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Artikel vom 16.01.2018

Angenehme Raumtemperaturen: 3 Tipps zum sommerlichen Wärmeschutz

Für einen guten sommerlichen Wärmeschutz sollten Bauherren früh an eine gute Dämmung und eine Verschattungsmöglichkeit für die Fensterflächen denken.
Für einen guten sommerlichen Wärmeschutz sollten Bauherren früh an eine gute Dämmung und eine Verschattungsmöglichkeit für die Fensterflächen denken. Foto: djd/Unsplash

Sommerliche Hitze kann nicht nur im Freien, sondern auch in den eigenen vier Wänden zu einer echten Belastung werden. Als Gegenmaßnahme eine Klimaanlage einzubauen, verursacht auf Dauer hohe Energiekosten und ist auch aus Sicht des Klimaschutzes nicht erstrebenswert.

Besserung lässt sich aber auch mit gezielten Maßnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz erreichen, der übrigens sogar in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben wird. Sommerlicher Wärmeschutz ist kein Luxus, sondern ein Muss, wenn man zur Südseite orientierte Räume langfristig und zu jeder Jahreszeit sinnvoll nutzen möchte.

Mit welchen Maßnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz Sie das Klima im Haus und vor allem in der Dachgeschosswohnung in den Griff bekommen, zeigen Ihnen diese drei Tipps.

Tipp 1: Fenster richtig verschatten

Besonders durch Fassaden- und Dachfenster können Wärme und Sonnenstrahlen ins Gebäude-Innere eindringen. Diese aus den Räumen fernzuhalten, gehört zu den wichtigsten Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes. Empfehlenswert sind in jedem Fall außenliegende Sonnenschutzsysteme, zum Beispiel textile Markisen, wetterfeste Jalousien oder Rollos. Sie stoppen die Sonnenstrahlen, bevor sie ihre Wärmefracht durch die Scheiben nach innen in die Räume transportieren können.

Sommerlicher Wärmeschutz gelingt mit einer effektiven Dachdämmung.
Wichtig für den sommerlichen Wärmeschutz ist unter anderem eine wirkungsvolle Dachdämmung. Foto: djd/puren

Innenliegende Verschattungen wirken dagegen nur bedingt. Denn sie lassen die Wärmeenergie durch die Scheiben eindringen und stoppen sie erst im Raum - dadurch wird es spürbar wärmer als beim außenliegenden Sonnenschutz. Sinnvoll sind auch automatische Systeme, die zum Beispiel mit Wettersensoren je nach Stand der Sonne automatisch schließen oder öffnen.

Tipp 2: Wirksame Fassaden- und Dachdämmung einbauen

Wärmedämmung spielt nicht nur für Energieeinsparung und Wohlfühlklima im Winter, sondern auch für den sommerlichen Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Im Winter hält sie die Wärme im Haus, im Sommer verhindert sie, dass die Hitze schnell eindringen kann. Besonders wichtig ist die Wärmedämmung für den sommerlichen Wärmeschutz unterm Dach, da auf der Dacheindeckung an heißen Tagen Temperaturen bis zu 80 Grad Celsius gemessen werden.

Für den sommerlichen wie winterlichen Wärmeschutz gleichermaßen ideal sind Hochleistungsdämmungen, die aus dem Werkstoff Polyurethan hergestellt werden. Da sie über sehr gute Wärmedurchgangswerte verfügen, genügen bereits vergleichsweise geringe Materialstärken, um eine optimale Dämmwirkung bei einem gleichzeitig schlanken Dachaufbau zu erzielen.

Diese Dämmsysteme sind daher sowohl bei Renovierung und Modernisierung als auch beim Neubau - mit oftmals noch höheren Anforderungen an den Wärmeschutz - ideal.

Sommerlicher Wärmeschutz sorgt an heißen Tagen für kühle Temperaturen.
Mit effizienter Hochleistungswärmedämmung von Dach und Fassade, einer Verschattung der Fenster und nächtlichem Lüften kann man auch an heißen Tagen für angenehmes Wohnklima im Haus sorgen. Foto: djd/puren

Tipp 3: Richtig lüften - und zwar nachts

Die Grundregel fürs Lüften im Sommer lautet: tagsüber Fenster zu, nachts Fenster auf. Denn am Tag ist die Luft draußen oftmals wärmer als in den Räumen. Lässt man sie also herein, erreicht man das Gegenteil dessen, was man sich eigentlich wünscht.

Nachts dagegen kühlt sich die Luft im Freien ab. Jetzt lohnt es sich, einen gründlichen Luftaustausch vorzunehmen - am besten durch Querlüften, das im Sommer gern eine halbe Stunde lang dauern darf. Falls Querlüften nicht in jedem Raum möglich ist, kann ein Ventilator den Luftaustausch beschleunigen.

Nach dem Querlüften können die Fenster weiterhin bis zum Morgen aufbleiben. Dauerhafte Zugluft sollte man aber vermeiden - diese kann auch im Sommer bei empfindlichen Menschen zu Erkältungen führen.

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