Gesund und vital
Artikel vom 26.01.2015

Was hilft gegen Rückenschmerzen im Beruf?

Sozialberufe in Ehren - doch zahlreiche Menschen, die ihrer philanthropischen Ader nachgehen, nehmen eine hohe körperliche Belastung in Kauf, denn: Pflegerische Jobs beanspruchen überdurchschnittlich die Rückenmuskulatur. In der Pflege von Alten und Kranken muss die Körperpflege von hilflosen Personen teilweise oder ganz übernommen, der Pflegebedürftige gewaschen, gehoben, gestützt und gelagert werden. Oft ist das Pflegepersonal unterbesetzt und Pfleger sind auf sich allein gestellt, keine Hebehilfen zur Hand oder aus Zeitmangel werden diese nicht genutzt. Leicht kann es so zu einer Überbelastung bestimmter Muskelpartien und damit einhergehender Rückenschmerzen kommen.

Lästige Rückenschmerzen können die Freude am Erzieherberuf verleiden. Foto: djd/doc Schmerzgel
Lästige Rückenschmerzen können die Freude am Erzieherberuf verleiden. Foto: djd/doc Schmerzgel

Arbeit mit Kindern fordert Tribut

Auch Erzieherinnen gehören zu den Kandidaten für häufige Rückenprobleme: Schuld daran sind das erzwungene Sitzen auf viel zu niedrigen Stühlen, das Knien auf dem Fußboden oder das ständige Hinunterbeugen zu ihren kleinen Schützlingen. Ständige Muskelverspannungen, Schulterschmerzen, Rückenweh und Nackenbeschwerden können die eigentlich geliebte Arbeit zur Qual werden lassen. Nach Feierabend warten oft noch die eigenen Kinder oder der Haushalt auf die Betroffenen und die Schlepperei und Bückerei geht weiter.

Nackenverspannungen können Kopfschmerzen und Schwindel auslösen. Foto: djd/doc Schmerzgel/2007 Pixland
Nackenverspannungen können Kopfschmerzen und Schwindel auslösen. Foto: djd/doc Schmerzgel/2007 Pixland

Was hilft gegen Rückenschmerzen und Muskelverspannungen?

  • Wärme und Massagen können die Verhärtungen lockern. Etwa mit einem heißen Bad, einer Wärmflasche, Körnerkissen, Wärmepflaster, Bestrahlung mit Infrarot oder einem Saunabesuch.
  • Physiotherapie und regelmäßiger Sport können die Beweglichkeit und die Körperhaltung gezielt verbessern. Als rückenfreundlich gelten etwa Gymnastik, Radfahren und Schwimmen.

Schnelle Hilfe bei akuten Schmerzen

Wer unter akuten Schmerzen leidet, wünscht sich rasche Abhilfe. Zudem sollten sich Menschen mit muskulären Verspannungen nicht in die Bewegungslosigkeit flüchten, sondern den Beschwerden mit Bewegung begegnen. Hier gibt es jedoch deutliche Unterschiede in der Schnelligkeit der Wirkung einzelner Produkte. So berichtet der Vorsitzende der Gesellschaft für Dermopharmazie Dr. rer. nat. Joachim Kresken aus Viersen, dass beispielsweise bei doc Ibuprofen Schmerzgel der Wirkstoff "in mikroskopisch kleinen Mizellen vollständig gelöst" in die Haut eindringe und "schließlich schnell in relevanten Konzentrationen ins schmerzende Gewebe" transportiert werde. Zudem zirkuliert der Wirkstoff dabei kaum im Blut, Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

Rückenfreundlich arbeiten

Wer mit Kindern arbeitet, sollte sich bei längeren Gesprächen oder Tätigkeiten auf Höhe der Kleinen hinsetzen oder in die Hocke gehen, anstatt sich lange zu beugen. Manche Arbeitgeber willigen auf Anfrage in das Anschaffen ergonomischer Möbel ein. Müssen im Job Lasten gehoben werden, gilt: Beim Bücken die Beine etwa schulterbreit auseinanderstellen und die Knie leicht beugen, damit die Beinmuskeln die Hauptarbeit leisten. Lasten nicht mit ausgestreckten Armen, sondern nah am Körper tragen, beim Absetzen etwas in die Hocke gehen. Besonders anfällig für Rückenprobleme sind Menschen mit schwacher Rückenmuskulatur, Übergewicht oder schlechter Haltung. "Wie man sich bettet, so liegt man" gilt auch für den gesunden Rücken.

So schläft es sich "rückenschonend"

  • Beim Matratzenkauf auf die Größe und den Härtegrad achten. Die ideale Breite sollte mindestens einen Meter und bei einem Doppelbett 1,80 Meter betragen. Tipp: Nach spätestens zehn Jahren die Matratze auswechseln!
  • Schlaf in Rückenlage hält die Wirbelsäule gerade, Nacken- und Rückenschmerzen werden reduziert.
  • Ein Kissen unter den Knien entlastet die Lendenwirbelsäule und verhindert ein Hohlkreuz.
  • Wer gerne in Seitenlage schläft, kann ein Kissen zwischen die Knie legen, das verhindert die Schiefstellung des Beckens.
  • Ein ergonomisch geformtes Kopfkissen stabilisiert die Halswirbelsäule. - Die "rückenunfreundlichste" Schlafposition ist die Bauchlage: Der Rücken bildet ein Hohlkreuz, die Muskulatur der Wirbelsäule ist angespannt, der Nacken nicht selten überdehnt. Es entsteht Druck auf Gelenke, Muskeln und Nerven.
  • Auch wichtig: Die optimale Raumtemperatur. Diese sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen. Ist es zu kühl, verkrampft sich die Muskulatur leicht, da der Schläfer unbewusst versucht, sich warm zu halten.
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