Getränke
Artikel vom 01.11.2014

Beliebte Heissgetränke: 3 Tipps für den Après-Ski

Wenn die Sonne untergeht, dann geht in den Skihütten von Arosa bis Oberstdorf die Hüttenparty los – es lebe das Après-Ski! Für viele Skiurlauber gehört das zünftige Feiern mit Freunden nach einem langen Tag auf den Pisten zum Skilaufen wie der Schlepplift und die Skibrille. Es soll sogar Leute geben, für die das Après-Ski der eigentliche Grund ist, in die Berge zu fahren. Es sei ihnen gegönnt!


Nach einem langen Tag in Schnee, Eis und Kälte sind neben Obstlern, Bier und Alkopops die heißen Getränke besonders beliebt. Mit einem ordentlichen Schuss Alkohol wärmen sie noch besser! Süß und dampfend heiß, kann man die Wirkung der hochprozentigen Magenwärmer leicht unterschätzen. Damit man auf dem Heimweg keinen Unfall hat und auch am nächsten Tag wieder frisch und ausgeruht auf der Piste stehen kann, sollte man beim Bechern genau hinschauen, was man trinkt – und wie viel!

1. Tipp: Vorsicht bei diesen Heißgetränken:

Hochprozentiges sollte man am besten erst genießen, wenn man die Ski bereits ausgezogen hat. Folgende beliebte Après-Ski Heißgetränke sind so gefährlich wie Blitzeis:

Jagertee Die österreichische Spezialität aus Schwarztee und (Inländer-)Rum wird gern mit Zucker und verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt. Wärmt herrlich nach zahlreichen Abfahrten und ist nicht zu süß. VORSICHT: Der Alkoholgehalt von üblicherweise 12-15% ist nicht zu unterschätzen!
Glühwein Süßer und weniger stark als Jagertee, daher auch weniger gefährlich: Meistens wird es einem schon schlecht, bevor man den kritischen Punkt erreicht. Zudem werden hauptsächlich billige Fertigprodukte ausgeschenkt. VORSICHT: Mit „Schuss“ dazu läuft man Gefahr, den schlimmsten Kater der Welt zu kriegen. Ein Glas hausgemachter, fein abgeschmeckter Glühwein dagegen ist einfach köstlich!
Feuerzangenbowle Hochprozentig und mitunter stark zuckerhaltig. Wärmt hervorragend, aber geht schnell in den Kopf: Ab 2 Gläsern wird es kritisch.
Grog „Wasser kann, Zucker darf, Rum muss“: Dieser Spruch gibt das Rezept für einen guten Grog exakt wieder. Der Klassiker hat seine Wurzeln in der Royal Navy, wo der Rum verdorbenes Trinkwasser wieder genießbar machen sollte! Wer sich nicht die Nacht verderben will, sollte am Zucker sparen.
Heiße Oma Das ist ein beliebtes Après-Ski Getränk aus heißer Milch mit Eierlikör. Gerne wird es mit Vanille abgeschmeckt und Sahne dazugegeben. Schmeckt köstlich, aber der Mix aus Alkohol, Fett und Zucker wird vom Magen nach dem dritten Glas einfach nicht mehr wohlwollend aufgenommen.
Heiße Milch mit Gin ist eine bekömmlichere Alternative zur Heißen Oma! Mit etwas Vanillezucker schmeckt das Ganze noch besser. VORSICHT: Nicht zu viel Gin nehmen. Milch und Vanillezucker überdecken den scharfen Alkoholgeschmack zuverlässig. Ehe man sich’s versieht, ist man sturzbetrunken.
Lumumba Kakao mit Rum ist wegen seines süßen und weichen Geschmacks nicht nur bei Skifahrern beliebt. Am besten trinkt man ihn sehr heiß und deswegen langsam: So wird man rasch satt und kippt nicht zu viel davon herunter.
Dezembertraum oder auch Dezembertee Trockener Weißwein, Orangensaft und Orangenlikör werden zu gleichen Teilen gemischt, erhitzt und mit Nelken und Zitronensaft abgeschmeckt. Darauf kommt eine Sahnehaube und Zimt. Schmeckt vollmundig und fruchtig! VORSICHT: Auch diesem Punsch sollte man mit Zurückhaltung zusprechen, ansonsten drohen Übelkeit und Kopfschmerzen.
Bratapfel- oder Amarettopunsch Ähnlich wie Glühwein, schmecken diese heißen Köstlichkeiten eigentlich viel zu süß, um sich damit zu betrinken. Zuckersüchtigen sei zur Vorsicht geraten, da diese Getränke die schlimmsten Kopfschmerzen verursachen.

2. Tipp: Diese Heißgetränke für Genuss ohne Reue wählen

Wer sich schon aufwärmen will, bevor die Hüttenparty steigt, kann zu leckeren alkoholfreien Alternativen greifen. Die folgenden Heißgetränke sind natürlich auch fürs Après-Ski geeignet - wenn Sie einen klaren Kopf behalten wollen!

Heiße Milch Süßen Sie mit Vanillezucker oder Honig. Macht abends herrlich schläfrig und stimmt aufs Federbett ein!
Heiße Schokolade Ein weiterer Klassiker, wahlweise mit Milch oder Wasser zubereitet  und inzwischen auch als Weiße Schokolade erhältlich. Schmeckt Jung und Alt, weckt Kindheitserinnerungen und macht einfach glücklich!
Fruchtpunsch Vitaminreich und sehr süß. Im Gegensatz zum alkoholhaltigen Punsch oder Glühwein beeinträchtigt sein Zuckergehalt jedoch nicht das Wohlbefinden.
Tee Schwarztee, Kräuter-, Früchte-, Grüner oder Weißer Tee: Das Aufgussgetränk in seiner unendlichen Vielfalt ist etwas für Kenner und Genießer. Am besten mit Kandis oder Honig süßen. Vielleicht Milch oder Zitrone dazu?
Kaffee Warum nicht auch auf der Piste? Regt an, macht wach und gibt frischen Schwung für die nächste Abfahrt! Genießer gönnen sich einen Schuss Sirup dazu. Erhöhte Konzentrationsfähigkeit kann bei der Abfahrt nie schaden.

3. Tipp: Dem Kater danach vorbeugen

Die schlimmsten Ausfallerscheinungen lassen sich vermeiden, indem man schon während des Trinkens gegensteuert. Mineralwasser ist der beste Freund des Betrunkenen! Alkohol entwässert und entzieht dem Blut Mineralstoffe – beides fördert Unwohlsein und Kopfschmerzen. Trinken Sie also zwischendurch immer wieder ein Glas Mineralwasser, um derben Abstürzen vorzubeugen. Auch deftiges Essen kann helfen: Fett verlangsamt die Aufnahme von Alkohol im Magen! Sie dürfen also vor und während dem Genuss der oben genannten Après-Ski Getränke kräftig bei deftigem Essen zulangen. Warum auch nicht – Alkohol macht schließlich Appetit!

Je mehr man allerdings im Magen hat, desto schneller dreht er sich im Zweifelsfalle um. Die beste Hilfe gegen Übelkeit und Kater ist daher nach wie vor mäßiger Alkoholkonsum. Jeder Spaß hört auf, wenn Ihnen erstmal richtig schlecht ist! Am besten stellen Sie sich eine Mineralwasserflasche ans Bett – dann ist Ihnen nach einem zünftigen Après-Ski schnell geholfen.

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