Städte und Kultur
Artikel vom 04.02.2020

5 Wandertipps rund um Weiden in der Oberpfalz

Rund um Weiden in der Oberpfalz können Wanderer zu aussichtsreichen Touren aufbrechen.
Rund um Weiden in der Oberpfalz können Wanderer zu aussichtsreichen Touren aufbrechen. Foto: djd/Tourist-Information der Stadt Weiden i.d.OPf./T. Kujat

Pilgern auf dem Jakobsweg, Radfahren über die Alpen, Trekking auf den Kilimandscharo - je ausgefallener die Angebote, umso überlaufener sind sie meist auch. Wer keine Lust auf den "Gänsemarsch" hat und sich lieber frei bestimmt in der Natur bewegt, ist im wildromantischen Oberpfälzer Wald genau richtig. Ein guter Ausgangspunkt ist Weiden in der Oberpfalz, da die Stadt gleich auf mehreren Wander- und Radrouten liegt. Wir geben 5 Tipps für Aktivurlauber:

Tipp 1: Auf geht’s zum Goldsteig

Für sportlich ambitionierte Wanderfreunde ist vor allem die Nähe zum Goldsteig interessant, dem längsten Qualitätswanderweg Deutschlands. Gleich zwei Zuwege führen vom Max-Reger-Park aus auf den beliebten Fernwanderweg: Verlässt man die Stadt in nördlicher Richtung, sind es 6,4 Kilometer über Edeldorf vorbei am Ortsrand von Wilchenreuth, bis man auf den Goldsteig gelangt. Die südliche Route beträgt 7,2 Kilometer. Sie führt über Schirmitz zum Hl. Dreifaltigkeitsberg bei Muglhof, wo unterhalb der kleinen Kapelle der Zuweg auf den Goldsteig trifft.

An der Dreifaltigkeitskapelle Muglhof trifft der Zuweg von Weiden auf den Qualitätswanderweg Goldsteig.
An der Dreifaltigkeitskapelle Muglhof trifft der Zuweg von Weiden auf den Qualitätswanderweg Goldsteig. Foto: djd/Tourist-Information der Stadt Weiden i.d.OPf./T. Kujat
Wildromantisch präsentiert sich der Oberpfälzer Wald.
Wildromantisch präsentiert sich der Oberpfälzer Wald. Foto: djd/Tourist-Information der Stadt Weiden i.d.OPf./T. Kujat

Tipp 2: Rund um Weiden in der Oberpfalz

Ein grün-roter Kreis markiert den 33 Kilometer langen Rundwanderweg des Oberpfälzer Waldvereins. Auf der Strecke genießen Wanderer immer wieder schöne Ausblicke auf die Stadt. Ausgangspunkt ist die Wandertafel am Großparkplatz Naabwiesen. Am idyllischen Flutkanal und der Stadtgrenze entlang führt die Route durch ruhige Waldgebiete wieder zurück zum Ausgangspunkt. In regelmäßigen Abständen gibt es Restaurants und Wirtshäuser, in denen man sich stärken kann.

Tipp 3: Ins wildromantische Waldnaabtal

Radfahrer können direkt vom Zentrum Weidens aus zu schönen Touren aufbrechen, denn gleich mehrere Radstrecken verlaufen entlang der Waldnaab in der Nähe der Altstadt. Etwa der romantische Waldnaabtal-Radweg, einer der Hauptradwege des Oberpfälzer Waldes. Im Naturschutzgebiet Waldnaabtal sind vor allem die imposanten Felsformationen, wie Amboss oder Butterfass, sehenswert. Unterwegs laden urige Zoiglstuben ein, sich mit dem traditionellen untergärigen Bier zu erfrischen.

Tipp 4: Sakrale Kunstschätze

Der Simultankirchen-Radweg führt zu sakralen Kunstschätzen: stattliche Gotteshäuser und kleine Dorfkirchen, die von Protestanten und Katholiken gemeinsam genutzt werden. Unmittelbar in der Altstadt sowie in den beiden Ortsteilen Rothenstadt und Neunkirchen liegen gleich drei beeindruckende Simultankirchen auf dem Radweg: St. Michael, St. Dionysius und St. Bartholomäus.

Alle Infos zum Radweg

Wer dem stadtökologischen Lehrpfad durch Weiden in der Oberpfalz folgt, nimmt ungewöhnliche Blickwinkel ein.
Die Stadtmauer als Lebensraum für Moose und Flechten: Wer dem stadtökologischen Lehrpfad durch Weiden in der Oberpfalz folgt, nimmt ungewöhnliche Blickwinkel ein. Foto: djd/Tourist-Information der Stadt Weiden i.d.OPf./Thomas Kujat

Tipp 5: Der etwas andere Stadtrundgang

Wer dem stadtökologischen Lehrpfad durch Weiden in der Oberpfalz folgt, lernt, genau hinzuschauen und ungewöhnliche Blickwinkel einzunehmen. 20 Stationen, beginnend am Neuen Rathaus, richten ihre Aufmerksamkeit auf ökologische, soziale und historische Gesichtspunkte. So wird auf den Lebensraum unscheinbarer Moose, Flechten und Kräuter in den Fugen der alten Stadtmauer genauso hingewiesen wie auf die Bedeutung des unteren Marktplatzes als geselliger Treffpunkt für Generationen.

Weiter geht der Spaziergang zur Stadtpfarrkirche St. Michael, wo man seinen Blick weit nach oben richten sollte. Denn in einer Nische neben der Turmuhr zieht jedes Jahr ein Turmfalkenpaar seine Brut auf. Ein ganzer Zoo exotischer Tieren kann in Form von Reliefs, Bildern und Plastiken in der Josefskirche bestaunt werden.

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