Auto
Artikel vom 01.11.2014

Autobatterie: 5 Tipps zur Pflege und Wartung

Laut ADAC-Statistik sind entladene Autobatterien die häufigste Pannen-Ursache in Deutschland, und nicht selten sind die Batterien jünger als drei Jahre. Dann muss der Wagen abgeschleppt und in der Werkstatt eine neue Batterie eingebaut werden. Dabei lassen sich dieser Aufwand und der damit verbundene Ärger durch eine passende Batterie und regelmäßige Pflege weitgehend vermeiden.

1. Tipp: Verschaffen Sie sich einen Überblick zu den Batterietypen

Man unterscheidet Kalzium-, Hybrid- und Low-Antimon-Batterien. In den meisten Autos werden Kalzium-Batterien verbaut, weil sie vergleichsweise selten mit Wasser nachgefüllt werden müssen und sich besonders gut für den Einbau im Motorraum eignen. Allerdings überstehen sie das Laden und Entladen weniger häufig. Darüber hinaus sollte man darauf achten, eine bereits mit Säure befüllte und geladene Batterie zu kaufen. Zum einen werden die Auflagen zum Befüllen immer strenger und zum anderen ist mit langen Ladezeiten zu rechnen.

Beim Werkstatttermin, etwa zum Wechsel der Reifen, sollte der Fachmann stets auch die Batterie überprüfen. Foto: djd/ReifenDirekt
Beim Werkstatttermin, etwa zum Wechsel der Reifen, sollte der Fachmann stets auch die Batterie überprüfen. Foto: djd/ReifenDirekt

2. Tipp: Bereiten Sie sich auf den Kauf vor

Welche Daten und Angaben muss man nun unbedingt beachten, um auch wirklich zur richtigen Batterie zu greifen? Zu finden sind diese am vorherigen Gerät oder im Handbuch. Hier eine Übersicht der notwendigen Informationen:

  • Die Bauform des Gehäuses bzw. die Größe der Batterie, denn sie muss ins Batteriefach passen
  • Die Anschlüsse müssen in Lage und Form übereinstimmen
  • Die Befestigungsart: Hierzu gehören beispielsweise die Fußleiste oder der Rahmen
  • Die Nennspannung beträgt bei einer Pkw-Batterie 12 Volt und muss unbedingt eingehalten werden
  • Die Kapazität, also die Menge an Strom, die gespeichert wird, kann je nach Wagenklasse zwischen 40 Ah und 120 Ah (Amperestunden) betragen
  • Der Startstrom (CA: cranking amps) und Kaltstartstrom (CCA: cold cranking amps) sind ebenfalls zu beachten (Startstrom meint die Amperezahl, die eine Batterie bei 0 Grad für eine Dauer von 30 Sekunden aufbringen kann. Bei Kaltstartstrom geht man von minus 18 Grad aus)

3. Tipp: Bauen Sie die Autobatterie in 5 Schritten selbst ein

Wer sich die Werkstatt-Kosten für den Wechsel der Batterie sparen möchte, kann die neue Batterie auch als Laie selbst einbauen, wenn er einige Punkte beachtet und sich an Anleitungen hält. Bei zu großer Unsicherheit sollte man sich allerdings an eine Werkstatt wenden.

  1. Der Motor muss abgestellt und alle Verbraucher (das heißt, alles, was Strom verbraucht, also zum Beispiel Sitzheizung, Licht und Radio) sollten ausgeschaltet werden.
  2. Nun geht es daran, die Kabel zu lösen. Es ist unerlässlich, die Reihenfolge der Kabel einzuhalten, weil es sonst zu Kurzschlüssen und schweren Unfällen kommen kann. Zunächst muss daher das schwarze Minuskabel abgeschraubt werden. Hierzu wird die entsprechende Mutter gelöst und das Kabel abgezogen, währenddessen darf man niemals mit dem Schraubenschlüssel den Pluspol berühren. Jetzt ist der Stromkreis an der Karosserie unterbrochen. Auf dieselbe Weise wird dann das rote Pluskabel entfernt.
  3. Die Halteschrauben müssen entfernt und die Batterie dann vorsichtig herausgehoben werden.
  4. Die neue Batterie wird eingesetzt und wieder festgeschraubt. Hierbei muss man darauf achten, dass sie auch wirklich fest sitzt, sodass sie bei einer Vollbremsung nicht verrutschen kann.
  5. Die Kabel müssen in umgekehrter Reihenfolge wieder angeklemmt werden, also zuerst das Plus- und dann das Minuskabel.

4. Tipp: Die Batterie richtig warten

Um die Lebenszeit, die übrigens normalerweise bei vier bis sechs Jahren liegt, zu gewährleisten oder sogar zu verlängern, ist die richtige Pflege und Wartung wichtig. Generell sollte man die Batterie zweimal im Jahr von einer Werkstatt überprüfen lassen, auch wenn sie heutzutage oftmals als „wartungsfrei“ gilt. Zu viele Kurzfahrten sind einer der häufigsten Gründe, weshalb Batterien vorzeitig den Geist aufgeben, weil sie sich so nicht vollständig aufladen können. Es ist daher besser, ab und an auf den Bus umzusteigen.

5. Tipp: Die richtige Pflege vornehmen

Darüber hinaus sollte das Tiefenentladen vermieden werden. Das passiert beispielsweise dann, wenn das Scheinwerferlicht über Nacht brennt. Vor allem im Winter kann es hilfreich sein, die Batterie über Nacht an ein Ladegerät anzuschließen um zu verhindern, dass sie durch die niedrigen Temperaturen geschwächt wird. Auch sollte die Batterie nicht über längere Zeit gekippt werden, das heißt der Wagen darf nicht an einem steilen Abhang stehen oder zu lange einseitig aufgebockt werden. Auf diese Weise kann Säure austreten. Darüber hinaus sollte die Batterie regelmäßig von Schmutz befreit und die Pole eingefettet werden.

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