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Artikel vom 25.10.2018

4 Tipps zur Elektromobilität: Photovoltaik, E-Speicher und E-Auto kombinieren

Elektroauto steht unter einer Überdachung und im Hintergrund steht ein Windrad und Solarplatten.
Kleine E-Autos sind gut geeignet für den Einstieg in die Elektromobilität für kurze Strecken, die rund 80 Prozent des Individualverkehrs in Deutschland ausmachen. Foto: djd/Copper Alliance/shutterstock

Auch wenn der Marktanteil reiner E-Autos vergleichsweise gering ist, spielt Elektromobilität eine wachsende Rolle, besonders im Kurzstreckenverkehr oder in der Freizeit. Die Absatzzahlen von E-Bikes, die laut Statistischem Bundesamt von 150.000 Stück in 2009 auf 720.000 Stück in 2017 angewachsen sind, zeigen einen deutlichen Trend. Auch die Zulassungszahlen für E-Autos gehen deutlich nach oben. In allen Elektromobilitäts-Anwendungen mit Strom spielt Kupfer eine zentrale Rolle. Es ist unentbehrlich für Leitungen zu und in den Fahrzeugen und wichtigster Bestandteil in den Wicklungen der Elektromotoren, denn Kupfer hat eine einzigartige elektrische Leitfähigkeit und überzeugt zudem durch eine hohe Energieeffizienz. Trotz steigender Nachfrage sieht das Deutsche Kupferinstitut aber keine Gefahr von Versorgungsengpässen. Unter anderem ist dafür die gute Recyclingfähigkeit des roten Metalls verantwortlich - bereits rund 50 Prozent des in Deutschland verarbeiteten Kupfers stammen aus der Wiederverwertung. Wir geben Tipps, worauf es bei der Elektromobilität mit E-Autos zu achten ist.

1. Ein E-Auto: Lohnt sich das überhaupt für mich?

E-Autos sind in der Anschaffung noch immer teurer als Benziner und Diesel. Man sollte bei der Planung aber die Vollkosten der Elektromobilität berücksichtigen: Staatliche Förderungen machen die immer noch höheren Kaufpreise attraktiver. Die Energiekosten sind unschlagbar niedrig im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, aber auch die Servicekosten sind günstiger, da E-Fahrzeuge deutlich weniger Wartungs- und Reparaturbedarf haben.

Elektroauto wird an einer Ladestation aufgeladen.
Wenn die Preise für Elektromobilität weiter sinken, dürften E-Autos bald keine Exoten mehr auf deutschen Straßen sein. Foto: djd/Copper Alliance/shutterstock

2. Klein in die Elektromobilität einsteigen

Zum Einstieg in die Elektromobilität muss es nicht gleich ein teurer Supersportler oder SUV sein. Gerade kleine Pkws können ihre Stärken auf Kurzstrecken und bei Fahrten in der Stadt ausspielen - also auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Wochenendausflug. Etwa 80 Prozent des Individualverkehrs in Deutschland entfallen auf solche Kurzstrecken bis 60 Kilometer. Und Fahrverbote in der Großstadt werden für "Stromer" nie zum Thema werden.

3. Strom selbst erzeugen

Besonders günstig ist die Kombination von E-Autos mit einer hauseigenen PV-Anlage und einem Batteriespeicher im Keller. Selbst erzeugter Solarstrom macht zum einen eine sehr günstige Betankung möglich, zum anderen verbessert sich durch die Stromnutzung für die Elektromobilität der Eigenverbrauchsanteil. Wenn die Batterie des E-Autos entsprechend vorbereitet ist, kann sie sogar als zusätzlicher Stromspeicher genutzt werden. Die Batterie lädt, wenn viel Solarstrom verfügbar ist, und speist ins Hausnetz zurück, wenn es dunkel ist.

Solarplatten und Windräder sind an Energiespeichern angeschlossen.
Je mehr Strom aus erneuerbaren Energien stammt, desto umweltfreundlicher wird die Elektromobilität. Foto: djd/Copper Alliance/shutterstock

4. Eigene E-Tankstelle für komfortable Nutzung der Elektromobilität

Mit einer E-Tankstelle am Haus oder in der Garage lässt sich das Fahrzeug schneller laden als an der Steckdose. Die Zapfstation sollte auf jeden Fall über intelligente Regeltechnik so gesteuert werden, dass die Fahrzeugbatterie nach Möglichkeit bei Sonnenstrom-Überschuss aufgeladen wird. Die Installation gehört in die Hände eines Fachmanns, der eventuell notwendige kleinere Anpassungen an der Elektroinstallation im Haus vornehmen kann.

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