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Ernährungsbildung: 5 Fakten und Tipps für Lehrer rund um ausgewogenes Essen für Kinder

In den ersten 10 Lebensjahren werden die Grundlagen für das spätere Essverhalten gelegt.
In den ersten 10 Lebensjahren werden die Grundlagen für das spätere Essverhalten gelegt. Foto: djd/snack-5.eu/Shutterstock/FamVeld

(djd). Eine ausgewogene Ernährung für Kinder ist ein zentraler Punkt für Wachstum, Entwicklung und ein starkes Immunsystem. Zudem prägt sich in den ersten zehn Lebensjahren das Essverhalten oft für das ganze Leben aus. Frühe Ernährungsbildung ist daher wichtig. Deshalb ist es sinnvoll, wenn dieses Thema auch in der Schule vermittelt wird. Hier gibt es wertvolle Fakten, Tipps und Links für Lehrer.

1. Ernährungsbildung ist kein eigenes Schulfach

Zwar sehen alle Bundesländer die Ernährungsbildung als Auftrag der Schule, je nach Bundesland wird das aber sehr unterschiedlich umgesetzt. Ernährungslehre als eigenes Fach gibt es meist nur im Wahlpflichtbereich an weiterführenden Schulen. In der Grundschule findet Ernährungsbildung vor allem im Rahmen des Sachunterrichts statt. Das heißt, Fachlehrer sollten idealerweise auch die Grundzüge ausgewogener Ernährung vermitteln können.

2. Auch bei Ernährungsbildung gilt "früh übt sich"

Da besonders im Kita- und Grundschulalter die Weichen für eine ausbalancierte Ernährung der Kinder gestellt werden, sind Kita-Personal und Lehrkräfte besonders gefordert. Die natürliche Neugier und der Entdeckertrieb der Kleinen lässt sich immer gut nutzen, um sie mit allen Sinnen an gesunde Lebensmittel wie frisches Gemüse und Obst heranzuführen - zum Beispiel bei einem Ausflug zu einem Obst- oder Bauernhof. Viele Höfe bieten mittlerweile Programme an, bei denen die Kinder selbst Früchte pflücken und natürlich auch kosten dürfen.

Bei der Ernährungsbildung in der Schule sollte pflanzenbasierte Kost mit viel Gemüse und Obst eine Hauptrolle spielen.
Bei der Ernährungsbildung in der Schule sollte pflanzenbasierte Kost mit viel Gemüse und Obst eine Hauptrolle spielen. Foto: djd/snack-5.eu

3. Einfache Formel: Fünf Portionen Gemüse und Obst täglich

Pflanzenbasierte Kost sollte eine Hauptrolle in der Ernährungsbildung spielen. Dazu gehört die einfache Regel, fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu verzehren. "5 am Tag" ist auch Bestandteil der zehn Ernährungsregeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Zum Thema "5 am Tag" gibt es für Lehrer eine Vielzahl an Unterrichtsmaterialien wie Flyer, Rätsel, Malhefte und Arbeitsblätter, die eine Ernährung mit viel Gemüse und Obst kindgerecht vermitteln.

4. Bei der Ernährungsbildung zählt die Praxis

Gesundem Gemüse und Obst können Schüler auch in einem Schulgarten nahekommen. Denn was man selbst gepflanzt, gegossen, gehegt und geerntet hat, möchte man natürlich auch probieren. In manchen Schulen gibt es Schulküchen, in denen gemeinsam gekocht oder kleinere Snacks und Smoothies aus Früchten zubereitet werden können.

5. Gelegenheiten nutzen und Eltern einbeziehen

Ein wichtiger Teil der Ernährungsbildung findet nicht unbedingt im Klassenzimmer, sondern en passant statt: in der Mensa, auf dem Pausenhof, auf der Klassenreise. Lehrer sollten das Thema also auch mal zwischendurch aufgreifen - und natürlich selbst ein gutes Vorbild sein. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, auch die Eltern einzubeziehen. Oft reichen hier schon kleine, praktische Tipps für gesündere Pausenbrote oder ausgewogenere Snacks, damit aus der in der Schule vermittelten Theorie gelebte Praxis wird. Das Kind profitiert davon ein Leben lang.

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