Berge und Landschaft
Artikel vom 28.06.2016

Rübeland zu Fuß erkunden: 5 Tipps für Wanderer

Der Höhlenort Rübeland liegt malerisch im Tal des Flüsschens Bode. Foto: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/M. Leonhardt

Das Bergdorf Rübeland liegt malerisch im engen Tal des Flüsschens Bode zwischen steilen Felswänden - hier lädt die Oberharzer Gebirgslandschaft zu vielen abwechslungsreichen Wandertouren ein. Zwei ausgesuchte Routen werden im Folgenden ausführlich vorgestellt, daneben gibt es Tipps für weitere empfehlenswerte Wanderungen und interessante Geocaching-Ziele.

Tipp 1: Rundweg von Rübeland zur Rappbodetalsperre

Ein schöner Rundweg führt beispielsweise zur imposanten Rappbodetalsperre, der größten Talsperrenmauer Norddeutschlands: Los geht es am Parkplatz der Baumannshöhle mitten in Rübeland. Der Weg führt in Serpentinen bergauf zum Aussichtspavillon auf dem Hohen Kleef. Hier werden die Wanderer gleich für die erste Steigung mit einem schönen Ausblick auf die schroffe Tallandschaft der Bode und das Örtchen Rübeland belohnt. Auf dem beliebten Fernwanderweg Harzer-Hexenstieg führt der Rundweg wieder bergab, an der Bode entlang und durch die idyllische Auenlandschaft bis Kreuztal.

Ein Ziel für schwindelfreie Wanderer: Die Aussicht von der Staumauer der Rappbodetalsperre bei Rübeland. Foto: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jan Reichel

Tipp 2: Die Dampflok "Mammut" besichtigen

Kurz hinter dem Ort lädt der Rübeländer Lokschuppen zu einem Abstecher ein: Dort steht die Dampflok "Mammut", Baujahr 1920. Es ist die letzte von vier Lokomotiven, die einst für die Halberstadt-Blankenburger Eisenbahngesellschaft durch den Harz schnauften. Die touristische Rübelandbahn fährt heute noch zwischen Blankenburg und Rübeland hin und her. Urlauber im Oberharz sollten nicht versäumen, einmal mit der urigen Dampflok über das höchste Eisenbahnviadukt Norddeutschlands zu fahren.

Auf lauschigen Pfaden geht es dann weiter durch dichten Wald, über einen sprudelnden Bach. Nachdem die Wanderer einen Straßentunnel passiert haben, stehen sie direkt auf der gigantischen Staumauer der Rappbodetalsperre. Hier bietet sich ihnen eine fantastische Aussicht: Zu beiden Seiten liegen Seen, Wald- und Hügellandschaften. Oft sind auch waghalsige Abenteurer bei ihrem Flug auf der größten Doppelseilrutsche zu beobachten.

Die Wanderung von Hasselfelde zum Rotestein führt über sonnige Wiesen. Foto: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jan Reichel

Tipp 3: Wanderung von Hasselfelde zum Aussichtspunkt Rotestein

Eine weitere erlebnisreiche Tour startet in Hasselfelde, dem einzigen Luftkurort im Oberharz, wo viele Urlauber in Ferienunterkünften Quartier nehmen. Durch den gepflegten Kurpark geht es auf den historischen Köhlerweg mit 14 interessanten Stationen zum Leben und Wirken der alten Köhler: Am Wegesrand sind eine Köhlerhütten, ein Erdmeiler und mehr zu besichtigen. Am Hohen Berg können die Wanderer auf einer Erlebnisinsel viel Wissenswertes über das Leben der früheren Kuhhirten und das urwüchsige Harzer Höhenvieh erfahren.

Weiter geht es bis zur Harzköhlerei Stemberghaus, wo man sich mit traditionellen Speisen und Getränken stärken kann. Das erste deutsche Köhlermuseum vermittelt hier einen Eindruck davon, unter welch schwierigen Bedingungen die Köhler lebten und arbeiteten. Nun können die Wanderer mit dem Bus zurückfahren oder zur zweiten Etappe aufbrechen: Am Ziel wartet der lohnenswerte Aussichtspunkt Rotestein. Dort laden Infotafeln und Bänke zu einer Rast mit einem weiten Ausblick auf romantische Talsperrenbuchten ein.

Vom Aussichtspunkt Rotestein reicht der Blick weit über den Stausee und die dichten Wälder. Foto: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jan Reichel
Hasselfelde ist der einzige Luftkurort im Oberharz und bietet viele Ferienunterkünfte. Foto: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jan Reichel

Tipp 4: Weitere ausgewählte Wandertouren unternehmen

Im Oberharz rund um Rübeland gibt es weitere schöne Wandertouren, um die Natur zu durchstreifen:

Tipp 5: Geo-Caching in der Wanderregion Benneckenstein

Für Jugendliche wird der Wanderurlaub spannend, wenn sie die Routen digital per GPS mit dem Smartphone selbst suchen dürfen. Oder noch besser: Wenn sie beim Geocaching auf digitale Schatzsuche gehen können. Das ist zum Beispiel in der Wanderregion Benneckenstein möglich.

drucken