Bauen
Artikel vom 01.11.2014

Fußbodenaufbau: Energieeffizient und komfortabel

Fußbodenheizungen schaffen mehr Komfort durch eine gleichmäßige Wärmeverteilung in den Räumen. Zudem sind sie ideal für den Betrieb mit einer Wärmepumpe. Denn die Flächenheizungs-Systeme benötigen deutlich geringere Vorlauftemperaturen als herkömmliche Heizkörper. Und je niedriger die Vorlauftemperatur ausfallen kann, desto energieeffizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Der richtige Bodenaufbau bestimmt mit, wie effizient eine Fußbodenheizung arbeitet. Foto: djd/Heidelberger Beton
Der richtige Bodenaufbau bestimmt mit, wie effizient eine Fußbodenheizung arbeitet. Foto: djd/Heidelberger Beton

Vorteil 1: Unten dämmend, oben wärmeleitend

Der Aufbau des Fußbodens spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Effizienz eines Fußbodenheizungs-Systems. Grundsätzlich sollte der Boden unterhalb der Fußbodenheizungs-Rohre möglichst gut gedämmmt sein, damit keine Wärme nach unten verloren geht. Nach oben an die Bodenoberfläche dagegen soll die Wärme möglichst verlustfrei gelangen - zum Umschließen der Heizungsrohre und als Estrich sind daher wärmeleitende Werkstoffe gefragt. Bewährt hat sich ein Aufbau, bei dem auf den Rohboden zunächst als Ausgleichsschicht eine Flüssigdämmung aufgebracht wird. Sie kommt fertig aus dem Fahrmischer und stellt eine optimale Wärmedämmung sicher. Versorgungsleitungen für Wasser, Strom oder Kommunikation lassen sich in dieser Schicht gut unterbringen.

Vorteil 2: Ebener Bodenabschluss nach oben

Die Rohre der Fußbodenheizung werden oberhalb der Ausgleichsschicht verlegt und idealerweise mit einem Zementfließestrich überdeckt. Er umschließt die Rohre lückenlos und ohne Lufteinschlüsse und sorgt so für einen verlustarmen Wärmetransport nach oben. Zugleich ist der Zementfließestrich nahezu selbstnivellierend und erzeugt einen ebenen Bodenabschluss, auf dem sich der sichtbare Bodenbelag verlegen lässt. Als optimal für die Fußbodenheizung zeigen sich keramische Fliesen oder Naturstein, da sie weniger wärmedämmend sind als etwa Teppichböden, Holz oder Holzwerkstoffe.

Videotipp: Flüssigdämmung

drucken