Städte und Kultur
Artikel vom 08.07.2016

Wien: 6 Tipps für eine bezaubernde Stadt

Das Kolpinghaus Wien-Zentral liegt im Herzen der Stadt, alle Attraktionen der Donaumetropole sind auf kurzen Wegen erreichbar. Die bunte Fassade wurde vom Künstler Prof. Karl Korab entworfen. Foto: djd/Kolpinghaus Wien-Zentral/ Toni Rappersberger

Stephansdom, Burgtheater, Lipizzaner und Schönbrunn: Wien bietet eine unendliche Fülle an Kunst und Kultur. Das Schöne an der österreichischen Metropole: Die Innenstadt ist zugleich so angenehm überschaubar, dass man an einem Wochenende bequem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen und sich von der Wiener Lebensart anstecken lassen kann. Für kulinarische Erlebnisse und die Kaffeehauskultur sollte man sich immer Zeit lassen. Wir geben die besten Wien Tipps, um die österreichische Hauptstadt individuell zu erkunden.

Tipp 1: Eine zentrale Unterkunft finden

Ein wichtiger Tipp vorab: In Wien sollte man sich ein Hotel im Herzen der Stadt sichern, von dort geht es auf kurzen Wegen zu den Highlights der Stadt. Günstige Zimmer findet man beispielsweise im Kolpinghaus Wien-Zentral.

Im Sommer sitzt man am Naschmarkt draußen - das fühlt sich auch für Wiener wie Urlaub an. Foto: djd/Kolpinghaus Wien-Zentral/Wien Tourismus/Peter Rigaud

Tipp 2: Kulinarische Genüsse am Wiener Naschmarkt

Selbstgemachter Frischkäse mit wildem Thymian und Sesam, Bruschetta mit gegrillten Zucchini, griechischer Joghurt mit Goji Beeren und kandierten Nüssen - das turbulente Treiben am Naschmarkt lädt zum Teilen und Verweilen ein. Tipp: Umgeben von orientalischen Düften kann man im "NENI" eine ganz besondere Gastfreundschaft erleben.

Wer lieber frischen Fisch in allen Variationen genießen mag, läuft ein Stück weiter stadteinwärts und kann sich ein Lokal nach dem anderen aussuchen. Während man ganz oben am Ende im "Umarfisch" die Fischplatte genießen kann, ist schon das obere Zipfl des berühmten "Krauthappl" zu sehen - die Kuppel auf der Wiener Secession. In der Wiener Secession (="Krauthappl") befindet sich das unbedingt sehenswerte wie berühmte Beethovenfries von Gustav Klimt aus dem Jahr 1901. Am Naschmarkt gibt es zudem jeden Samstag Österreichs größten Flohmarkt. Bei schönem Wetter suchen und feilschen um die 15.000 Besucher hier um die Wette.

Das Ausstellungsgebäude der Wiener Secession mit der berühmten Kuppel, dem sogenannten Krauthappl. Foto: djd/Kolpinghaus Wien-Zentral/Wien Tourismus/Manfred Horvath
Jeden Samstag findet am Naschmarkt der größte Flohmarkt Wiens statt. Foto: djd/Kolpinghaus Wien-Zentral/Wien Tourismus/Popp&Hackner

Tipp 3: Das Museumsquartier besuchen

Das Museumsquartier (MQ) ist eine Drehscheibe für Theater, Kunst und Kultur für Menschen allen Alters. Die zahlreichen, spektakulär bestückten Museen spannen den kunsthistorischen Bogen von der vorletzten Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Nach einem Besuch der Sammlung Leopold (u.a. Meisterwerke von Egon Schiele und Gustav Klimt) mit den Meisterwerken des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus kann man im MQ den Abend in einem der vielen Lokale gemütlich ausklingen lassen. Sehenswert sind im Hof des MQ die futuristischen Freiluftmöbel, genannt Enzis. Das Areal hat sich vor allem im Sommer zu einem beliebten Treffpunkt der Wiener und ihrer Gäste entwickelt.

Tipp 4: Das alte und gleichzeitig junge Wien

Sogar die Wienerinnen und Wiener bekommen noch Gänsehaut, wenn sie vor dem Haupteingang des MQ stehen und von dort direkt auf ein Stück Geschichte Wiens blicken: auf das Natur- und das Kunsthistorische Museum und das Heldentor mit dem Heldenplatz - gleich dahinter befindet sich schon die opulente Hofburg. Der Volksgarten ist der Park, der von den beiden Museen umrahmt wird. "Volksgarten" heißt auch ein sehr bekannter Club. Am Donnerstagabend gibt es immer Events, die "ältere Semester" ansprechen - am Samstag gibt es unter dem treffenden Namen "Get Whipped" House vom Feinsten. Im Sommer kann man sich auch ein lauschiges Plätzchen im "Volksgarten-Pavillon" suchen.

Tipp 5: Kreatives Shopping fernab vom Mainstream

Der 6. und der 7. Wiener Bezirk sind für ihre originellen und lässigen Geschäfte bekannt. Rund um die größte Einkaufsstraße Wiens, die Mariahilfer Straße, tummeln sich in den Nebengassen originelle Shops junger Designer. Hier findet man Vintage, vieles im angesagten Shabby Chic, und außergewöhnliche Accessoires - wahre Schatzkammern für Geschenksuchende und spannend für jene, die gern hübsche Läden ab vom Üblichen erkunden. Tipp: Informationen gibt es beispielsweise unter www.diestadtspionin.at.

Impressionen aus dem gemütlichen Café Sperl in der Gumpendorfer Straße. Foto: djd/Kolpinghaus Wien-Zentral/Café Sperl

Tipp 6: Kein Wien-Besuch ohne Kaffeegenuss

Wien ohne Kaffeegenuss, das geht gar nicht - nur 200 Meter vom Kolpinghaus Wien-Zentral entfernt befindet sich eines der ältesten Kaffeehäuser Wiens, das Café Sperl. Ein Tipp für jeden Wien-Besuch: Am besten sollte man sich dort in eine Nische ans Fenster zur Gumpendorfer Straße setzen, eine Wiener Melange bestellen, sich eine hausgemachte Torte empfehlen lassen und eine Zeitung aufschlagen - und dann über den Zeitungsrand hinaus das gemütliche Treiben beobachten. Nur 15 gemütliche Gehminuten entfernt befindet sich mit der Albertina, eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt.

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