Zahngesundheit
Artikel vom 01.11.2014

Zahnschmelz aufbauen: 3 Tipps für gesunde Zähne

Zeig mir deine Zähne und ich sage dir, wer du bist. Gesunde und schöne Zähne sind wie eine Visitenkarte: Sie wirken attraktiv, schaffen Vertrauen beim Gegenüber und stärken das Selbstbewusstsein. Den Grundstein für ein gesundes Lächeln legen konsequente Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt von frühester Kindheit an. Das Beste: Wer auf die richtige Mundhygiene achtet, kann ohne Bedenken genussvoll essen. Hier gibt’s 3 Tipps zum Thema Zahnschmelz aufbauen.

1. Den Zähnen eine Pause gönnen

Mindestens zweimal täglich sollten die Zähne für zwei bis drei Minuten mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden. Foto: djd/Forum Zucker/thx
Mindestens zweimal täglich sollten die Zähne für zwei bis drei Minuten mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden. Foto: djd/Forum Zucker/thx

Auf süße Speisen muss niemand der Zahngesundheit zuliebe verzichten. Ob man Brot oder Müsli, Nudeln, Obst, salzige Snacks oder ein süßes Teilchen isst, spielt für die Gesundheit der Zähne keine Rolle - wichtiger sind Anzahl und Abstand der täglichen Mahlzeiten. Snacks wie Obst, Kekse oder Schokolade sind für die Zähne unproblematisch, wenn sie nicht ununterbrochen, sondern mit längeren Pausen dazwischen geknabbert werden. Durch eine gute Pflege lässt sich zum Beispiel Karies, eines der häufigsten Zahnprobleme, wirkungsvoll vermeiden. Im Mund leben Bakterien, die sich von vergärbaren Kohlenhydraten, also Stärke und Zucker, ernähren. Solche Kohlenhydrate sind in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel in Backwaren, Reis, Kartoffeln, Süßigkeiten, Obst oder Milch enthalten. Wenn die Bakterien diese Lebensmittel verarbeiten, bilden sich Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Mit der Zeit entstehen so Löcher. Sind die Läsionen noch klein, können sie durch die Mineralien im Speichel repariert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass für einige Zeit keine kohlenhydrathaltigen Lebensmittel nachgeliefert werden, so dass die Säureproduktion wieder nachlässt. Zusätzlich sollte man gezielt den Zahnschmelz aufbauen, damit kleine Säuremengen nicht schaden.

2. Zahnschmelz aufbauen: Fluorid stärkt den Zahn

Wer seine Zähne gut und regelmäßig pflegt, darf auch ohne schlechtes Gewissen etwas Süßes genießen. Foto: djd/Forum Zucker/Corbis
Wer seine Zähne gut und regelmäßig pflegt, darf auch ohne schlechtes Gewissen etwas Süßes genießen. Foto: djd/Forum Zucker/Corbis

Neben ausreichenden Pausen ist für lebenslang strahlend schöne Zähne eine regelmäßige und gründliche Pflege wichtig. Experten raten, die Zähne mindestens morgens und abends jeweils zwei bis drei Minuten zu putzen - gründlich mit der Hand oder mit einer elektrischen Zahnbürste. Dazu sollten die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen gereinigt werden, um auch hier alle Beläge zu entfernen. Regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt sind ebenfalls Pflicht. Außerdem wird empfohlen, ein- bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung machen zu lassen.

Wer säurehaltige Lebensmittel wie Obst oder Früchtetee gegessen oder getrunken hat, sollte mit dem Zähneputzen etwa 30 Minuten warten, damit der durch die Säureeinwirkung leicht aufgeraute Zahnschmelz nicht weggeschmirgelt wird und der Speichel die Zähne remineralisieren kann. Zusätzlichen Schutz bietet die Verwendung von Fluorid, das in fast allen Zahncremes enthalten ist. Es kann Zahnschmelz aufbauen, ihn härten und seine natürliche Remineralisierung unterstützen. Einmal in der Woche ist der Einsatz eines speziellen Fluorid-Gels sinnvoll, das man einfach anstelle der Zahnpasta benutzt. Auch Zahnpflegekaugummis können sinnvoll sein: Nicht als Ersatz für die Zahnbürste, aber als Ergänzung, wenn man etwa unterwegs ist und nach einer Mahlzeit etwas für seine Zähne tun möchte.

3. Nachts haben auch die Zähne Ruhe

Während man tagsüber natürlich mehrere Mahlzeiten zu sich nehmen kann, ohne zwischendurch zur Zahnbürste zu greifen, sollte am Abend nach dem Putzen nichts mehr gegessen oder getrunken werden (Ausnahme: Wasser). Denn sonst können die aus den Nahrungsmitteln entstehenden Säuren die ganze Nacht über auf den Zahnschmelz einwirken. Das ist besonders schädlich, da nachts die Speichelproduktion sinkt und so die Säuren nicht weggespült und neutralisiert werden. Morgens dagegen darf ausgiebig im Bett gefrühstückt werden. Nur hinterher das Zähneputzen nicht vergessen!

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