Essen
Artikel vom 26.03.2015

Indirektes Grillen: 4 Tipps für den richtigen Garpunkt

Sommer, Sonne - und Partystimmung: Herzhaftes vom Grill und ein "kühles Blondes" zum Beispiel von Bitburger gehören in jedem Fall dazu. Foto: djd/Bitburger
Sommer, Sonne - und Partystimmung: Herzhaftes vom Grill und ein "kühles Blondes" zum Beispiel von Bitburger gehören in jedem Fall dazu. Foto: djd/Bitburger

An die Grillzange, fertig, los! Bei angenehm warmen Temperaturen hält es niemanden mehr in den eigenen vier Wänden - jetzt geht es raus in den Garten oder auf den Balkon. Ganz klar, dass zu einem gelungenen Sommertag auch das gemeinsame Grillen mit Freunden gehört.

Tipp 1: Direktes Grillen ist ideal für Kurzgebratenes

Beim direkten Grillen liegen Fleisch oder Würstchen direkt über der Gasflamme oder der heißen Kohlenglut. Damit sind die Temperaturen höher und das Fleisch gart schneller - es droht aber auch auszutrocknen, wenn man nicht aufpasst. Direktes Grillen ist daher die richtige Zubereitungsart für alles, was schnell geht. Dazu gehören etwa Minutensteaks, dünne Fischfilets oder auch Gemüsestücke (Auberginenscheiben, Paprika, Zucchini und Co.). Der Grillmeister sollte sich dabei allerdings nicht zu weit vom Grill entfernen und gut aufpassen, damit nichts zu dunkel wird oder austrocknet.

Tipp 2: Indirektes Grillen für saftiges Fleisch

Anders verhält es sich beim indirekten Grillen: das Grillgut kommt nicht direkt mit der Flamme oder der Glut in Berührung, sondern liegt etwas seitlich. Hier sind die Temperaturen niedriger, das Grillgut gart somit langsamer und schonender. Möglich ist das indirekte Grillen sehr gut auf vielen Gasgrills, bei denen einzelne Bereiche der Flammen ein- oder ausgeschaltet werden können. Auch beim Kohlegrill kann man die Glut etwas zur Seite schieben und das Grillgut für das indirekte Grillen zusätzlich durch eine Aluschale schützen. Wichtig ist für diese Zubereitungsart, dass man einen Kugelgrill verwendet, der geschlossen ist - dadurch werden das Fleisch oder der Fisch rundum erwärmt und garen gleichmäßig. Ein weiterer Vorteil: Da beim indirekten Grillen kein Fett direkt in die Glut tropfen kann, bilden sich auch keine gesundheitlich bedenklichen Dämpfe.

Tipp 3: Große Stücke zart garen

Das indirekte Grillen ist eine sehr gute Zubereitungsmethode für größere Grillstücke, die entsprechend länger brauchen oder die etwas empfindlicher sind - zum Beispiel ganze Fische, große Schweinerippen, größere Geflügelteile oder auch mal eine Lammkeule. Bei der geringeren Temperatur des indirekten Grillens können sie langsam durchziehen, bis sie gar sind - und bleiben dabei schön saftig und zart.

Tipp 4: Direktes und indirektes Grillen kombinieren

Beide Methoden bieten also ihre jeweiligen Vorteile. Warum also nicht beides miteinander kombinieren? Dies ist häufig das Mittel der Wahl. Ein gutes Rindersteak zum Beispiel kann man bei direkter Hitze von beiden Seiten kurz anbraten - pro Seite nicht länger als 45 bis 60 Sekunden - und danach bei indirekter Hitze durchgaren lassen. So schließen sich schnell die Poren des Fleisches und anschließend sorgt das indirekte Grillen dafür, dass das Steak auf den Punkt gelingt.

 

Ganz gleich ob beim direkten oder indirekten Grillen - damit die nächste Open-Air-Party gelingt, gibt es hier noch die sechs wichtigsten Schritte:

1. Schritt: Grillgerät auswählen

Manche schwören ausschließlich auf Holzkohle, andere finden einen Gasgrill praktischer. Vergleiche zeigen, dass die geschmacklichen Unterschiede minimal sind. Viel wichtiger ist es, sich für einen geschlossenen Grill, etwa einen Kugelgrill, zu entscheiden: Hier garen Fleisch und Fisch besonders gleichmäßig und saftig.

2. Schritt: Eine gute Vorbereitung muss sein

Keine Frage, dass der Rost vor dem Auflegen der Steaks und Würstchen gut gesäubert sein sollte. Praktisch sind dafür eine Drahtbürste oder geknüllte Alufolie. Ein Tipp: Wenn der Grill vorgeheizt und auch der Rost schon erwärmt ist, lässt sich auch hartnäckiger Schmutz gut lösen.

3. Schritt: Richtig anfeuern leicht gemacht

Wer auf Holzkohle grillt, benötigt etwas Geduld. Mit einem geeigneten Grillanzünder - auf keinen Fall mit Spiritus - die Holzkohle anzünden und erst gut durchglühen lassen, bevor das Grillgut auf den Rost gelegt wird. Erst wenn sich eine zarte weiße Ascheschicht gebildet hat, hat die Kohle den geeigneten Temperaturpunkt erreicht.

4. Schritt: Marinaden vorbereiten und kreativ abschmecken

Eine herzhafte Würzung gehört zum Grillen einfach dazu. Dafür Steaks, aber auch Garnelen oder Fischfilets vorher in würzige Marinaden einlegen. Ob mediterran abgeschmeckt mit Kräutern und Knoblauch, ob asiatisch mit Ingwer - der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Übrigens: Ein Schuss Bier in der Marinade kann für eine besondere Geschmacksnote sorgen.

5. Schritt: Getränke rechtzeitig kaltstellen

Bier etwa braucht ein bis zwei Tage im heimischen Kühlschrank, damit es vor der Grillparty gut durchkühlen kann. Gute Planung und frühzeitiges Einkaufen müssen für ein gelungenes Grillfest also sein. Die passende Trinktemperatur liegt bei etwa sechs Grad Celsius, dann kommen die fein-herben Aromen richtig zur Geltung. Besonders praktisch bei der Grillparty sind kurze Wege - etwa mit einem Getränkekühlschrank in der Garage oder einer Eiswanne neben der Terrasse.

6. Schritt: So gelingen Fleisch und Fisch

Erst direkte Hitze, dann ein indirektes Grillen zum zarten Durchgaren - so lautet die Faustformel für den gelungenen Grillgenuss. Bei Steaks hilft der Drucktest, um zu prüfen, ob das Fleisch durch ist.

drucken