Beauty
Artikel vom 04.05.2016

Gereizte Haut: 7 Hinweise zu Risiken im Sommer

Hellhäutige Menschen und Kinder sollten direkte Sonneneinstrahlung nur kurz und ausreichend geschützt genießen. Foto: djd/123RF

In den warmen Monaten des Jahres zeigen viele Menschen "Haut". Unter leichten Blusen, bunten T-Shirts, kurzen Hosen und luftigen Sommerkleidern blitzt es jedoch oft noch blass hervor. Herrlich ist das Gefühl, sich nach sonnenarmen Monaten in Badekleidung in die wohlige Wärme zu legen oder mit offenem Verdeck durch die Gegend zu brausen.

Doch Vorsicht: Wenn helle oder sensible Haut eine zu hohe Dosis UV-Strahlung erwischt, lautet die Quittung dafür oft Sonnenbrand. Hier finden Sie Tipps, wie Sie eine gereizte Haut im Sommer vermeiden oder - falls es schon zu spät ist - gereizte Haut pflegen können.

Hinweis 1: Sonnenlicht ist wichtig

Sonnenlicht ist wichtig für den menschlichen Körper. Durch die UV-B-Strahlung wird im Organismus die Bildung von Vitamin D angeregt, das für den Aufbau des Knochenskeletts benötigt wird. Zudem stärkt sie das Immunsystem und Tageslicht steuert den Hormonhaushalt.

Hinweis 2: Symptome von zu viel Sonnenstrahlung

Wer sich allerdings zu lange ungeschützt der Sonne aussetzt, reizt damit seine Haut: Sie reagiert mit Rötung und entzündet sich. Während bei leichten Fällen nur eine schmerzhafte Rötung auftritt, kommt es bei schwerem Sonnenbrand zu dunkelroter Hautfärbung. Diese Färbung entsteht durch eine Erweiterung der Blutgefäße, die gereizte Haut strahlt Hitze aus und ist geschwollen. Beim Abheilen juckt der Sonnenbrand stark - die Haut löst sich ab. Hautärzte warnen: Häufige Sonnenbrände können die Entstehung von Hautkrebs fördern und zu vorzeitiger Hautalterung führen.

Hinweis 3: Risikofaktoren für einen Sonnenbrand

Für die Entstehung eines Sonnenbrandes ist die Dauer des Sonnenbades maßgeblich. Auch der Hauttyp entscheidet darüber, wie gut UV-Licht verkraftet wird oder ob es zu gereizter Haut kommt. Hellhäutige Menschen leiden schneller unter verbrannter und gereizter Haut als Personen mit dunklerer Haut. Diese verfügen über mehr Pigmente, welche die Sonneneinstrahlung abblocken. Besonders extrem strahlt die Sonne im Wasser und am Strand oder auch beim Skifahren, da die hellen Flächen die Reflexion der Sonnenstrahlen verstärken.

Hinweis 4: Der richtige Lichtschutzfaktor

Die Höhe des benötigten Lichtschutzfaktors (LSF) ist abhängig vom Hauttyp und vom UV-Index. Unterschieden wird nach der Klassifikation des amerikanischen Dermatologen Thomas Fitzpatrick zwischen sechs Hauttypen - vom "Keltischen Typ" (Typ I) mit einer Eigenschutzzeit von nur 10 Minuten bis zum "Schwarzen Hauttyp" (Typ VI) mit mehr als 90 Minuten. Während ersterer bei einem UV-Index von 3 bis 4 - das entspricht in etwa der Frühlingssonne - bereits LSF 15 anwenden sollte, benötigt letzterer nur LSF 2.

