Bauen
Artikel vom 22.02.2017

Nachhaltiges Bauen: 4 Tipps für Häuslebauer

Längst hat es sich herumgesprochen: Wie wir wohnen, hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Immer mehr Häuslebauer interessieren sich daher für nachhaltiges Bauen. Das fängt bei der Auswahl verwendeter Materialien wie Baumaterialien, Bodenbelägen, Wandfarben & Co. an, die möglichst emissionsarm sein sollen, betrifft genauso eine möglichst energiesparende Heizungsanlage und eine vorausschauende Haustechnik - bis hin zu Möglichkeiten eines späteren altersgerechten Umbaus. Welche Aspekte spielen für das nachhaltige Bauen und die maßgeschneiderte Planung eine entscheidende Rolle? 

1. Nachhaltigkeit beginnt mit einer guten Detailplanung

Stammt das Holz für den Dachstuhl aus kontrollierter Forstwirtschaft? Welche Klebstoffe werden zur Verlegung des Laminats oder der Fliesen im Bad verwendet? Werden erneuerbare Energien zur Stromversorgung und zum Heizen des Eigenheims genutzt? Wie umweltfreundlich und emissionsarm sind die im Eigenheim verwendeten Materialien?

Wer nachhaltiges Bauen konsequent umsetzen will, hat viele Detailaspekte zu beachten. Ein Aufwand, der sich auszahlt: mit einem hohen Maß an Wohngesundheit ebenso wie mit einer guten Wertentwicklung der Immobilie.

Schöner, heller Essbereich eines Hauses.
Nachhaltiges Bauen bedeutet, an die Zukunft zu denken - sowohl ökologisch als auch mit Blick auf die Wertentwicklung der Immobilie. Foto: djd/Hanse Haus

2. Zertifizierungssysteme als Maßstab nutzen

Wie lassen sich verschiedene Hausentwürfe miteinander vergleichen, wie "nachhaltig" ist das eigene Wohnhaus wirklich? Orientierung bieten unabhängige Zertifizierungssysteme für das nachhaltige Bauen. Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) etwa hat 2009 ein ausgeklügeltes Bewertungsschema entwickelt.

Bewertet wird dabei die Qualität eines Gebäudes im umfassenden Sinne, über den kompletten Gebäudelebenszyklus hinweg und bezogen auf insgesamt sechs Themenfelder: Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Diese wiederum teilen sich in insgesamt 40 Kriterien auf. Das Resultat ist somit eine neutrale und detaillierte Bewertung - am Ende steht eine Zertifizierung des Eigenheims in verschiedenen Stufen von "Platin" bis "Bronze".

Schöner, heller Essbereich eines Hauses.
Nachhaltiges Bauen bedeutet, an die Zukunft zu denken - sowohl ökologisch als auch mit Blick auf die Wertentwicklung der Immobilie. Foto: djd/Hanse Haus

3. Erfahrene Fachleute für nachhaltiges Bauen finden

Das detaillierte Bewertungsschema zeigt bereits: Nachhaltiges Bauen ist ein Thema, das Laien alleine kaum überblicken können. Sie benötigen erfahrene Baufachleute mit entsprechender Kompetenz an ihrer Seite. Experten, die bereits eine DGNB-Zertifizierung vorweisen können, sind dabei sicherlich die ersten Ansprechpartner.

4. Fördermittel für nachhaltiges Bauen nutzen

Bauherren, die ein nachhaltiges Eigenheim errichten und zertifizieren lassen, haben die Möglichkeit, einen Zuschuss für die Baubegleitung bei der KfW zu erhalten. Pro Bauvorhaben umfasst dieser 50 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 4.000 Euro. Der Zuschuss ist an das KfW-Produkt "Energieeffizient Bauen und Sanieren" gekoppelt und kann sich auf verschiedene Leistungen beziehen wie etwa Auditorenleistungen, Fachplanungen und die Durchführung von Messungen der Innenraumluftqualität oder der Luftdichtheit.

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