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Auf das Dinner einstimmen: 6 Tipps zum Aperitif und maßvollen Genuss

Auch zu Hause kann man einen stilvollen und genussreichen Abend erleben: Der Aperitif stimmt auf ein festliches Dinner ein.
Auch zu Hause kann man einen stilvollen und genussreichen Abend erleben: Der Aperitif stimmt auf ein festliches Dinner ein. Foto: djd/BSI/Corbis

Für genussvolle Momente ist immer die richtige Zeit. Warum also nicht die Partnerin oder den Partner zu Hause mit einem selbst gekochten Dinner überraschen? Sich chic machen und den Abend im kleinen Kreis so zelebrieren, als ob man ein edles Restaurant besuchen würde? Zu einem feinen Menü gehören auch ausgewählte Getränke. Aperitif und Digestif bilden klassischerweise die Klammer für einen exquisiten Genuss.

1. Der Aperitif läutet das Dinner ein

Der Aperitif macht als Einstimmung deutlich, dass ein besonderer Abend bevorsteht. Der Wortursprung "aperire" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "öffnen". In diesem Sinn öffnet der edle Schluck den Magen, die enthaltenen Bitterstoffe regen den Appetit an.

Ein selbst gemixter Aperitif läutet einen besonderen Abend ein.
Ein selbst gemixter Aperitif läutet einen besonderen Abend ein. Foto: djd/BSI/thx

2. Das sind klassische Aperitifs

Beliebt sind insbesondere Bitter-Getränke und Wermut. Die Spirituosen, oft als Feinbitter bekannt, enthalten Extrakte von Kräutern, Zitruspflanzen, Beeren, Chinarinde oder Anis. Sie werden häufig mit Eis und etwas Wasser genossen, es gibt aber auch klassische Aperitif-Cocktails, bei denen Wermut und Gin eine wichtige Rolle spielen. Im beliebten Spritz wird ebenfalls ein Bitter mit Prosecco oder Wein und etwas Soda gemixt.

3. Mit Maß genießen

Bei besonderen Genüssen kommt es auf eine hohe Qualität an, nicht auf die Menge. Der Aperitif soll als Einstimmung dienen und nicht das darauf folgende Menü überlagern. Daher wird er bewusst in kleinen Mengen genossen. "Dabei darf man sich gerne Zeit lassen, damit sich der Geschmack und alle Nuancen des Aromas entfalten können", erklärt Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V. (BSI).

Vertragen Männer mehr Alkohol? Zumindest gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die man beim maßvollen Genuss beachten sollte.
Vertragen Männer mehr Alkohol? Zumindest gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die man beim maßvollen Genuss beachten sollte. Foto: djd/BSI/Yakobchuk Olena - stock.adobe.com

4. Den Aperitif passend zum Menü auswählen

Der Aperitif sollte in jedem Fall zu der weiteren Speise- und Getränkefolge des Abends passen. Gibt es zum Menü einen herben Wein, eignet sich beispielsweise vorab ein trockener Sherry. Nach einem fruchtigen Aperitif kann ein Weißwein oder ein Saft passen. Damit die Geschmacksnerven vor der Mahlzeit nicht zu sehr beansprucht werden, gehören klassische Aperitifs zur Gruppe der "Low-Alcohol-Drinks", sie sollten außerdem nicht zu süß sein. Aperitif und auch der Digestif sind keine Durstlöscher, ein Glas Wasser sollte daher immer griffbereit auf der Tafel stehen.

5. Der Digestif schließt die Klammer

So wie der Aperitif ein besonderes Menü einläutet, bildet der Digestif den krönenden Abschluss. Beliebt sind Weinbrände, Kräuterschnäpse oder klare Spirituosen wie ein Grappa. Auch Obstbrände, ob aus Kirsche, Pflaumen oder zum Beispiel Aprikosen, haben als Digestifs eine lange Tradition. Ebenso können Liköre oder Schnäpse mit verschiedenen Kräuterauszügen den genussvollen Abend abrunden.

Weniger ist mehr: Bei edlen Getränken im Glas kommt es auf den Genuss an, nicht auf die Menge.
Weniger ist mehr: Bei edlen Getränken im Glas kommt es auf den Genuss an, nicht auf die Menge. Foto: djd/BSI/thx

6. Diese Grenzwerte sollten Frauen und Männer kennen

Wie viel alkoholische Getränke sind zu einem feinen Menü erlaubt? Mediziner raten für einen risikoarmen Genuss, pro Tag nicht mehr als 20 Gramm (Frauen) oder 30 Gramm (Männer) reinen Alkohols zu sich zu nehmen - das ist entsprechend umzurechnen. Einen praktischen Onlinerechner dazu gibt es hier. Warum aber "vertragen" Männer mehr als Frauen? Das hat ausschließlich biologische Gründe: Frauen sind im Bevölkerungsdurchschnitt kleiner und leichter als Männer und erreichen daher - relativ gesehen - schneller einen höheren Promillewert. Zudem ist die weibliche Leber kleiner und baut Alkohol langsamer ab.

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