Städte und Kultur
Artikel vom 02.02.2016

Sehenswürdigkeiten Darmstadt - vom Musenhügel zum Weltraum

Stadtansicht orange beleuchtet mit Feuerwerk am Himmel
Eine Nacht in Orange - unter diesem Motto erstrahlen die Häuser der Künstlerkolonie Mathildenhöhe bei den Darmstädter Jugendstiltagen. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Rüdiger Dunker

Darmstadt wird in einem Atemzug mit Metropolen wie Paris, Wien und München genannt - und zwar wenn es um den Jugendstil geht. Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe, ein einzigartiges Architekturensemble aus der Zeit um 1900, lockt Kulturliebhaber und Kurzurlauber aus aller Welt in die südhessische Kunst- und Wissenschaftsstadt. Die Mischung macht’s - das Gesicht von Darmstadt ist geprägt von einer lässigen, internationalen Atmosphäre und kultureller Vielfalt, deren Spektrum von unterschiedlichen Museen über renommierte Literaturinstitute bis zu hochkarätigen Musik- und Theaterinszenierungen reicht.

Tipp 1: Mit den Darmstadt-Apps auf Entdeckungstour

Mit den verschiedenen Apps können Sie Ihren Aufenthalt in Darmstadt perfekt planen und gestalten - egal ob es um allgemeine Informationen zur Stadt oder zu bestimmten Veranstaltungen geht. Die Darmstadt App etwa bietet einen Stadtplan mit Sehenswürdigkeiten und Gastronomiebetrieben, einen Veranstaltungskalender und Vorschläge für Stadtrundgänge sowie Hörtouren mit der Straßenbahn und Nachrichten aus Darmstadt.

Eine Frau mit Smartphone vor einem Gebäude
Mit den Darmstadt-Apps können Besucher die schönsten Ecken der Stadt bequem auf eigene Faust entdecken. Foto: djd/Fraunhofer IGD/Darmstadt Marketing

Wer die schönsten Plätze sehen, Sehenswürdigkeiten in Darmstadt besuchen und interessante Geschichten aus der Stadt hören möchte, nimmt am besten an einer der zahlreichen Stadtführungen teil oder macht sich mit einer der Audio- und Hörtouren selbst auf den Weg.

Diese informieren zum Beispiel auf der "Linie 8", der "Linie 3" oder der "Wissenschaftslinie 4" während einer Straßenbahnfahrt über die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Darmstadt wie dem Luisenplatz in der Stadtmitte, dem Marktplatz mit dem Residenzschloss sowie dem futuristischen Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium führt auch der "Mobile Reiseführer - Darmstadt auf einen Blick".

Tipp 2: Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe entdecken

Der Hochzeitsturm von der Ferne, im Vordergrund Bäume
Der Hochzeitsturm auf dem Musenhügel ist ein Wahrzeichen Darmstadts. Foto: djd/Wissenschaftsstadt Darmstadt/Ulrich Mathias

Alle Wege in Darmstadt führen irgendwann zur Künstlerkolonie Mathildenhöhe, die aufgrund ihrer bau- und kunstgeschichtlichen Bedeutung für das Unesco Weltkulturerbe vorgeschlagen und eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Darmstadt ist. Die prächtigen Künstlerhäuser aus der Zeit des Jugendstils, das Museum Künstlerkolonie und die Russische Kapelle gruppieren sich auf dem sogenannten Musenhügel.

Mittendrin ragt das Wahrzeichen der Stadt, der Hochzeitsturm, stolze 48 Meter in die Höhe. Die Entstehung der Künstlerkolonie ist dem kunstsinnigen Großherzog Ernst Ludwig (1868 bis 1937) und seinem Mäzenatentum zu verdanken. Er lud im Jahr 1898 sieben Künstler, allen voran Joseph Maria Olbrich, in seine Heimatstadt ein und beauftragte sie mit der Gestaltung der Mathildenhöhe, die ursprünglich als öffentlicher Park im englischen Stil mit Gartenhäusern, Pavillons und dem Platanenhain angelegt worden war.

Tipp 3: Die Darmstädter Jugendstiltage

Der Musenhügel ist einmal im Jahr auch Schauplatz eines ganz besonderen Festwochenendes: Die Darmstädter Jugendstiltage ermöglichen kleinen und großen Besuchern in die Zeit der Jahrhundertwende um 1900 einzutauchen. Die üblicherweise öffentlich nicht zugänglichen Künstlerhäuser haben bis Mitternacht geöffnet und können auf geführten Rundgängen von außen bewundert werden.

Im Inneren erwarten die Besucher musikalische und magische Darbietungen. Konzerte auf zwei Bühnen, ein Kunsthandwerkermarkt und ein kulinarisches Dorf sorgen für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Unter dem diesjährigen Motto "Eine Nacht in Orange" erstrahlen am Samstagabend alle Gebäude der Mathildenhöhe. Zudem verwandeln 2.000 Windlichter und 300 Lampions das komplette Areal in ein einzigartiges Lichtermeer. Das Illuminationsfest ist unbestritten der Höhepunkt der Jugendstiltage, die ihren Abschluss am Sonntag beim Familienfest im Platanenhain finden.

Beleuchtete Russische Kapelle im Abendhimmel
Die Russische Kapelle ist eines der spektakulären Gebäude des Gesamtkunstwerks Mathildenhöhe. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Rüdiger Dunker

Tipp 4: Darmstadt ist auch Hauptstadt der europäischen Raumfahrt

Darmstadt ist nicht nur ein wichtiges Zentrum des europäischen Jugendstils, sondern auch die Hauptstadt der europäischen Raumfahrt. Im European Space Operations Centre ESOC, dem Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen und unter anderem mehr über den Kometenjäger Rosetta erfahren. Von EUMETSAT, der europäischen Organisation für meteorologische Satelliten, bezieht ganz Europa die aktuellsten Klimadaten und ein Rundgang zeigt, wie wichtig die Daten für den Alltag und die Zukunft sind.

Ein Tipp: Die Führungen sind sehr gefragt und sollten daher rechtzeitig gebucht werden. Als Standort einer renommierten Technischen Universität und vieler internationaler Forschungseinrichtungen macht Darmstadt dem 1997 verliehenen Titel Wissenschaftsstadt alle Ehre.

Tipp 5: Ein Wochenende in Darmstadt verbringen

Wer nur ein Wochenende Zeit hat, sollte sich die schönsten Seiten von Darmstadt ansehen und findet in unseren weiteren Darmstadt-Tipps sicher Inspiration.

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