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Artikel vom 17.10.2018

5 Tipps, worauf Sie bei einer Alarmanlage fürs Haus achten sollten

Einbrecher wird bei der Tat von einer Überwachungskamera gefilmt
Ein wachsames Auge rund ums Haus: Eine Videoüberwachung rundet den mechatronischen Schutz sowie die Alarmsicherung ab. Foto: djd/Abus

Viele Menschen kennen in der Nachbarschaft, im Freundes- oder Familienkreis jemanden, der bereits Opfer eines Einbruchs geworden ist. Tatsächlich bewegt sich die Zahl der entsprechenden Straftraten weiterhin auf hohem Niveau, sodass viele darüber nachdenken, ihre eigenen vier Wände und ihre Wertsachen besser vor den Ganoven zu schützen. Wir geben Tipps, für wen eine Alarmanlage fürs Haus sinnvoll ist und worauf Sie bei der Planung achten sollten.

1. Vor der Alarmanlage fürs Haus zunächst den Basisschutz sicherstellen

Einbrecher möchten vor allem eines: schnell Beute machen und unerkannt bleiben. Bei nur schlecht oder gar nicht gesicherten Fenstern sowie Terrassen- und Balkontüren reicht ihnen meist ganz normales Alltagswerkzeug aus, um sich Zutritt zu fremden Häusern zu verschaffen. Eine Alarmanlage soll diesen Versuch erkennen und die Täter durch Warnsignale in die Flucht schlagen. Doch noch besser ist es, die Täter gar nicht erst ins Haus gelangen zu lassen. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Kauf einer Alarmanlage zunächst den mechanischen Basisschutz für leicht zugängliche Fenster und Türen nachrüsten zu lassen. Wichtig dabei: Achten Sie darauf, dass die Sicherheitsprodukte den DIN-Normen und den Empfehlungen der Polizei entsprechen.

Ein Mann versucht in ein Haus einzubrechen.
Sicherheitsexperten empfehlen, die Funkalarmanlage mit einem mechanischen Schutz für Fenster und Türen zu kombinieren, um damit für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Foto: djd/Abus
Ein Einbrecher versucht die über die Wohnzimmertür in das Haus zu gelangen
Ohne eine mechatronische Sicherung von Fenstern und Türen gelingt es Einbrechern oft in wenigen Sekunden, in fremde Häuser zu gelangen. Foto: djd/Abus

2. Sicherheit clever mit einem mechatronischen Schutz kombinieren

Einen Schritt weiter geht mechatronischer Einbruchschutz. Die "Secvest Touch"-Funkalarmanlage von ABUS  etwa kann Einbrechern am Fenster oder an der Tür einen Widerstand von über einer Tonne entgegensetzen. Gleichzeitig gibt das System laut Alarm und holt Hilfe. Mechatronischer Einbruchschutz kann somit den Täter in der Regel tatsächlich aufhalten.

3. Bei der Alarmanlage fürs Haus auf Zertifizierungen achten

Beim Kauf einer Alarmanlage sollten Sie unbedingt auf Zertifizierungen achten - nur geprüfte Systeme bieten wirklich zuverlässigen Schutz. Die "mechatronische" Funkalarmanlage beispielsweise ist VdS-Home-zertifiziert und erfüllt die Vorgaben der Norm EN 50131-1 Grad 2. Zusätzlich lassen sich elektronische Zutrittskontrollsysteme in das Alarmsystem integrieren. Fachbetriebe vor Ort können in der individuellen Beratung ein Sicherheitskonzept speziell für Ihr Eigenheim entwickeln und auch die Montage vornehmen.

4. Zusätzlicher Schutz mit einer Videoüberwachung

Noch weiter steigern können Sie das Sicherheitskonzept für Ihr Zuhause mit einer Videoüberwachung. Besonders praktisch sind IP-Kameras, die sich kabellos per WLAN mit der Alarmanlage verbinden lassen. Kameras rund ums Haus haben eine abschreckende Wirkung, zudem liefern sie im Falle eines Falles wichtiges Beweismaterial. Und nicht nur Ihre Wertsachen im Haus sind damit geschützt: Eine Videoüberwachung Ihres Privatgrundstücks behält auch Wertgegenstände im Außenbereich wie teure Räder, Motorräder, Grillgeräte und mehr im Blick.

Die Tatwaffen eines Einbrechers
Tatort Terrassentür: Einbrechern genügen bei ungesicherten Fenstern und Türen ganz normale, haushaltsübliche Werkzeuge, um sich Zugang zu verschaffen. Foto: djd/Abus

5. Welche Fördermittel gibt es für eine Alarmanlage im Haus?

Wer das Zuhause mit einem wirksamen Einbruchschutz ausstatten will, sollte dabei kein Geld verschenken. Investitionen in die eigene Sicherheit werden von staatlicher Seite mit 100 bis maximal 1.500 Euro gefördert. Bereits bei Maßnahmen ab 500 Euro gibt es Zuschüsse aus dem KfW-Programm "Altersgerecht umbauen". Wichtig ist dabei, erst den Antrag zu stellen, bevor die Installation erfolgt. Mehr Informationen dazu gibt es ebenfalls bei Fachbetrieben vor Ort.

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