Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Was tun bei Heiserkeit? 6 Tipps für mehr Stimme

Was tun beu Heiserkeit? Experten raten bei Heiserkeit zu absoluter Stimmschonung und reichlichem Trinken. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp
Was tun beu Heiserkeit? Experten raten bei Heiserkeit zu absoluter Stimmschonung und reichlichem Trinken. Foto: djd/G. Pohl-Boskamp

Bestimmte Schauspieler wie etwa Ben Becker haben ihren Erfolg dem unverwechselbaren sonoren Klang ihrer Stimme zu verdanken. Viele Menschen wünschen sich eine angenehm klingende, sympathische oder außergewöhnliche Stimme. Denn der Stimmklang entscheidet zu einem hohen Prozentsatz über die Gesamtwirkung einer Aussage und darüber, ob das Gegenüber sympathisch erscheint oder nicht.

Das kann etwa bei einem Bewerbungsgespräch von Vorteil sein, bei Vorträgen oder Präsentationen, in Lehrberufen oder im Callcenter. Wer stimmlich sicher wirkt und sie wie ein Instrument führen und flexibel einsetzen kann, der kommt beim Zuhörer gut an. Aber was tun bei Heiserkeit?

Tipp 1: Heizungsluft und andere Reize meiden

Der Stimmapparat wird von der Atmung beherrscht. So drückt die Lunge wie ein Blasebalg Luft durch den Kehlkopf, in welchem sich die Stimmlippen oder Stimmbänder befinden. Diese Muskelbändchen sind mit Schleimhaut belegt und können beim Sprechen enger oder weiter gestellt werden. In dem so entstehenden Spalt zirkuliert und vibriert die Luft und variiert die Tonhöhe. Sind die Stimmlippen nicht völlig intakt, kann der Sprachklang beeinträchtigt sein oder die Stimme sogar ganz weg bleiben. So schadet den empfindlichen Stimmbändern alles, was diese austrocknet, wie etwa Heizungsluft, Klimaanlagen oder starke Kälte- und Windreize und sogar Schlafen mit offenem Mund.

Tipp 2: Auf Alkohol und Tabak verzichten

Zudem kann der reichliche Konsum von Genussgiften wie Tabak und Alkohol an den Stimmlippen Veränderungen bis hin zu Tumoren hervor rufen. Vor allem andauerndes, lautes oder druckvolles Reden überlastet die Stimmbänder vielfach und führt zu Heiserkeit. Die Stimme klingt zunehmend gepresst, es kommt zu einem Räusperzwang, Rauheitsgefühl oder sogar Stimmverlust.

Tipp 3: Bei Heiserkeit nicht flüstern, sondern schweigen

Wird die bereits geschädigte Stimme weiterhin belastet, entstehen so genannte Schrei- oder Sängerknötchen auf den Stimmlippen. Dieser Prozess ist ähnlich wie bei Schwielen an den Händen, wenn man zu hart gearbeitet hat. Aber was tun bei Heiserkeit? Experten raten bei Heiserkeit zu absoluter Stimmschonung und zu reichlichem Trinken.

Tipp 4: Hyaluronsäure lutschen

Auf keinen Fall sollte geflüstert werden, da hierbei die Stimmlippen unnatürlich angespannt werden, was ebenfalls zu Schwierigkeiten in der Funktion führen kann. Da viele Berufstätige nicht die Zeit haben, tagelang zu schweigen, sind sie auf lang anhaltende und rasche Hilfe angewiesen. Erst kürzlich fanden Experten heraus, dass Hyaluronsäure Hustenreiz, Trockenheitsgefühl und Heiserkeit effektiv lindern kann. Hyaluronsäure ist eine natürliche, körpereigene Substanz und ein wichtiger Feuchtigkeitsspeicher im Organismus. Beim Lutschen von entsprechenden Halstabletten entfaltet sich ein Hydrogel-Komplex, der sich wie ein schützender Film über die Schleimhäute legt, weiteren Reizungen vorbeugt und die Wundheilung fördert.

Tipp 5: Für ein gesundes Raumklima sorgen

Was kann man bei Heiserkeit noch tun? Wer Heiserkeit vorbeugen und seine Stimme schonen möchte, sollte darauf achten, lange Gespräche nur in ruhiger Umgebung zu führen, ausreichend zu trinken und für ein angenehmes, nicht zu trockenes Raumklima zu sorgen. Auch Stress und emotionale Belastungen können sich negativ auf die Stimme auswirken. Hier können Entspannungstechniken und Atemübungen helfen.

Tipp 6: Sprechen üben

Zudem beeinflusst eine verkrampfte Stellung des Kiefers oder der Schultern den Stimmklang. Logopäden, Stimmtrainer oder geschulte Gesangstrainer vermitteln Techniken zum gesunden Einsatz der Stimme. Eine spezielle Übung für eine klare Aussprache, die jeder leicht nachahmen kann ist das Sprechen mit einem Korken. Dazu nimmt man einen Weinkorken zwischen die Vorderzähne und versucht, einen Text vorzulesen. Nimmt man die "Sprachbarriere" wieder aus dem Mund und liest erneut, ist die Aussprache oft viel deutlicher geworden.

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