Checklisten und Sicherheitstipps
Artikel vom 03.03.2015

Gefährliche Reiseländer: 6 Dinge, die Urlauber beachten sollten

Trügerische Ruhe? Vor Planung einer Reise und dann noch einmal vor Antritt sollte man einen Blick auf die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes werfen. Foto: djd/thx
Trügerische Ruhe? Vor Planung einer Reise und dann noch einmal vor Antritt sollte man einen Blick auf die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes werfen. Foto: djd/thx

Syrien und Irak, Jemen und Ägypten - und ganz in der "Nachbarschaft" die Türkei: Die weltweiten Krisen, die sich immer mehr auszuweiten scheinen, hinterlassen ihre Spuren. Für Urlauber bedeutet dies, dass auch sie sich besser vorbereiten und vorsichtiger sein müssen. Wir haben Tipps, was Sie dabei beachten sollten.

Tipp 1: Sich vorab beim Auswärtigen Amt informieren

Vor Planung der Reise einen Blick auf die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes werfen: Die Liste - von Irak bis zur Zentralafrikanischen Republik - enthält eine Aufstellung der Länder, in denen die Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht. Die Sicherheitslage kann sich schnell ändern, deshalb sollte man auch kurz vor Antritt der Reise noch einen Blick darauf werfen. Auch Reisebüros geben aktuelle Hinweise auf die Sicherheitslage in dem jeweiligen Reiseland.

Vor dem Urlaub in fernen Ländern sollten sich Urlauber gut über die jeweilige Sicherheitslage informieren. Foto: djd/thx
Vor dem Urlaub in fernen Ländern sollten sich Urlauber gut über die jeweilige Sicherheitslage informieren. Foto: djd/thx

Tipp 2: Sich bewusst machen, wie man für die eigene Sicherheit Sorge trägt

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten, nicht nur in den genannten Krisenregionen. Man sollte sich vor und während einer Reise sorgsam über die Situation in seinem Gastland informieren, sich angemessen verhalten, die lokalen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge den lokalen Polizei- oder Sicherheitsdiensten melden.

Tipp 3: Etwaige Risiko-Orte wie öffentliche Plätze meiden

Das Ausmaß der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land verschieden. Terrorgefahr besteht vor allem in Ländern und Regionen, in denen schon Terrorgruppen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge aus Mangel an effektiven Sicherheitsmaßnahmen relativ leicht verübt werden können. Tipps für Urlauber: Größere Menschenansammlungen, besonders Demonstrationen, sollten gemieden werden. Schon vor der Abreise sollte man sich aktuelle Sicherheitsinformationen beschaffen, welche Regionen man vor Ort besser meiden sollte. Gut vorbereitet ist außerdem, wer wichtige Ansprechpartner und Telefonnummern vor Ort für den Notfall notiert hat.

Tipp 4: Nur das nötigste an Wertsachen mitnehmen

Sicherheitsexperten warnen davor, dass durch die weltweiten Krisen auch die allgemeine Kriminalität in vielen Ländern zunehme. Wichtig für Urlauber: Zeigen Sie Ihre Wertsachen nicht allzu offen vor. Denn gerade wirtschaftliche Not in manchen Ländern könnte das Risiko für Diebstähle und Überfälle steigen lassen.

Tipp 5: Auf sichere Transportmittel achten

Raus aus dem Hotel, ran an den Straßenrand, ein Taxi herbeiwinken und mitfahren - in Deutschland ist das gang und gäbe. Das größte Risiko ist dabei, dass der Wagen im Stau stecken bleibt. Viel zu gefährlich ist ein solches Verhalten in vielen Großstädten der Welt, schlimmstenfalls kann man bei einer solchen vermeintlichen Taxifahrt entführt werden. Taxis sollte man daher im Voraus reservieren, am besten schon an der Hotelrezeption buchen. Dann bekommt der Reisende schon vor der Fahrt Angaben darüber, wer ihn abholt.

Tipp 6: Orientalische Ziele sicher auswählen

Wohin kann man im Orient noch reisen? Urlaub in der arabischen Welt ist nach jahrelangen Unruhen nur noch bedingt möglich. Länder wie Libyen, Saudi-Arabien oder Irak gehörten nie zu den klassischen Urlaubszielen. Die Expansion radikal-islamistischer Terrorgruppen lässt die Urlaubsmöglichkeiten in der arabischen Welt schrumpfen. Syrien ist langfristig nicht bereisbar, und selbst in traditionellen Touristenhochburgen wie Ägypten und Tunesien ist Vorsicht geboten. Vergleichbar sichere Alternativen sind noch beispielsweise Marokko, der Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate.

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