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Artikel vom 15.03.2019

Wechseljahre: 12 Symptome, die Frauen kennen sollten

Blasenprobleme und trockene Haut können Folgen der Wechseljahre sein.
Blasenprobleme und trockene Haut können Folgen der Wechseljahre sein. Viel Wasser zu trinken, kann hier hilfreich sein. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Adobe Stock/Contrastwerkstatt

Ab etwa Mitte 40 beginnt für Frauen die Zeit der Wechseljahre. Symptome wie Hitzewallungen sind allgemein bekannt. Doch das Hormonchaos kann noch weitere Beschwerden hervorrufen.

1. Zyklusprobleme

Sie markieren den Beginn der Wechseljahre und werden durch die seltener werdenden Eisprünge ausgelöst. Dadurch sinkt die Progesteronproduktion, es kommt zu unregelmäßigen Zyklen und zum Teil sehr starken Blutungen. Auch Schmier- oder Zwischenblutungen treten häufiger auf.

2. Brustspannen

Ist zu wenig Progesteron vorhanden, entsteht ein Östrogenüberschuss, der Wassereinlagerungen fördert. Diese können Brustspannen auslösen.

3. Schlafstörungen

Rund 40 bis 60 Prozent der Frauen haben in den Wechseljahren Schlafstörungen. Als Ursachen kommen unter anderem nächtliche Hitzewallungen infrage. Im Rahmen einer Hormonersatztherapie (HRT) kann nicht nur das Östrogen, sondern auch natürliches Progesteron einen positiven Einfluss auf den Schlaf haben. Der Schlaf wird weniger gestört und die Wachzeiten verringert.

Hitzewallungen sind das häufigste Symptom der Wechseljahre, denn der Östrogenmangel bringt die Temperaturregulation im Körper durcheinander.
Hitzewallungen sind das häufigste Symptom der Wechseljahre, denn der Östrogenmangel bringt die Temperaturregulation im Körper durcheinander. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Adobe Stock/B. Boissonnet/BSIP

4. Hitzewallungen

Sie sind das häufigste Symptom der Wechseljahre und betreffen drei von vier Frauen, denn der Östrogenmangel bringt die Temperaturregulation durcheinander. Meistens sind Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen verbunden, die auch den Schlaf stören können.

Die wirksamste Behandlung ist eine Hormonersatztherapie, etwa mit einem Östradiol-Dosiergel. Dieses wird auf die Haut aufgetragen und kann individuell dosiert werden. Die äußerliche Anwendung schont im Vergleich zur Einnahme von Tabletten die Leber, auch das Risiko für Thrombosen steigt nicht.

5. Herzrasen

Zusammen mit Hitzewallungen kann Herzrasen oder Herzstolpern auftreten. Dies ist bei einem sonst gesunden Herzen aber meist kein Anlass zur Besorgnis.

6. Stimmungsschwankungen

Mit den Hormonspiegeln kann auch die Stimmung Achterbahn fahren. Bis zu 70 Prozent der Frauen leiden im Klimakterium unter depressiven Symptomen, während es bei den Frauen vor den Wechseljahren nur 30 Prozent sind.

7. Scheidentrockenheit

Durch den Östrogenmangel bildet sich die Scheidenhaut zurück und wird trockener. Das kann zu Jucken und Brennen führen, aber auch kleine Risse und Schmerzen beim Sex verursachen.

8. Blasenprobleme

Auch die Schleimhäute der Harnwege leiden unter dem Östrogenmangel, weshalb die Wechseljahre Symptome wie Blasenschwäche mit sich bringen können.

9. Sexuelle Unlust

Hormonchaos, eine trockene Scheide, Stimmungstiefs und Zweifel an der eigenen Attraktivität können Frauen in den Wechseljahren den Spaß am Sex verderben.

Schlecht drauf durch Hormonchaos: Bis zu 70 Prozent der Frauen leiden im Klimakterium unter depressiven Symptomen.
Schlecht drauf durch Hormonchaos: Bis zu 70 Prozent der Frauen leiden im Klimakterium unter depressiven Symptomen. Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty

10. Gelenkschmerzen und Knochenschwund

Muskel- und Gelenkschmerzen werden oft nicht als Symptome der Wechseljahre erkannt, können aber unter anderem auf den Östrogenmangel zurückzuführen sein, da die knorpel- und knochenschützenden Wirkungen des Hormons wegfallen. Langfristig kann es auch zu Osteoporose kommen.

11. Dickerer Bauch

Dass sich mit den Jahren die Pfunde schneller festsetzen, ist vor allem auf den sinkenden Energiebedarf zurückzuführen. Doch jetzt landen die Pölsterchen eher am Bauch. Bewusste Ernährung und Bewegung können helfen.

12. Beauty-Stress

Die Wechseljahre zeigen sich auch optisch: Manchmal werden die Haare auf dem Kopf dünner und wachsen dafür an falschen Stellen, etwa im Gesicht. Zudem wird die Haut trockener und neigt zu Fältchen.

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