Gesund und vital
Artikel vom 01.11.2014

Was tun bei Gicht? 3 Tipps für mehr Wohlbefinden

Basische Mineralstoffe beeinflussen Gichtbeschwerden positiv.
Nach der Ansicht von Experten können basische Mineralstoffe Gichtbeschwerden positiv beeinflussen. Foto: djd/panthermedia.net

Wenn er kommt, ist es mit dem Schlaf vorbei: Ein Gichtanfall tritt häufig in der Nacht auf. Grund für die Schmerzattacke, die zu Beginn oft die Zehgelenke betrifft, ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. Daher werden akute Schübe mit Medikamenten behandelt, die die Bildung von Harnsäure im Körper unterdrücken. Aber was tun bei Gicht?

Um den vornehmlich männlichen Gicht-Patienten Erleichterung zu verschaffen, hat sich der zusätzliche Einsatz von Citraten bewährt. Die Gichtbehandlung kann mit einer begleitenden Therapie aus basischen Mineralstoffen in Form von Citrat-Verbindungen erfolgreich unterstützt werden. Die Citrat-Verbindungen sorgten dafür, dass die Harnsäure mit dem Urin ausgeschieden werde und senkten so den Harnsäurespiegel im Blut.

Tipp 1: Säurebelastung reduzieren

Durch die Einnahme von Citraten wird auch das Risiko der Bildung von Harnsteinen in der Niere reduziert. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion soll die Nierentätigkeit positiv beeinflusst werden. Die enthaltenen basischen Mineralstoffe wirken sich zudem positiv auf das Säure-Basen-Gleichgewicht aus. Sie entlasteten die Nieren durch die Stabilisierung des pH-Wertes und reduzierten die Säurebelastung. Der Abbau von Säure ist nicht zuletzt deshalb ratsam, weil sich die für den Schmerz verantwortlichen Harnsäurekristalle nur bei einer Übersäuerung ausbilden und absetzen können.

Schmerzende Gelenke können mit erhöhten Harnsäurewerten einhergehen. Foto: djd/panthermedia.net
Schmerzende Gelenke können mit erhöhten Harnsäurewerten einhergehen. Foto: djd/panthermedia.net

Tipp 2: Den Harnsäurespiegel bestimmen lassen

Häufig steckt eine erbliche Anlage hinter der Stoffwechselstörung, die auch als Hyperurikämie bekannt ist. Ob sich daraus Ablagerungen von Harnsäure-Kristallen in den Gelenken entwickeln, die zu den schmerzhaften Gichtanfälle in den Zehen, in Fuß-, Finger- oder Handgelenken führen, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben Veranlagung trägt auch eine ungünstige Ernährung maßgeblich zur Entstehung von Gicht bei. Wer schon vor dem ersten Gichtanfall Aufschluss darüber haben möchte, ob sein Harnsäurespiegel erhöht ist, kann den entsprechenden Wert im Rahmen einer gängigen Blutuntersuchung beim Hausarzt ermitteln lassen.

Gicht kann auf eine erbliche Veranlagung hin entstehen.
Häufig steckt eine erbliche Veranlagung dahinter, wenn Gicht zu schmerzenden Gelenken führt. Foto: djd/panthermedia.net

Tipp 3: Fleischkonsum einschränken

Vor allem Männer, die deftige Mahlzeiten bevorzugen, sind gefährdet. Denn wenn Fleisch und Alkohol, Hülsenfrüchte, aber auch Schalen- oder Krustentiere zu oft auf dem Speiseplan stehen, können die darin enthaltenen Purine (Eiweißverbindungen) den Harnsäurespiegel im Blut entscheidend erhöhen. Erkrankungen, wie Diabetes oder Nierenleiden, sowie bestimmte Abführmittel begünstigen die Ablagerungen in den Gelenken zusätzlich.

Neben dem Verzicht auf übermäßigen Fleisch- und Alkoholkonsum und der Umstellung auf eine purinarme Ernährung wird Gichtpatienten empfohlen, auch Fastenkuren und Diäten nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen.

drucken