übernimmt der Hausbewohner. Beim Modell Re.Guard von Rehau beispielsweise funktioniert die Steuerung intuitiv über klare Symbole oder auch über die passende App.

Ein Wasserschaden unter Möbeln wird mithilfe eines Wassermelders schnell entdeckt.
Ein Wasserschaden unter Möbeln wird mithilfe eines Wassermelders schnell entdeckt. Foto: djd/REHAU

4. Wassermelder im Haus verteilen, um einem Wasserschaden vorzubeugen

Auch im Badezimmer kann schnell etwas schiefgehen, von der überlaufenden Badewanne bis zum geplatzten Armaturen-Schlauch unter dem Waschbecken. Daher sind neben dem festen Steuerungselement mobile Wassermelder in verschiedenen Räumen eine sinnvolle Ergänzung des Warnsystems. Der Hausbesitzer platziert sie einfach auf dem Boden in der Nähe eines wasserführenden Gerätes – etwa der Waschmaschine, neben dem Geschirrspüler oder eben im Badezimmer. Die Wassermelder können in beliebiger Anzahl in das passende System integriert werden - auch nachträglich nach der Installation der intelligenten Wassersteuerung. Die Inbetriebnahme erfolgt intuitiv mit nur wenigen Handgriffen.

Eine ungewollte Pfütze erkennt der Wassermelder frühzeitig - so hält sich der Wasserschaden in Grenzen.
Eine ungewollte Pfütze erkennt der Wassermelder frühzeitig - so hält sich der Wasserschaden in Grenzen. Foto: djd/REHAU

5. App gegen Wasserschäden nutzen

Gute Schutzsysteme sperren nicht nur die Leitung ab, sondern informieren den Hausbesitzer zusätzlich sofort per Push-Nachricht über die passende App auf dem Handy. So hat man jederzeit - auch unterwegs - den Überblick, was im Haus passiert.

6. Was in Sachen Wassermelder noch zu beachten ist

Wassermelder sollten jederzeit, also auch bei Stromausfall, einsatzbereit sein. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Notfallbatterien verwendet werden können. Bei Systemen, die mehrere Komponenten über Funk oder WLAN miteinander vernetzen, sollte man auf einen gängigen und sicheren Standard achten, etwa den international zertifizierten Funkstandard Z-Wave, der für Smart-Home-Systeme optimiert ist. Ein weiterer Vorteil ist es, wenn die Systeme auch den Wasserverbrauch messen. In der passenden App kann der Hausbewohner dann sehen, wann, wo und wie viel Wasser verbraucht wurde und ist somit in der Lage, nachhaltige Einsparpotenziale zu erkennen.

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