Städte und Kultur

Auf den zweiten Blick: 5 Entdeckungen der etwas anderen Art in Weiden in der Oberpfalz

Im Zentrum des Marktplatzes steht das Alte Rathaus auf dessen Giebel regelmäßig Störche ihre Jungen großziehen.
Im Zentrum des Marktplatzes steht das Alte Rathaus auf dessen Giebel regelmäßig Störche ihre Jungen großziehen. Foto: djd/Tourist-Information Stadt Weiden/T. Kujat

Was macht das Flair einer Stadt aus? Zu den ersten Impressionen gehören zum Beispiel prächtige Baudenkmäler und eine schöne Innenstadt mit quirligem Einkaufserlebnis. Doch es gibt noch viel mehr Facetten, die eine Stadt lebens- und erlebenswert machen. Manches Detail offenbart sich erst bei näherem Hinschauen. In der Stadt Weiden in der Oberpfalz sind Besucher deshalb ausdrücklich eingeladen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Der „Stadtökologische Lehrpfad“ weist Interessierte an 20 Stationen auf interessante ökologische und historische Aspekte hin, die man im Vorbeigehen vielleicht nicht wahrgenommen hätte. Unter www.weiden-tourismus.info gibt es weitere Informationen. Näheres Hinschauen lohnt sich zum Beispiel an diesen fünf Stationen:

1. Auf dem Giebel des Alten Rathauses

Mit seinem historischen Charme beherrscht das Alte Rathaus den Marktplatz in Weiden. Doch nicht nur die restaurierte Fassade mit ihrem klangvollen Glockenspiel zieht bewundernde Blicke auf sich. Hoch oben auf dem Giebel thront ein Storchenhorst. Unbeeindruckt vom Treiben unten auf dem Marktplatz ziehen hier regelmäßig Weißstörche ihre Jungen auf. Die Ankunft der Adebare im Frühling hat eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert wurden erstmals die Rathausstörche in der Stadt Weiden erwähnt.

Der Max-Reger-Park ist eine Oase für Ruhesuchende und Naturfreunde.
Der Max-Reger-Park ist eine Oase für Ruhesuchende und Naturfreunde. Foto: djd/Tourist-Information Stadt Weiden/T. Kujat

2. Kopfweiden am Kirchsteig

Die Kopfweiden am Kirchsteig wurden um die Jahrhundertwende gepflanzt. Ihre Ruten dienten vor allem den Korbflechtern als Handwerksmaterial. Dazu wurden die Bäume in ein- bis fünfjährigem Rhythmus geköpft. Heute sind die alten Kulturbäume Lebensraum für Moose, Flechten und zahlreiche Tierarten. Die schattige Allee lädt vor allem an heißen Sommertagen zum Flanieren ein.

3. Waldsassener Kasten

Eines der wenigen barocken Gebäude in der Stadt Weiden ist der beeindruckende Waldsassener Kasten, der Mitte des 18. Jahrhunderts als Getreidekasten für das Kloster Waldsassen erbaut wurde. Heute befindet sich in seinen prächtigen Mauern das Internationale Keramik-Museum. Der kulturgeschichtliche Rundgang offenbart Keramikobjekte aus sieben Jahrtausenden, von mesopotamischen Keilschrifttafeln über feinstes Porzellan aus China bis zu modernem Geschirrdesign; darüber hinaus werden auch immer wieder wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.

Eine Station des Stadtökologischen Lehrpfads ist die alte Stadtmauer, die winzigen Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet.
Eine Station des Stadtökologischen Lehrpfads ist die alte Stadtmauer, die winzigen Spezialisten unter den Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet. Foto: djd/Tourist-Information Stadt Weiden/T. Kujat

4. Stadtbad

Nur ein paar Gehminuten von der Altstadt entfernt befindet sich das Weidener Stadtbad. Idyllisch im Grünen und direkt an der Waldnaab kann man hier entspannen und die Seele baumeln lassen. Neben einer Kneipp-Anlage und einem großzügigen Spielplatz bietet das Stadtbad auch ein gemütliches Lokal mit Biergarten. Der Eintritt ins Stadtbad ist kostenfrei. Für Wanderfreunde führt von hier ein Zuweg direkt zum beliebten Fernwanderweg, dem Goldsteig.

5. Nicht nur für Musikliebhaber: Spaziergang durch den Max-Reger-Park

Der Max-Reger-Park ist unter Musikfreunden überregional bekannt, denn hier erklingen alljährlich von Mitte Juni bis Mitte August die beliebten Sommerserenaden. Weidens grüne Oase lädt aber auch Ruhesuchende und Naturfreunde zum erholsamen Spaziergang ein. Vorbei an der hübschen Nepomuk-Kapelle gelangt man zum prunkvollen Tritonbrunnen im Zentrum der bunten Gartenanlage. Weiter geht’s Richtung Stadtmühlbach, wo schon von Weitem exotische Rufe aus den Volieren erklingen. Gleich nebenan darf sich eine naturnahe Gras-, Blumenzwiebel- und Kräuterfläche entfalten und ihren Artenreichtum präsentieren.

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