Berge und Landschaft
Artikel vom 05.02.2015

Urlaub in der Schweiz: 3 Tipps für Wanderer und Genießer

Viele gut ausgeschilderte Wanderwege führen durch die Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land
Viele gut ausgeschilderte Wanderwege führen durch die Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land

In der größten Ferienregion der Schweiz treffen zwei unberührte Landschaften aufeinander, die zu abwechslungsreichen Aktivitäten einladen: Die sanfte Seenlandschaft um den Bieler-, Neuenburger- und Murtensee und das schroffe Juragebirge grenzen in der Westschweiz direkt aneinander. Abseits von ausgetretenen Pfaden oder gar Massentourismus finden Wanderer hier die besten Voraussetzungen für einen naturnahen Urlaub in der Schweiz.

Viele gut markierte Wanderrouten bieten sowohl Etappen für anspruchsvolle Sportler wie auch für den entspannten Ausflug mit der Familie. Durch das Jura & Drei-Seen-Land verlaufen Fernwanderwege wie der Trans Swiss Trail mit 32 Etappen auf 490 Kilometern, der Via Jura Regio mit insgesamt 110 Kilometern Länge, der Jura-Höhenweg oder der Drei-Seen-Weg. Auch zum Reiten, Kanufahren, Mountainbiking oder Langlaufen ist diese vielseitige Region im Nordwesten der Schweiz in jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ziel für Aktivurlauber.

Tipp 1: Der Rundumblick vom Gipfel

Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der Felsenkessel Creux du Van, den die Natur wie ein gewaltiges Amphitheater geformt hat. Am Rand der schroff abfallenden Kalksteinwände reicht der Blick weit in die Ferne. In einem Wildtierreservat und Naturschutzgebiet können die Wanderer mit etwas Glück freilebende Steinböcke und Gämsen beobachten. Eine weite Panoramasicht über die Alpen, das Schweizer Mittelland und die Freiberge bietet auch der Gipfel des Chasseral mit seinen 1.607 Höhenmetern.

Tiefe Schluchten und steile Felswände beeindrucken die Wanderer im Schweizer Jura. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land/VincentBourrut
Tiefe Schluchten und steile Felswände beeindrucken die Wanderer im Schweizer Jura. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land/VincentBourrut
Der "Mönchkopfkäse" Tête de Moine wird im Berner Jura noch heute handwerklich hergestellt. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land/P.Mosimann
Der "Mönchkopfkäse" Tête de Moine wird im Berner Jura noch heute handwerklich hergestellt. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land/P.Mosimann

Tipp 2: Beim Urlaub in der Schweiz regionale Spezialitäten kosten

Unterwegs laden überall Bauernhöfe, Berghütten und Gasthäuser zur kulinarischen Rast ein. Allein der Berner Jura wartet mit rund 50 traditionellen Berggasthöfen auf, den sogenannten Métairies. Meist liegen sie sehr reizvoll auf den Höhenzügen. Auf den Tisch kommen hier bodenständige Gerichte genauso wie raffinierte Genüsse, hergestellt mit hochwertigen Erzeugnissen aus der Region.

Jedes Restaurant hat "seine" Gemüse- und Obstbauern, Viehzüchter, Metzger und Fischer aus der Umgebung - sie sorgen für die unverfälschte Küche im Jura & Drei-Seen-Land. Einen Hauch der feinen Lebensart aus dem benachbarten Frankreich gibt es gratis dazu. Ob im Sternerestaurant oder im einfachen Berggasthof, einige regionale Spezialitäten sollten Urlauber unbedingt kosten:

  • Der Rohmilchkäse Tête de Moine, zu Deutsch "Mönchkopfkäse", hat seinen Ursprung im Kloster Bellelay im Berner Jura. Heute wird er in neun Dorfkäsereien aus tagesfrischer Milch hergestellt. In der ehemaligen Klosterscheune laden ein Museum und eine historische Schaukäserei die Urlauber ein, die Geheimnisse der Herstellung kennenzulernen.
  • Der legendäre Absinth stammt aus dem Val-de-Travers. An der 48 Kilometer langen "Route de l'Absinthe" von Pontarlier nach Noiraigue liegen Traditionsbrennereien, Absinth-Ausstellungen und Wermutfelder. Im Haus des Absinths "Maison de l'Absinthe" in Môtiers eröffnet sich eine ganze Erlebniswelt rund um den Wermutbrand.
  • Die kleine, rote Pflaume "Damassine" ist eine besondere Frucht der Region. Dank des kalkhaltigen Bodens und des Klimas im Kanton Jura entfaltet sie ihre Aromen hier besonders intensiv. Sie wird in kleinen Destillerien zu feinen Edelbränden verarbeitet.
Urlaub in der Schweiz
Der Felsenkessel Creux du Van ist ein Höhepunkt für Wanderer im Schweizer Jura. Foto: djd/Jura & Drei-Seen-Land

Tipp 3: Ein Bummel durch historische Städte

Neben der reizvollen Natur und den kulinarischen Genüssen lohnen sich für alle Urlauber in der Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land auch Abstecher in die Städte der Westschweiz. Sie locken mit einem breiten Kulturangebot und historischen Schätzen. So gilt etwa Solothurn als schönste Barockstadt der Schweiz.

Die mittelalterlichen Städtchen La Neuveville am Bielersee, Saint-Ursanne am Ufer des Doubs und Murten am gleichnamigen See laden zu Spaziergängen durch ihre Gassen ein. Die Altstadt von Murten kann man sogar auf der begehbaren Stadtmauer umrunden. Cafés laden unter Arkaden oder am Seeufer zu Pausen ein.

Architektonisch interessant sind auch La Chaux-de-Fonds und Le Locle, zwei Keimzellen der traditionellen Schweizer Uhrenindustrie. Ihr Schachbrettgrundriss entstand extra für die Anforderungen der Uhrmacher. Beide Städte zählen zum Unesco-Welterbe und geben bei Stadtführungen Einblicke in die Geschichte der Handwerkstechnik. Für Uhrenliebhaber lohnt sich auch ein Besuch in Biel, der Wiege der schweizerischen Uhrmacherkunst.

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