Bauen
Artikel vom 24.10.2017

5 Tipps zur Förderung der Dachbodendämmung

Eine Dachdämmung mit Mineralwolle ist förderungsfähig.
Bei Sanierungsprojekten beispielsweise sind sowohl eine umfassende Sanierung zum Effizienzhaus als auch Einzelmaßnahmen wie eine Dachdämmung mit Mineralwolle förderfähig. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

Eine Wärmedämmung vom Dach bis zum Keller spart Energie und Heizkosten und steigert den Wohnkomfort. Im Neubau und in der Sanierung sind sowohl größere Maßnahmen als auch Einzelmaßnahmen wie etwa eine Dachbodendämmung mit Mineralwolle förderfähig, vor allem durch die KfW.

1. Tipp: Kredit oder Zuschuss muss vor der Baumaßnahme beantragt werden

Die KfW als Förderbank des Bundes vergibt einerseits zinsgünstige Darlehen, um energieeffizientes Bauen, Sanieren oder den Erwerb einer energieeffizient erstellten Immobilie zu unterstützen. Einen solchen Kredit müssen Sie vor Start der Baumaßnahme oder vor dem Erwerb über die Bank beantragen, welche auch die Gesamtfinanzierung Ihres Projekts abwickelt. Die zweite Fördermöglichkeit ist ein Investitionszuschuss, der für Sanierungsmaßnahmen direkt bei der KfW vor Sanierungsstart beantragt wird. Eine gute Übersicht zum Thema Fördermittel, etwa bei der Dachbodendämmung mit Mineralwolle, finden Sie unter http://www.der-daemmstoff.de/service/finanzierung/.

Die KfW unterstützt manche Dachdämmungen mit Finanzen.
Der Staat unterstützt Sanierungsmaßnahmen maßgeblich – hier die aktuellen KfW-Förderprogramme und Konditionen im Überblick. Foto: djd/FMI Fachverband Mineralwolleindustrie

2. Tipp: Je höher der Energiestandard, desto höher die KfW-Förderung

Neubauten und zu sanierende Häuser werden von der KfW gefördert, wenn sie einen äußerst niedrigen Energiebedarf aufweisen und eingestuft werden als KfW-Effizienzhaus. Je kleiner die Zahl beim KfW-Effizienzhaus, umso energieeffizienter die sanierte Immobilie und umso höher die Förderung. Wenn Sie Ihre Immobilie energetisch sanieren möchten, etwa über eine Dachbodendämmung mit Mineralwolle, können Sie über das Förderprogramm 151 "Energieeffizient Sanieren - Kredit" bis zu 100.000 Euro zu sehr guten Konditionen finanzieren und erhalten je nach Effizienzstandard zusätzlich bis zu 27,5 Prozent beziehungsweise bis zu 27.000 Euro Tilgungszuschuss.

3. Tipp: Bei vorhandenen Mitteln Investitionszuschuss beantragen

Das Förderprogramm 430 "Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss" kommt für Sie als Hausbesitzer in Frage, wenn Sie bereits über entsprechende finanzielle Mittel verfügen. Sie erhalten dann einen Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit.

4. Tipp: Kredit wird bei hohem Effizienzhausstandard teils erlassen

Je nach Höhe des Effizienzhausstandards wird bei einem KfW-Kredit ein Teil der Darlehenssumme erlassen. Beim Förderprogramm 153 sind das für ein KfW-Effizienzhaus 55 bei einer Kreditsumme von maximal 100.000 Euro bereits 5 Prozent beziehungsweise 5.000 Euro des Förderdarlehens, ab dem KfW-Effizienzhaus 40 plus erhalten Sie sogar 15 Prozent beziehungsweise 15.000 Euro gutgeschrieben.

5. Tipp: Keine KfW-Förderung für Wärmedämmung ohne Energieberatung

Hausbau und Sanierung sind komplexe Projekte. Zur Planung empfiehlt sich für Bauherren und Hauseigentümer daher sowohl eine Erstberatung durch die Verbraucherzentrale wie auch die Einbeziehung eines Energiefachberaters. Ein Energieberater wird etwa durch das BAFA-Programm "Vor-Ort-Beratung" mit bis zu 60 Prozent und maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser gefördert.

Die KfW setzt die Einschaltung eines in der Dena-Expertenliste aufgeführten Energieberaters vor Start der Maßnahme und Beantragung der Förderung voraus. Dieser erstellt ein Sanierungskonzept und bestätigt, dass man die Fördergelder beantragen kann.

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