Sport
Artikel vom 19.04.2016

Einradfahren: Aufsatteln und ab in die Natur

Einradfahrer beim Sprung im Wald
Ein guter Gleichgewichtssinn ist beim Einradfahren das A und O. Foto: djd/www.zecken.de

René Karl hat sich vor fünf Jahren selbst das Einradfahren beigebracht. Seitdem düst der 28-jährige Erfurter am liebsten auf einem Rad durch den Wald, denn er liebt es, in der Natur zu sein. Außerdem hat er es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen mit seiner Begeisterung anzustecken.

Ein guter Gleichgewichtssinn ist beim Einradfahren zwar das A und O, aber auch das richtige Equipment und die Gesundheitsvorsorge haben einen hohen Stellenwert. Insbesondere beim Radeln im Grünen.

Tipp 1: Einradfahren trainiert die Beinmuskulatur

René Karl selbst ist nur aus Zufall auf diese Disziplin gestoßen. Eigentlich wollte er, ein begeisterter Kletterer, seine Beinmuskulatur kräftigen. Er borgte sich ein Einrad, trainierte eine Woche lang, sich darauf zu halten, und kaufte sich dann ein eigenes.

Seitdem gibt es kaum einen Tag, an dem er sich nicht mit dem Einradfahren beschäftigt. Am liebsten fährt er im Wald. Nicht nur, weil er gern draußen ist. Sondern auch, weil dort die anspruchsvollen Strecken zu finden sind. Und weil ihn die Atmosphäre so beeindruckt: "Stell dir vor, du bist hochkonzentriert und dann dringt der Waldgeruch in dein Bewusstsein, Nebel steigt zwischen den Bäumen auf, Sonnenstrahlen setzen Lichteffekte. Das ist einfach wunderschön. Ich kenne nichts, das mir noch so ein gutes Gefühl gibt."

Mann mit Fahrradhelm hält Impfpass hoch
"FSME-Vorsorge? Selbstverständlich!", sagt René Karl. Zusätzlich zu den Schutzimpfungen helfen eine Reihe ergänzender Vorsorgemaßnahmen dabei, Zeckenstiche zu vermeiden. Foto: djd/www.zecken.de

Tipp 2: Bei Sport im Wald gegen gegen Zecken vorsorgen

René Karl sagt, dass Einradfahren gefahrlos möglich ist, achtet er darauf, dass auch seine Gesundheit in Balance ist: "Alles, was ich brauche, sind ein Helm, Schutzkleidung, Werkzeug, ein Erste-Hilfe-Set, mein Handy und viel Trinkwasser. Und selbstverständlich habe ich auch gegen Zecken vorgesorgt. Denn davor kann mich auch mein Fahrradhelm nicht schützen."

Das Risiko kennen

Die Gefahr, beim Einradfahren in Wald und Wiesen von einer Zecke gestochen zu werden, ist groß. Schließlich sind Gräser und Büsche bis zu 1,50 Meter Höhe der bevorzugte Lebensraum der kleinen Spinnentiere. Deshalb hat sich René Karl auch gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) impfen lassen. Das FSME-Virus kann durch Zeckenstiche übertragen werden und unerkannt zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen.

Vorsorge treffen

Zusätzlich zu den Schutzimpfungen gegen FSME helfen eine Reihe ergänzender Vorsorgemaßnahmen dabei, Zeckenstiche zu vermeiden.Dazu gehören das Tragen angemessener langer und möglichst heller Kleidung, das Einsprühen mit einem Insektenschutzmittel und das Absuchen auf Zecken nach jedem Ausflug. Alles zusammen kann dazu beitragen, das Risiko einer Infektion mit dem FSME-Virus zu reduzieren.

Mann auf Einrad vor blauem Himmel
René Karl in Action auf seinem Einrad - mit der angemessen langen Kleidung schützt er sich gegen Zecken. Foto: djd/www.zecken.de

Tipp 3: Auf dem Einrad durch die Natur [Checkliste]

Kleidung und Equipment im Rucksack

  • Fahrradhelm sowie Protektoren für Gelenke, Rücken und Steiß
  • Ausreichend Proviant und Wasser
  • Erste-Hilfe-Set
  • Repellents zur Abwehr von Zecken- und Mückenstichen
  • Werkzeug mit Inbus und Maulschlüssel
  • Flickzeug und Luftpumpe

Vorsorgemaßnahmen

  • Fallschule - Richtiges Fallen kann ernsthafte Verletzungen vermeiden
  • Neue Routen am besten zu zweit checken
  • Handy aufladen
  • Impfschutz gegen FSME und andere von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfungen
  • Nach der Tour: Gründliches Absuchen nach Zecken
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