Blumenwiese mit Tücken: Disteln, Ameisen und Mücken hinterlassen bisweilen ihre Spuren auf der Haut. Foto: djd/thx

Hinweis 5: Reizfaktoren im Sommer

Auch während der geselligen Runde auf der Terrasse wäre es ein Fehler, die nachmittägliche Sonnenstrahlung zu unterschätzen. Ist die Sonne untergegangen, tritt eine weitere Gefahr für die Haut auf: kleine Plagegeister, die ihre menschlichen Opfer mit ihren Stechwerkzeugen attackieren. Vor allem Personen mit sensibler Haut reagieren auf Insektenstiche oder -bisse mit starkem Juckreiz, Rötungen und Schwellungen.

Das Verlangen, die juckende Einstichstelle zu kratzen ist zwar groß - doch die Erleichterung hält nur kurze Zeit an. Meist wird die geschädigte Haut noch mehr gereizt und kann sich zudem entzünden. Ebenso kann der Kontakt mit Pflanzen wie Brennnesseln im wahrsten Sinn des Wortes "reizend" sein und zu Hautirritationen sowie Juckreiz führen.

Hinweis 6: Gerötete und gereizte Haut kühlen

Anstatt zu kratzen empfiehlt es sich, sonnengerötete oder durch Insektenstiche gereizte Haut so rasch wie möglich zu kühlen und ihr pflegende Feuchtigkeit zukommen zu lassen.

Wer häufiger unter gereizter Haut leidet, sollte Pflegeprodukte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen verwenden, um die Gefahr weiterer Irritation zu mindern. So können Duftstoffe und Konservierungsstoffe ebenfalls zu Hautreizungen führen.

Hinweis 7: Insekten und Mücken im Garten vermeiden

Wer etwa im heimischen Garten von Stechmücken verschont bleiben möchte, kann den Insekten das Brüten möglichst schwer machen. Dazu sollten während der warmen Jahreszeit alle offenen Wasserstellen abgedeckt, sowie stehendes Wasser in Gießkannen und Untersetzern ausgeleert werden.

Auf Terrasse und Balkon können spezielle Mückenspiralen die Plagegeister in die Flucht schlagen. Diese brennen etwa acht Stunden und sind relativ preiswert. Duftlampen mit Zitrus-, Nelken-, oder Lavendelöl geben bei der Gartenparty einen hübschen Blickfang ab und halten Mücken auf Abstand.

Hinweise zu Mücken

Mücken werden von Licht angezogen

Falsch! Stechmücken ist Licht total egal - die Gattung "Blutsauger" reagiert eher auf Körperwärme, Schweißgeruch, Käsefußduft und Kohlendioxid aus der Atemluft des Menschen. Auch ein zu hoher Blutfettspiegel lockt sie an. Parfüm und Deodorant können ebenfalls anziehend auf Mücken wirken.

Mücken sind nachtaktiv

Falsch! Es gibt tagaktive Mücken, die vor allem an Tümpeln und Seen zu finden sind und nachtaktive Mücken, die bevorzugt in der Nähe von Menschen leben und ihre Eier an Wasserstellen im Garten ablegen.

Mückenschwärme sind gefährlich

Falsch! In riesigen Schwärmen versammeln sich fast nur Mücken-Männchen, die sich ausschließlich von Pflanzensaft ernähren. Mit ihrem Tanz wollen sie paarungsbereite Weibchen anlocken. Die Befruchtung erfolgt in der Luft während eines Hochzeitsfluges - erst danach begibt sich das befruchtete Weibchen auf die Suche nach Blut, woraus es Proteine zieht, um die Eier entwickeln zu können.

Mücken stechen nicht durch Kleidung

Falsch! Helle, weite, engmaschige Kleidung kann zwar einen gewissen Schutz gegen Stechmücken geben - dennoch gibt es Exemplare, die dicke Stoffe wie Jeans durchstechen können.

Ein Mückenstich juckt nur, wenn man kratzt

Falsch! Beim Einstich bringt die Mücke Speichel in den Körper des Opfers, worauf der Botenstoff Histamin ausgeschüttet wird. Dieser führt zu der bekannten Hautrötung und zu Schwellungen. Manche Menschen reagieren stärker auf Mückenstiche, manche weniger stark. Heftige Reaktionen kann es bei Allergikern geben.

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