Städte und Kultur
Artikel vom 27.02.2017

Darmstadt: Aktivitäten-Tipps für einen Wochenendtrip

Die Waldspirale von Friedensreich Hundertwasser
Die Waldspirale von Friedensreich Hundertwasser begeistert Fans des Wiener Künstlers und Freunde außergewöhnlicher Architektur. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Agnes Allig

Die Städtereise ist die beliebteste Form des Kurzurlaubs - Tendenz steigend. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Kunst, Kultur und Lifestyle sowie viele Aktivitäten bietet etwa das 1997 als "Wissenschaftsstadt" ausgezeichnete Darmstadt. Die südhessische Universitätsstadt, die rund 25 Kilometer vom Flughafen Frankfurt/Main entfernt liegt, verfügt über ein breitgefächertes und hochkarätiges kulturelles Angebot mit Museen, Ausstellungen, Theatern, Konzerten sowie saisonalen Veranstaltungen und Events. Hier sind Tipps für Aktivitäten, die einen Wochenendtrip nach Darmstadt zum Ereignis machen:

Tipp 1: Spaziergang vom Marktplatz zum Herrngarten

Den besten Einstieg ins Stadtleben von Darmstadt hat man auf dem Marktplatz. Jeden Samstag findet hier der Wochenmarkt mit frischen Produkten aus der Region statt. Von April bis Oktober lädt der Datterich, die Figur einer historischen Lokalposse, an jedem ersten Samstag im Monat mit zahlreichen Aktionen zum Verweilen ein. Danach empfiehlt sich ein Spaziergang durch den Herrngarten, den größten und ältesten Park Darmstadts, vorbei am Porzellanschlösschen bis ins Martinsviertel.

Wochenmarkt in Darmstadt
Der Wochenmarkt vor dem Darmstädter Schloss lädt jeden Samstag zum Einkaufen regionaler Produkte, zum Flanieren und zum Leute-Gucken ein. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Rüdiger Dunker

Tipp 2: Im Martinsviertel flanieren gehen

Im ältesten Viertel von Darmstadt mit seinen zahlreichen kleinen Läden, Szenecafés, Ateliers und Manufakturen lässt sich das typische Lebensgefühl besonders gut kennenlernen. Ein Muss für Architekturfans ist die Waldspirale, die nördlich vom Martinsviertel liegt. Die spektakuläre Wohnanlage wurde 1998 bis 2000 nach den Plänen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser gebaut. Den besten Blick auf das Areal hat man übrigens vom Parkhausdach gegenüber.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Das Hessische Landesmuseum Darmstadt bietet "die ganze Welt unter einem Dach" und ermöglicht eine Reise durch Erdgeschichte, Kunst und die Welt der Tiere. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Agnes Allig

Tipp 3: Die ganze Welt unter einem Dach

Das Schlossmuseum gibt anhand von Gemälden, Möbeln, Schmuck- und Gebrauchsgegenständen einen Einblick in die herrschaftliche Wohn- und Lebenskultur von vier Jahrhunderten sowie die Geschichte der fürstlichen Residenz und des Hauses Hessen-Darmstadt und dessen Verbindungen zu anderen europäischen Dynastien.

Eine Reise durch Erdgeschichte, Kunst und die Welt der Tiere bietet das Hessische Landesmuseum Darmstadt. Die Jugendstilsammlung, die Rüstungen auf dem "Catwalk" im Waffensaal oder moderne Kunst mit dem "Block Beuys" - zwischen Korkmodellen, Wollhaarmammut und der Gemäldegalerie ist für jeden etwas Spannendes dabei.

Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt
Das Architekturensemble Künstlerkolonie Mathildenhöhe ist Darmstadts bekannteste Sehenswürdigkeit. Foto: djd/Darmstadt Marketing/Agnes Allig

Tipp 4: Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe, ein Jugendstil-Ensemble aus der Zeit um 1900, ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Darmstadts. Aufgrund ihrer internationalen Bedeutung steht sie auf der Vorschlagsliste für das Unesco-Weltkulturerbe. Man erreicht sie beispielsweise im Rahmen des geführten Stadtrundgangs "Darmstadt auf einen Blick".

Vom Luisenplatz geht es zunächst am Schloss und am darmstadtium, dem modernen Wissenschafts- und Kongresszentrum, vorbei und dann hinauf auf die Stadtkrone mit den Künstlerhäusern, der Russischen Kapelle und dem Museum Künstlerkolonie, das vertiefende Einblicke in das kreative Schaffen der Jugendstilkünstler bietet. Zentrum des sogenannten "Musenhügels" ist der 48 Meter hohe Hochzeitsturm, von dem man bei schönem Wetter Weitblicke bis nach Frankfurt genießen kann.

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