Berge und Landschaft
Artikel vom 16.03.2018

Nachhaltige Erlebnisreisen: 5 Gründe für Urlaub in der Uckermark

Erlebnisereisen mit Kindern in der Uckermark und viele tolle Ausflüge machen.
Durch alle drei nationalen Naturlandschaften der Uckermark führen gut ausgewiesene Wanderrouten. Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Kappest

Nur eine Autostunde von Berlin entfernt befindet sich eine der schönsten und ursprünglichsten Regionen Deutschlands mit über 500 Seen, üppigen Waldflächen und einer einmaligen Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

In der Uckermark können sich Naturliebhaber und Familien abseits von touristisch ausgetretenen Pfaden erholen und erfahren, wie Tourismus heute aussehen kann. Hier sind 5 nachhaltige Gründe für eine Reise in die Uckermark:

1. Die Uckermark ist zertifizierter Gastgeber

Als erste Reiseregion in Brandenburg erhielt die Uckermark das Zertifikat "Nachhaltiges Reiseziel". Die Auszeichnung wurde von TourCert am 9. März 2018 auf der ITB Berlin verliehen. Die Ferienregion wurde bereits 2013 Sieger des Bundeswettbewerbs "Nachhaltige Tourismusregionen".

Wenn Sie im Urlaub keinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen möchten, finden Sie im "Netzwerk fürs Klima" 26 Ferienanbieter, die diese hohen Standards in Ferienunterkünften, auf Zeltplätzen, den Wasser- und Wanderrouten sowie der Verwendung ausschließlich regionaler Produkte erfüllen.

Erlebnisreisen mit Kanutouren oder mit dem Boot in der Uckermark.
Ein großes Netzwerk von Bootsvermietung über Shuttleservice bis zur Möglichkeit geführter Kanutouren bietet sowohl Anfängern als auch ambitionierten Wasserwanderern viele Möglichkeiten, die Natur zu erleben. Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Kappest
Erlebnisreisen in der Uckermark mit Frühstück in freier Natur.
In der Natur frühstücken: In der Uckermark kann man noch Gerichte aus Großmutters Zeiten genießen oder den Apfelwein von benachbarten Streuobstwiesen verkosten. Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Kappest

2. Gute Anreisemöglichkeiten mit den Öffentlichen

Die Uckermark ist ohne Umstieg unter anderem von Leipzig, Erfurt, Nürnberg, Berlin und München aus bequem mit der Bahn zu erreichen. Vor Ort lässt sich die Region mit dem UckermarkShuttle, dem BiberBus, dem Drahtesel, E-Bike oder zu Fuß erkunden.

Und falls es doch mal keine Haltestelle vor der Tür gibt: Viele Gastgeber holen Sie gern vom nächsten Bahnhof ab. Und wer es ganz genau wissen will: Hier ermittelt spielerisch ein CO2-Rechner mit wenigen Angaben, wie man einen klimaneutralen Fußabdruck hinterlassen kann.

3. Auf den Teller kommen regionale Erzeugnisse

Qualität und Frische erfordert kurze Wege sowie ein regionales Netzwerk: Alle klimaneutralen Gastgeber verwöhnen die Urlauber mit Eiern von glücklichen Hühnern, Gemüse frisch vom Feld, wilden Kräutern, Fleisch und Käse aus artgerechter Tierhaltung. Hier darf die Gurke noch krumm und die Möhre dreibeinig sein.

4. Gastbetriebe beteiligen sich an CO2-Ausgleich

Für alle Betriebe, die noch nicht hundertprozentig klimaneutral arbeiten, existiert das Projekt "MoorFutures". Die Idee: Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten wird in den Erhalt von Mooren investiert. Moore binden sehr viel Kohlendioxid.

Trocknen Moore aber aus, wird der Klimakiller freigesetzt. Damit sollen in den nächsten 50 Jahren etwa 6700 Tonnen des klimaschädlichen Gases eingespart werden können. Ein Zertifikat "MoorFutures" entspricht einer Tonne Kohlendioxid.

Erlebnisreisen in der Uckermark mit einer geführten Tour in der Natur.
Besonders für Familien bieten geführte Touren mit einem Landschafts- und Naturexperten einen faszinierenden Einblick in seltene Tier- und Pflanzenarten der Uckermark. Foto: djd/Tourismus Marketing Uckermark/Hurtienne

5. Drei nationale Naturlandschaften und ein Weltnaturerbe

Der Nationalpark Unteres Odertal gehört zu den letzten naturnahen Flussauengebieten Mitteleuropas und ist zugleich das erste grenzüberschreitende Großschutzgebiet mit Polen. Der Naturpark Uckermärkische Seen ist mit einem dichten Netz von Wander-, Rad- und Wasserwegen durchzogen. Nirgendwo sonst brüten so viele Fischadler in Europa.

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin besticht nicht nur durch seine atemberaubende Fülle von Seen, Mooren und Wäldern, es ist auch Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Mittendrin befindet sich der Buchenwald Grumsin.

Er wurde 2011 von der Unesco zum "Weltnaturerbe" erklärt. Zweimal im Monat gibt es hier geführte Wandertouren in das Reservat. Wer richtig entschleunigen möchte, kann auf dem Märkischen Landweg durch alle drei Nationalen Naturlandschaften wandern.

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