Berge und Landschaft
Artikel vom 01.11.2014

Radtouren am Niederrhein: Tipps für Touren

Radtouren am Niederrhein führen unter anderem nach Kleve. Die alte Herzogsstadt zeichnet sich durch barocken Gartenanlagen aus. Foto: djd/Niederrhein Tourismus
Radtouren am Niederrhein führen unter anderem nach Kleve. Die alte Herzogsstadt zeichnet sich durch barocken Gartenanlagen aus. Foto: djd/Niederrhein Tourismus

Wunderschöne Radtouren gibt es am Niederrhein. Durch den Sommerwind so weit übers platte Land kommen, wie einen die Räder tragen: so stellen sich Fahrradfans ihren Urlaub vor. Denn Hügel oder gar Berge sucht man dort vergeblich und das Radfahren ist hier eine Leichtigkeit. Am Niederrhein findet sich eines der umfangreichsten Radwegenetze Deutschlands, das zwischen Emmerich am Rhein im Norden und Übach-Palenberg im Süden mehr als 2.000 Kilometer zählt.

Dorthin muss man für eine ordentliche Radtour nicht einmal das eigene Fahrrad mitbringen: Mehr als 1.000 auffallend grüne, robuste und bequeme Drahtesel können gemietet werden. Abholbereit stehen sie an rund 50 Verleihstationen, die sich flächendeckend verteilen. Sollten man doch das eigene Fahrrad bevorzugen, ist zum Saisonbeginn ein Fahrradcheck zu empfehlen.

Tipp 1: Radtouren zu regionalen Sehenswürdigkeiten

Der Niederrhein kann über die unterschiedlichsten Radtouren entdeckt werden. Mehr als 60 verschiedene, je zwischen 30 und 70 Kilometern lang, stehen beim Niederrheinischen Radwandertag zur Verfügung. Wer mag, kann ansonsten auf Napoleons Spuren entlang der Fietsallee am Nordkanal radeln, oder auf historischen Pfaden von Schloss zu Schloss auf der Herrensitzroute.

Oder er erkundet die Gegend auf der NiederRheinroute - eine gute Möglichkeit, entspannt zu den regionalen Sehenswürdigkeiten zu kommen und dort eine Pause einzulegen. In der traditionsreichen Samt- und Seidenstadt Krefeld beispielsweise lohnt sich eine Radtour zur trutzigen Burg Linn oder ein Trip mit der historischen Eisenbahn, "Schluff" genannt.

Am nächsten Tag erlebt man dann aus der Nähe, wie sich die ehemals graue Ruhrpott-Stadt Duisburg inzwischen herausgeputzt hat - dort kann sogar in einem Bauernhof mit blühendem Garten an einem idyllischen See übernachtet werden.

Tipp 2: Höfische Gartenkunst und feierliche Stimmung

Die Städtchen am Niederrhein haben alle ihre eigene, spannende Geschichte, deren Spuren bis in die heutige Zeit sichtbar geblieben sind. So zeugt die Schwanenburg in der früheren Herzogsstadt Kleve davon, dass hier stolze Ritter herrschten. Einer von ihnen soll der Sage nach Lohengrin gewesen sein.

Höfische Gartenkunst hat sich in den barocken Gartenanlagen erhalten. Und gleich nebenan restauriert das Kurhaus Kleve gerade das Atelier des berühmten Sohnes der Stadt, Joseph Beuys, um es öffentlich zugänglich zu machen. In feierliche Stimmung führt die Radtour einige Kilometer weiter im Wallfahrtsort Kevelaer, zu dessn Gnadenkapelle sich die Pilger sogar mit dem Motorrad auf den Weg machen.

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