Checklisten und Sicherheitstipps
Artikel vom 01.11.2014

5 Tipps für Haustauschferien

Ein Urlaub per Haustausch wird häufig zum Besuch bei guten Freunden. Foto: djd/HomeLink e.V.
Ein Urlaub per Haustausch wird häufig zum Besuch bei guten Freunden. Foto: djd/HomeLink e.V.

Eine immer beliebtere Alternative zu konventionellen Reisen stellt deshalb ein Urlaub per Haustauschferien dar: Man verbringt seine Ferien im Heim eines anderen, der zwischenzeitlich das eigene Domizil bewohnt. Auf kostengünstige Weise bieten sich so fast unbegrenzte Möglichkeiten, andere Gegenden, Städte und sogar ferne Länder zu bereisen. Wir geben Tipps, worauf Sie bei Haustauschferien achten sollten.

Tipp 1: Angenehme Unabhängigkeit bei Haustauschferien

Immer mehr Menschen bevorzugen die Unabhängigkeit, die sie in einer privaten Haustausch-Unterkunft erleben. Hier gibt es keine festen Speisezeiten, man kann kommen und gehen, wann man will, und kein Zimmerservice stört die Morgenruhe. Familien schätzen außerdem, dass keine strengen Hotelregeln oder empfindliche Zimmernachbarn Anstoß an lebhaften Kindern nehmen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mit leichtem Gepäck gereist wird - in Privathaushalten ist ja alles Nötige bereits vorhanden. Je nach Tauschfamilie braucht man weder Babyhochstuhl noch Fahrräder mitzubringen, und oft kann sogar das Auto mitgetauscht werden. Auch Tiere sind vielfach willkommen, und so mancher Tauschurlauber versorgt die daheimgebliebene Hauskatze, Aquarium und Zimmerpflanzen gerne mit.

Ob ein Appartement in der Stadt, ein gemütliches Häuschen auf dem Land oder die sprichwörtliche Villa am Meer - tauschen kann man alles. Foto: djd/HomeLink e.V.
Ob ein Appartement in der Stadt, ein gemütliches Häuschen auf dem Land oder die sprichwörtliche Villa am Meer - tauschen kann man alles. Foto: djd/HomeLink e.V.

Tipp 2: Keine Angst vor fremden Leuten

Wer sich erstmalig mit dem Gedanken an Haustauschferien beschäftigt, fragt sich natürlich auch, welches Risiko er damit eingeht. Immerhin überlässt man sein Heim Fremden, und man weiß ja anfangs nicht, mit wem man es zu tun bekommt. Grundsätzlich empfiehlt sich daher ein etabliertes, seriöses Netzwerk, bei dem gegebenenfalls Beschwerden auch nachgegangen wird.

In aller Regel decken private Hausrat- und Haftpflichtversicherungen anfallende Schäden ab, darüber hinaus sichert ein im Jahresbeitrag bereits enthaltener Garantiefonds in Höhe von 2.500 Euro weitere Ansprüche. Außerdem lernt man seinen Tauschpartner ja während der Verhandlungen meist schon gut kennen und am Ende stellen sich alle Bedenken meist als überflüssig heraus. Wer seinen Tauschpartner gerne vorher treffen möchte, bucht zum Beipiel ein Hotel für eine Nacht in der Nähe der Tauschfamilie.

Haustauschferien bedeuten nicht zwangsläufig einen gleichzeitigen Tausch zweier gleichwertiger Objekte - mit den Jahren haben sich unter Tauschurlaubern zahlreiche erfolgreiche Varianten entwickelt. Foto: djd/HomeLink e.V.
Haustauschferien bedeuten nicht zwangsläufig einen gleichzeitigen Tausch zweier gleichwertiger Objekte - mit den Jahren haben sich unter Tauschurlaubern zahlreiche erfolgreiche Varianten entwickelt. Foto: djd/HomeLink e.V.

Tipp 3: Ganz einfach online einen Tauschpartner finden

Das Prinzip, nach dem die Haustauschferien funktionieren, ist einfach und effektiv. Wer sich für einen Tauschurlaub interessiert, erstellt für sich und sein Heim ein aussagefähiges Profil, das dann mit allen wichtigen Daten und Bildern umgehend online in der Mitglieder-Datenbank der Haustausch-Anbieter erscheint. Als weltweite Haustauschcommunity vermittelt beispielsweise HomeLink e.V. seit Jahren Haustauschferien in mittlerweile 75 Ländern. Ist das Profil erstellt, kann man über eine einfache Suchfunktion unter den im Durchschnitt etwa 13.000 aktiven Angeboten nach einem passenden Objekt für seine Traumferien suchen.

Findet sich ein geeignetes, schickt man eine Tauscheinladung an das jeweilige Community-Mitglied. Gleichzeitig treffen natürlich auch Einladungen anderer interessierter Haustauscher ein. Stimmen die Wünsche mit einem Angebot überein, wird die Tauschvereinbarung per "Exchange-Agreement-Formular" bestätigt, und der Deal ist perfekt.

Ein Urlaub per Haustausch kann durch die ganze Welt führen. Foto: djd/HomeLink e.V.
Ein Urlaub per Haustausch kann durch die ganze Welt führen. Foto: djd/HomeLink e.V.

Tipp 4: Auch als Haussitting geeignet

Die klassische Form eines Haustausch-Urlaubes sieht natürlich so aus, dass zwei Parteien gleichzeitig das jeweilige Wohnhaus des anderen bewohnen. In der Praxis gibt es allerdings zahlreiche Variationen. So besteht beispielsweise keinerlei Verpflichtung, ein gleichwertiges Tauschobjekt zur Verfügung zu stellen. So mancher Mieter eines Stadtappartements tauscht mit ländlichen Eigenheimbesitzern, die für ihren Aufenthalt in der Metropole gerade eine praktische, zentrumsnahe Unterkunft suchen.

Beschränkungen hinsichtlich der Region oder Art der Wohnung gibt es nicht. Was zählt, sind allein die konkreten Zielvorstellungen der jeweiligen Tauschpartner und damit ist jede erdenkliche Kombination möglich, ob in der Eifel oder in Los Angeles. So ist auch beispielsweise ein zeitversetzter Tausch denkbar - etwa über eine Vereinbarung zum Einhüten eines leerstehenden Hauses, oder über den Tausch eines Ferienhauses.

Tipp 5: Offene für andere Menschen sein

Haustauschferien sind nur etwas für spontane junge Leute? Weit gefehlt. Diese Form des Urlaubes begeistert inzwischen alle Altersklassen, Berufsgruppen und familiäre Strukturen. Natürlich reizt der finanzielle Aspekt - immerhin fallen für einen Urlaub per Haustausch außer den Anfahrtskosten keine weiteren Gebühren an. Wenn man den Berichten der Mitglieder glaubt, so ist allerdings der Faktor Mensch das Entscheidende. Nicht wenige Tauschpartnerschaften führen zu echten Freundschaften über alle Ländergrenzen hinweg, und die Tatsache, dass man seinen Urlaub im gewachsenen Lebensumfeld des Tauschpartners verbringt, baut einen ganz besonders engen Kontakt zu Kultur und Leben am Tauschort auf.

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