Soziales
Artikel vom 03.11.2017

8 Tipps, wie Sie einen Nachbarschaftsstreit vermeiden können

Hilfsbereitschaft unter Nachbarn läßt einen Nachbarschaftsstreit gar nicht erst aufkommen.
Einfach mal mit anpacken - das kommt gut an bei den Nachbarn. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Getty

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." So dichtete schon Friedrich Schiller - und behielt bis zum heutigen Tage recht. Wir geben Ihnen 8 Tipps für ein gutes Einvernehmen mit den Nachbarn.

1. Tipp: Bei den Nachbarn vorstellen

Wenn Sie neu zugezogen sind, stellen Sie sich am besten kurz bei Ihren Nachbarn vor. Bitten Sie bei dieser Gelegenheit um Verständnis, wenn noch mit Handwerkerlärm zu rechnen ist und signalisieren Sie, dass man sich bitte an Sie wenden möge, wenn es zu laut werden sollte.

2. Tipp:  Etwas Selbstgebackenes zur Begrüßung mitbringen

Wenn Sie Ihren neuen Nachbarn bei der Vorstellung etwa einen selbstgebackenen Kuchen zur Begrüßung mitbringen, sorgt das gleich für einen sympathischen Eindruck. Oder laden Sie Ihre neuen Nachbarn zum entspannten Grillabend ein.

3. Tipps: Partys ankündigen und um Verständnis bitten

Wenn Sie wissen, dass am Samstag Ihr Nachwuchs im Teenager-Alter kräftig feiern möchte, sagen Sie den Menschen rechts und links von Ihrem Häuschen oder Ihrer Wohnung lieber rechtzeitig Bescheid und werben Sie um Verständnis für die kurzfristige Lärmbelastung.

Ein Nachbarschaftsstreit kann durch gemeinsame Projekte vermieden werden.
Machen sich die Nachbarn gemeinsam ans Werk, rückt die Freude an der Arbeit stärker in den Mittelpunkt. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Getty

4. Tipp: Hilfe anbieten

Bieten Sie den Nachbarn Ihre Hilfe an. Dann können Sie damit rechnen, dass man sich gern bei Ihnen revanchiert. Während der eine beim Schnitt der Obstbäume mit anpackt, kann die andere vielleicht besonders leckeren Apfelkuchen backen. Am Ende profitieren alle davon, dass man sich gegenseitig unterstützt. Für gute Laune sorgt die gemeinsame Aktivität sicher auch.

5. Tipp: Bei Hilfe auch an den Versicherungsschutz denken

Wer seinen Nachbarn hilft, sollte immer den Versicherungsschutz im Blick haben. Denn der kann davor schützen, dass es zum Beispiel nach einem Unfall nicht zu einem Nachbarschaftsstreit kommt. Birgit Weiß von der Nürnberger Versicherung erinnert sich beispielsweise an einen Versicherungsfall, in dem das Versicherungsunternehmen sogar trotz fehlender Haftungsgrundlage für die Behandlungskosten und den Verdienstausfall aufkam: "Auf Bitten seines Nachbarn kletterte Hobby-Handwerker Bernd über eine Leiter auf das Dach des Nachbarn, um dort lose Ziegel wieder fest zu rücken. Dabei löste sich eine der Dachziegeln und fiel dem Nachbarn auf den Kopf. Dieser wurde dadurch so schwer verletzt, dass er ein paar Wochen ins Krankenhaus musste."

6. Tipp: Regelmäßige Arbeiten gemeinsam planen und einteilen

Gegenseitige Hilfe ist übrigens auch beim Winterdienst und bei der Gartenarbeit willkommen. So kann beispielsweise reihum immer ein anderer Nachbar das Schneeschippen für mehrere Grundstücke übernehmen. Oder man räumt die Gärten einfach mal in einer Gemeinschaftsaktion auf.

Bei Haustieren klare Regeln festlegen, um einen Nachbarschaftsstreit zu vermeiden.
Wenn der Hund zu oft die Nachbarn besucht, kann es zum Nachbarschaftsstreit kommen. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Getty

7. Tipp: Den Nachwuchs zusammenbringen

Eltern ziehen gern in Stadtteile, in denen viele Familien mit Kindern wohnen. So können die eigenen Kids sich mit den Nachbarskindern anfreunden, bekommen schnell Anschluss und wachsen in einer natürlichen Gemeinschaft auf. Für die Eltern ist es obendrein praktisch, wenn die Kinder einfach mal nebenan spielen können.

8. Tipp: An die Haftpflicht für Haustiere denken

Haustiere sind häufig Anlass für einen Nachbarschaftsstreit. Für Hunde sollte man deshalb eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen. Bei Katzen ist das nicht nötig, weil sie mit der privaten Haftpflichtversicherung abgesichert sind. Birgit Weiß von der Nürnberger Versicherung gibt ein Beispiel: "Beim Spaziergang springt der Labrador des Versicherungsnehmers vor Freude den Nachbarn an. Dabei wird dessen Kleidung zerrissen. In so einem Fall kommt die Hundehaftpflicht des Versicherungsnehmers für den Schaden auf. Das nimmt dem Vorfall die Schärfe und beugt dem Nachbarschaftsstreit vor."

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