Auto
Artikel vom 24.06.2015

4 Hinweise zu der Euro 6 Norm für Diesel-Autos

Foto: djd/Bosch/thx
Mit Euro 6 wird der Diesel nochmals sauberer - und bleibt dabei höchst wirtschaftlich. Viele Argumente sprechen auch in Zukunft für den Selbstzünder. Foto: djd/Bosch/thx

Über 20 Jahre liegt die Einführung der ersten europaweiten Norm für Fahrzeug-Emissionen zurück: 1992 wurde Euro 1 eingeführt. Seitdem wurde das Autofahren immer sauberer und somit umweltverträglicher. Und nun folgt die nächste Stufe: Die Euro 6 Norm trat europaweit zum 1. September 2015 in Kraft. Ab diesem Datum müssen alle erhältlichen Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor, ob Benziner oder Diesel, die neuen Grenzwerte erfüllen. Schon seit Herbst 2014 galten die Euro 6 Werte für neu vorgestellte Fahrzeugtypen. Was bedeutet die neue Abgasnorm für Autofahrer?

Weiter kommen mit nur einer Tankfüllung: Diesel zeichnen sich durch ihre hohen Reichweiten und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch aus. Foto: djd/Bosch/thx
Weiter kommen mit nur einer Tankfüllung: Diesel zeichnen sich durch ihre hohen Reichweiten und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch aus. Foto: djd/Bosch/thx

Hinweis 1: Für Eigentümer von Altautos ändert sich nichts

Die Kfz-Steuer bleibt für Autos mit Euro 5-Standard nach jetzigem Stand konstant. Und auch die grüne Umweltplakette werden Fahrzeuge mit Euro 4- oder Euro 5-Standard behalten. Ihre Besitzer können also weiterhin Ballungsräume und Innenstädte ohne Einschränkungen befahren.

Hinweis 2: Der Diesel wird sauberer

Ganz anders hingegen verhält es sich mit Neufahrzeugen: Für sie gelten nochmals strengere Abgashöchstwerte. Besonders betrifft dies Dieselmodelle: Sie dürfen nach Euro 6 Norm maximal 80 Milligramm Stickoxide pro gefahrenem Kilometer ausstoßen, der Grenzwert für Benziner liegt sogar bei 60 mg. Zum Vergleich: Bisher lag der Höchstwert für Diesel 180 Milligramm pro gefahrenem Kilometer.

 

 

Hinweis 3: Aufwändige Technik zur Abgasreinigung

Um die neuen Abgas-Grenzwerte zu erreichen, ist eine optimale Abgasreinigung notwendig. Für Diesel-Modelle, abhängig von deren Größe, gibt es dabei zwei Möglichkeiten: In den unteren Fahrzeugsegmenten genügt in der Regel ein kostengünstiger sogenannter Nox-Speicherkatalysator, um den Anforderungen gerecht zu werden. Bei schweren Fahrzeugen kommt man am SCR-Katalysator mit dem Zusatzstoff AdBlue nicht vorbei. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich um eine geruchsneutrale Harnstofflösung. Sie reagiert mit den Abgasen und wandelt Stickstoffoxide in harmlosen Wasserdampf und Stickstoff um. Nachgefüllt wird AdBlue bei Bedarf in der Werkstatt - einfach beim nächsten Servicetermin.

Hinweis 4: Niedrige Emissionen für wirtschaftliches Autofahren

Somit wird der Diesel nochmals sauberer - und bleibt dabei höchst wirtschaftlich: Ökonomische Aspekte wie niedrige Verbrauchswerte, hohe Reichweiten und somit niedrige laufende Kosten sprechen auch in Zukunft für den Selbstzünder. Und dank des kräftigen Durchzugs und der Spurtstärke bereits bei niedrigen Drehzahlen sorgen moderne Diesel-Motoren obendrein für jede Menge Fahrspaß.

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